Unterabschnitte

Administration des eisfair-Servers

Zugriff auf den Server

In den folgenden Abschnitten werden verschiedene Möglichkeiten des Zugriffs auf den Server beschrieben.

Zugriff über echte Konsole

Beim Zugriff mit einer 'echten Konsole' wird mit direkt am Server angeschlossener Tastatur und Monitor gearbeitet. Diese Art und Weise ist die ursprünglichste Form der Serveradministration und wird hauptsächlich bei der Installation verwendet. Vorteil dieser Methode ist, dass man wirklich 'pur' an der Maschine ist, sich also keine Gedanken um Terminalemulation oder Zeichensätze machen muss. Ein Nachteil ist die Größenbeschränkung der sichtbaren Konsole, welche 80x24 Zeichen beträgt. Ist im Rechner eine Grafikkarte mit VESA-Unterstützung eingebaut, lässt sich diese Größenbeschränkung aufheben, indem man die Konsole im Framebuffer-Modus betreibt. Die aktuellen eisfair -Kernel haben die Unterstützung dafür eingebaut und können mit entsprechenden Optionen geladen werden. Bei eisfair -1 ist dazu eine Anpassung der Datei /etc/lilo.conf und ein anschließendes Ausführen von /sbin/lilo nötig. Bei eisfair -2 muss die Datei /boot/grub/menu.lst angepasst werden. In beiden Fällen heißt die Option vga und die Parameter sind Tabelle zu entnehmen.





Tabelle: Parameter für Kernel-Option 'vga'
   640x480 800x600 1024x768 1280x1024  
 256 769 771 773 775  
 32k 784 787 790 793  
 64k 785 788 791 794  
 16M 786 789 792 795  
            





In der Regel steht der Server nach der Installation an einem Ort, wo er nicht durch seinen Platzbedarf oder seinen Lärmpegel stört. In vielen Fällen ist dort dann auch weder Tastatur noch Monitor angeschlossen. Dennoch muss der Server administriert werden können, was durch eine der folgenden Möglichkeiten gemacht werden kann.

Zugriff mit PuTTY

PuTTY ist ein freies Terminal Programm für die Windows Betriebssysteme.

Einer der großen Vorteile von PuTTY ist, dass die Größe der Konsole lediglich durch die verwendete Bildschirmauflösung und Schriftart begrenzt wird. Auf den heute üblichen Monitoren sind damit weitaus größere Konsolen als 80x24 möglich.

Bei PuTTY können sehr viele Einstellungen modifiziert werden, wobei die meisten jedoch in ihrer Default-Einstellung ausreichend sind. Wichtig ist jedoch die Zeichenkodierung, um im PuTTY-Fenster keine verstümmelten Zeichen zu erhalten und alle Tasten des Keyboards korrekt verwenden zu können. Für eine funktionierende Zeichenkodierung muss in der PuTTY Konfiguration der Terminal-type string auf den Eintrag 'putty' geändert werden.




Abbildung: Terminal string
Image putty-terminal-type-string




Anschließend sollten alle Tasten wie erwartet funktionieren.

Ob wirklich die gewünschte Emulation vorhanden ist, lässt sich wie folgt überprüfen:






 login as: user
 user@eis.mein.lan's password:
 Last login: Tue Feb 9 22:02:08 2010 from xxx.mein.lan 

 Welcome to eisfair!
 base     : 1.6.4
 eiskernel: 1.18.0 (2.4.35-wt1)

 user@eis:-> su - root
 Password:

 Welcome to eisfair!
 base     : 1.6.4
 eiskernel: 1.18.0 (2.4.35-wt1)

 eis # echo $TERM 
 putty
 eis #
            





Key-Login mit PuTTY

In den folgenden Abschnitten wird beschrieben, wie der automatische Login als root mit ssh-Key und PuTTY eingerichtet wird. Es ist zu beachten, dass unter eisfair-1 das Paket 'inet' benötigt wird. Unter eisfair-2 ist ssh bereits in der Basis- Installation enthalten.

  1. Keypair erzeugen

    Für den automatischen Login muss im ersten Schritt ein Schlüsselpaar erzeugt werden. Dafür meldet man sich wie in einem der vorherigen Kapitel beschrieben beim Server an, so dass man die normale Konsole vor sich hat. Nun wird mit dem Befehl 'ssh-keygen' der Schlüssel erzeugt. Der Befehl fragt daraufhin, unter welchem Namen der Schlüssel abgelegt werden soll. Der Vorschlag kann prinzipiell durch einen Druck auf 'Enter' übernommen werden. Es macht sich jedoch auch Sinn, dem Schlüssel bspw. im Namen das Datum der Erzeugung mitzugeben. So können die Keys später bspw. in einem verschlüsselten Container auf einem USB-Stick mitgenommen werden und man behält den Überblick über das Alter der Keys. Weiterhin wird eine Passphrase für den Schlüssel verlangt. Hier muss man für sich selbst entscheiden, ob man dem Key eine Passphrase gibt oder durch direkten Druck auf 'Enter' einen Schlüssel ohne Passwort erstellt. Der folgende Screenshot zeigt das Anlegen des Keys:

    Anlegen des Schlüsselpaares





    
     eis # ssh-keygen 
     Generating public/private rsa key pair.
     Enter file in which to save the key (/root/.ssh/id_rsa): /root/.ssh/2010-02-15_id_rsa
     Enter passphrase (empty for no passphrase):
     Enter same passphrase again:
     Your identification has been saved in /root/.ssh/2010-02-15_id_rsa.
     Your public key has been saved in /root/.ssh/2010-02-15_id_rsa.pub.
     The key fingerprint is:
     13:f3:b6:6a:21:42:a7:c1:5c:3f:5c:cd:1c:22:e2:dd root@eis
     eis #
                





  2. Verwendung des Public Key für User root aktivieren

    Damit der soeben erzeugte Schlüssel vom User root für den automatischen Login verwendet werden kann, muss dieser nun in der ssh-Konfiguration eingetragen werden. Dazu wird 'setup' gestart und zur ssh-Konfiguration navigiert. Unter eisfair -1 findet man diese Konfiguration unter folgendem Pfad:




    Abbildung: ssh-Setup unter eisfair -1
    Image putty-sshkey-setup02

    Unter eisfair -2 ist die ssh-Konfiguration hier zu finden:

    Abbildung: ssh-Setup unter eisfair -2
    Image putty-sshkey-setup03

    In der Konfiguration muss nun der Zähler für die Anzahl der zu verwendenden ssh-Keys 'SSH_PUBLIC_KEY_N' um eins erhöht und in der daraufhin sichtbar werdenden Variable 'SSH_PUBLIC_KEY_1' der Schlüssel mit seinem vollen Pfad eingetragen werden. Wichtig: Es muss der Public-Key eingetragen werden, also der im vorherigen Schritt erzeugte Schlüssel mit vollem Pfad sowie der Erweiterung '.pub'. Der folgende Screenshot zeigt genau diesen Schritt:

    Abbildung: Eintragen des Public-Key
    Image putty-sshkey-setup04

    Wird die Konfiguration nun gespeichert und aktiviert, so wird der angegebene Public-Key in die Datei 'root/.ssh/authorized_keys' eingetragen.

    Achtung: Beim Aktivieren der Konfiguration wird authorized_keys neu generiert!
    Wurde bereits ein Schlüssel von Hand eingetragen, so ist dieser Eintrag nicht mehr vorhanden. Es müssen alle zu verwendenden Private-Keys über das Setup konfiguriert werden.

    Damit ist die Konfiguration auf Seiten des Servers abgeschlossen. Wenn spüter alles funktioniert folgt noch ein separater Schritt zur weiteren Absicherung des Servers.

  3. Private Key auf Windows-Rechner kopieren

    Damit der erzeugte Schlüssel in PuTTY verwendet werden kann, muss er nun auf die Windows-Maschine kopiert werden. Dazu eignet sich ein scp-Tool wie bspw. WinSCP hervorragend.

    Hinweiss: Der im folgenden erzeugte PuTTY-Schlüssel lässt sich auch mit WinSCP verwenden!

    Es muss nun also der private Schlüssel auf die Windows-Maschine kopiert werden. Um beim obigen Beispiel zu bleiben also die Datei 'root/.ssh/2010-02-15_id_rsa':

    Abbildung: Private-Key auf Windows-Maschine kopieren
    Image putty-sshkey-setup05

  4. Key in PuTTY-Format umwandeln

    Der private Schlüssel liegt in einem Format vor, welches PuTTY nicht direkt verwenden kann. Aus diesem Grund muss der Schlüssel in das PuTTY-Format konvertiert werden. Das ist mit dem Tool 'PuTTYgen' sehr einfach. PuTTYgen ist Bestandteil der PuTTY-Suite und wird beim Installieren des PuTTY-Gesamtpaketes per Default mit installiert.

    Nach dem Start von PuTTYgen wird der vom eisfair Server heruntergeladene private Schlüssel durch einen Klick auf 'Load' geladen:

    Abbildung: Die Oberfläche von PuTTYgen
    Image putty-sshkey-setup06

    Es ist zu beachten, dass der Typ der aufgelisteten Dateien auf 'All Files (*.*)' gestellt werden muss, damit der private Schlüssel im Load-Dialog angezeigt wird:

    Abbildung: Laden des Schlüssels in PuTTYgen
    Image putty-sshkey-setup07

    Wenn beim Erzeugen des Schlüssels eine Passphrase vergeben wurde, erfragt PuTTYgen diese nun. Nachdem der Schlüssel geladen wurde, sollte PuTTYgen eine Meldung zum erfolgreichen Import des Schlüssels zeigen:

    Abbildung: Schlüssel in PuTTYgen importiert
    Image putty-sshkey-setup08

    Nun muss der Schlüssel mit PuTTYgen gespeichert werden, damit er im PuTTY-Format vorliegt. Durch einen Klick auf 'Save private key' öffnet sich der entsprechende Dialog, in welchem man dem aktuellen Dateinamen auswählt und um die Endung '.ppk' ergänzt. PuTTYgen macht das leider nicht selbst. Enthält der Schlüssel keine Passphrase erscheint noch eine entsprechende Sicherheitsabfrage. Auch hier muss jeder wieder für sich entscheiden, ob er den Schlüssel mit einem Passwort versehen möchte oder nicht.

    Abbildung: Private-Key im PuTTY-Format speichern
    Image putty-sshkey-setup09

    Damit ist die Konvertierung des Schlüssels abgeschlossen und PuTTYgen kann beendet werden.

    Auf der Windows-Maschine liegt nun der private Schlüssel in zwei verschiedenen Formen vor: Einmal im ursprünglichen Format wie er auf dem Server generiert wurde und einmal im PuTTY-Format:

    Abbildung: Private-Key Dateien auf Windows-Seite
    Image putty-sshkey-setup10

  5. Key in PuTTY einbinden

    Neben den zu Begin des PuTTY-Abschnittes beschriebenen Einstellungen muss der Schlüssel nun in PuTTY eingebunden werden. Hier wird zunächst die direkte Integration in eine Session-Konfiguration beschrieben.

    Der Schlüssel wurde für den User 'root' erzeugt. Damit der zu verwendende User beim Aufbau einer Verbindung nicht eingetippt werden muss, kann dieser in PuTTY unter Connection - Data - Auto-login username angegeben werden:

    Abbildung: Login Username konfigurieren
    Image putty-sshkey-setup11

    Der private Schlüssel wird unter Connection - SSH - Auth ausgewählt:

    Abbildung: Private-Key einbinden
    Image putty-sshkey-setup12
    Abbildung: Private-Key auswählen
    Image putty-sshkey-setup13

    Damit ist der Schlüssel eingebunden und die Session-Konfiguration kann unter der Kategorie 'Session' gespeichert werden. Damit ist die Konfiguration für die spätere Verwendung gesichert.

    Mit einem Klick auf 'Open' stellt PuTTY die Verbindung zum Server unter Verwendung des konfigurierten Usernamens sowie Private-Keys her. Beim ersten Verbindungsaufbau dieser Art kennt PuTTY den Server noch nicht und zeigt den folgenden Dialog:

    Abbildung: Neuer bzw. unbekannter Host
    Image putty-sshkey-setup14

    Hintergrund dieser Meldung ist, dass der Host (also der eisfair-Server) PuTTY noch nicht bekannt ist. Mit dem Klick auf 'Ja' wird die Identifizierung des Hosts in die Registry eingetragen und PuTTY 'kennt' diese Maschine in Zukunft. Diese Meldung sollte in Zukunft nicht mehr angezeigt werden, da sich der Fingerprint eines Hosts i.d.R. nur bei einer Neuinstallation ändert. Damit kann bspw. auch festgestellt werden, wenn man eine Verbindung zur falschen Maschine aufbaut, bspw. ein anderer Server welcher die gleiche IP verwendet, während der 'echte' Server offline ist.

    Wenn der Login erfolgreich war, präsentiert sich der eisfair-Server bspw. in folgender Form:

    Login mit ssh-Key


    
     Using username "root".
     Authenticating with public key "imported-openssh-key"
     Last login: Tue Feb 16 00:07:30 2010 from xxx.mein.lan
    
     Welcome to eisfair!
     base     : 1.6.4
     eiskernel: 1.18.0 (2.4.35-wt1)
    
     eis #
                


  6. Passwort-Login für root unterbinden

    Wenn bis hierhin alles funktioniert, kann der root-Login unter Verwendung eines Passwortes deaktiviert werden. Damit wird unterbunden, dass sich der Superuser 'root' direkt per ssh auf den Server einloggen kann. Diese Massnahme erhöht die Sicherheit des Servers und sollte bei aus dem Internet erreichbaren Server dringend angewandt werden.

    Achtung: Dieser Schritt sollte aber nur dann gemacht werden, wenn einerseits der Key-Login sauber funktioniert und andererseits ein normaler User konfiguriert wurde, über den man sich auf den Server einloggen kann. Ansonsten besteht die Gefahr, dass man sich selbst aussperrt und das nur unter Verwendung der 'echten Konsole' wieder korrigieren kann.

    Der Passwort-Login für den User root wird in der ssh-Konfiguration abgeschaltet, indem unter 'SSH_PERMITROOTLOGIN' die Einstellung 'without-password' ausgewählt wird:

    Abbildung: root-Login mit Passwort deaktivieren
    Image putty-sshkey-setup16

    Wird diese Einstellung aktiviert, kann sich der User 'root' nicht mehr mit Username und Passwort einloggen, sondern nur noch unter Verwendung des Key-Files. Natürlich besteht weiterhin die Möglichkeit, sich als normaler User anzumelden und dann mit dem Kommando

    su -

    zum Superuser 'root' zu machen.

Zugriff mit SSH

Das Setup-Programm

Das Setup-Programm ist die zentrale Anlaufstelle, wenn es um die Wartung, Einrichtung und Konfiguration des eisfair-Servers geht. Es unterstützt im Moment folgende Features:

Gestartet werden kann das Setup-Programm über die folgenden 2 Arten:

Das Setup-Programm wird über die Eingabe von Zahlen gesteuert, wobei jederzeit ersichtlich ist, welcher Zahl welche Funktion zugeordnet ist. Mit der ,,0`` (Null) verläßt man das Konfigurationsmenü komplett.

Das Hauptmenü

Das Hauptmenü erscheint direkt nach dem Start des Setup-Programmes. Mit den angegebenen Nummern können folgende Untermenüpunkte erreicht werden:

  1. System administration - Verwaltung des Systems  
  2. Package administration - Verwaltung von Paketen  
  3. Package documentation - Dokumentation von Paketen  
  4. Service administration - Verwaltung der installierten Dienste  
  5. User administration - Verwaltung von Benutzern und Gruppen  
  0. Exit  

Mit dem Menüpunkt ,,Exit`` wird das Setup-Programm beendet. Die einzelnen Untermenüs sind im weiteren beschrieben.

Menü: System Administration

Das Menü bietet folgende Möglichkeiten:

  1. Base configuration - Grundeinstellungen verwalten  
  2. Logfile view - Anzeige der Logfiles  
  3. Devices - Geräte verwalten  
  4. Filesystems - Dateisystem ändern  
  5. Hardware diagnostics - Hardware Diagnose  
  6. Drivers administration - Treiber verwalten (USB|CAPI|etc)  
  7. Cron administration - Cron Einträge verwalten  
  8. UpdateDB - UpdateDB verwalten  
  0. Exit - Zurück ins Hauptmenü  

Base configuration

Dieses Menü dient zur Verwaltung der Grundeinstellungen des eisfair-Servers. Das Untermenü bietet folgende Optionen:

  1. Edit base configuration - Grundeinstellungen bearbeiten  
  2. Edit environment configuration - Umgebungsvariablen bearbeiten  
  3. Advanced base configuration file handling - Erweiterte Funktionen  
    für die Grundeinstellungen  
  4. Advanced environment configuration file handling - Erweiterte Funktionen  
    für die Umgebungsvariablen  
  5. Set eisfair configuration editor - Festlegung des Konfigurationseditors  
  6. Set eisfair menu style - Festlegung des Menüstils  
  0. Exit - Zurück ins Hauptmenü  

Edit base configuration

Der Menüpunkt ,,Grundeinstellungen bearbeiten`` öffnet die Konfigurationsdatei ,,base``. In dieser Datei werden folgende Einstellungen definiert:

  1. Treiber für die Netzwerkkarte
  2. Netzwerkeinstellungen
  3. DNS Einstellungen
  4. Aufruf zusätzlicher Treiber beim Booten (z.B. SCSI)
  5. Systemaufzeichnungen (SYSLOG)
  6. ...

Die Parameter der Grundkonfiguration im Einzelnen:

HOSTNAME
Als erstes sollte man seinem eisfair-Server einen Namen geben. Im Beispiel ist dies ,,eis``. Dieser Name muss nicht unbedingt im DNS aufgelöst werden können (wenn man keinen eigenen DNS-Server hat).

Gültige Werte: Name

Standardeinstellung: HOSTNAME='eis'

ETH_DRV_N
Anzahl der benötigten Netzwerkkarten-Treiber.

In der Regel wird nur eine Netzwerkkarte verwendet, daher ist der Standard-Wert also 1.

Sollen jedoch mehr als eine Netzwerkkarte zum Einsatz kommen, muss man zwei Fälle unterscheiden:

  1. Beide Karten sind vom gleichen Typ. Dann muss nur ein Treiber geladen werden, der dann beide Karten anspricht, also ETH_DRV_N='1'.

  2. Es werden zwei verschiedene Karten verwendet, dann muss man hier '2' angeben und den Treiber für die zweite Karte angeben.

Es können auch Token-Ring-Karten eingesetzt werden. Für diese gilt im folgenden dasselbe wie für Ethernetkarten.

Gültige Werte: Zahl

Standardeinstellung: ETH_DRV_N='1'

ETH_DRV_x ETH_DRV_x_OPTION
Benötigter Netzwerkkarten-Treiber

Über die Variable ETH_DRV_1 wird standardmäßig der Treiber für eine NE2000-kompatible Netzwerkkarte geladen. Weitere verfügbare Treiber für eine große Anzahl von Netzwerkkartenfamilien sind bereits in der Beispiel-Datei eingetragen.

Bei einigen Treibern, wie z.B. für die SMC-Karte WD8013, müssen zwei Treiber geladen werden: ,,8390`` und ,,wd``. Für diese Karten sind bereits diese Treiber-Pärchen in der Beispiel-Datei vorgegeben, so daß man sie nur noch auskommentieren muss.

Bei manchen ISA-Karten braucht der Treiber zusätzliche Informationen, um die Karte zu finden, z.B. die I/O-Adresse. Bei NE2000-kompatiblen ISA-Karten und bei der EtherExpress16 ist dies zum Beispiel der Fall.

Hier ist z.B.

ETH_DRV_x_OPTION=`io=0x340'

zu setzen (oder der entsprechende numerische Wert).

Ist keine Option nötig, kann die Variable leer gelassen werden.

Sind mehrere Optionen nötig, sind diese durch Leerzeichen zu trennen, z.B.

ETH_DRV_x_OPTION=`irq=9 io=0x340'

Werden zwei identische Netzwerkkarten verwendet, z.B. NE2000-ISA-Karten oder 3c509-Karten, müssen die verschiedenen I/O-Werte durch Komma getrennt werden, also

ETH_DRV_x_OPTION=`io=0x240,0x300'

Die beiden IO-Werte müssen durch Komma ohne Blank getrennt werden!

Dieses funktioniert nicht bei allen Netzwerkkarten-Treibern. Einige muss man auch doppelt laden, also dann ETH_DRV_N='2'. In diesem Fall müssen aber mit der Option ,,-o`` verschiedene Namen vergeben werden, z.B.

ETH_DRV_N='2'
ETH_DRV_1='3c503'
ETH_DRV_1_OPTION='-o 3c503-0 io=0x280'
ETH_DRV_2='3c503'
ETH_DRV_2_OPTION='-o 3c503-1 io=0x300'

Tipp: erst die Komma-Methode ausprobieren, danach das mehrfache Laden mit Option ,,-o`` versuchen.

ACHTUNG
Wer zwei NE-Clones verwendet, und zwar jeweils eine ISA- und eine PCI-Karte muss für die ISA-Karte zusätzlich 'probe_pci=0' als Option angeben, also zum Beispiel:





ETH_DRV_1_OPTION='io=0x240 probe_pci=0'


Wer mit 2 Netzwerkkarten Erfahrungen gesammelt hat, kann diese gerne mitteilen. Sie wird dann in die Dokumentation einfließen.

Siehe auch die Liste aller unterstützten Netzwerkkarten.

Liste aller unterstützten Netzwerkkarten

ETH_DRV_x Kernel Kartenfamilie

3c501 2.4.35/2.6.32 ISA 3COM EtherLink (3c501)
3c503 2.4.35/2.6.32 ISA 3COM EtherLinkII (3c503)
3c505 2.4.35/2.6.32 ISA 3COM Etherlink Plus (3c505)
3c507 2.4.35/2.6.32 ISA 3COM Etherlink 16 (3c507)
3c509 2.4.35/2.6.32 ISA 3COM EtherLinkIII (3c509)
3c515 2.4.35/2.6.32 ISA 3COM EtherLink XL (3c515)
3c574_cs 2.4.35/2.6.32 PCMCIA 3Com 3c574
3c589_cs 2.4.35/2.6.32 PCMCIA 3Com 3c589
3c59x 2.4.35/2.6.32 PCI 3COM Vortex/Boomerang 3c59x,3c900,3c905
8139cp 2.4.35/2.6.32 PCI RealTek 8139C+ 10/100
8139too 2.4.35/2.6.32 PCI RealTek 8129/8130/8139 10/100
82596 2.4.35/2.6.32 Apricot Xen-II on board Ethernet
ac3200 2.4.35/2.6.32 EISA Ansel Communications 3200
acenic 2.4.35/2.6.32 PCI Alteon AceNIC/3Com 3C985/NetGear GA620
    Gigabit
airo 2.4.35/2.6.32 PCI/ISA Cisco/Aironet 34X/35X/4500/4800 cards
airo_cs 2.4.35/2.6.32 PCMCIA Cisco/Aironet 34X/35X/4500/4800 cards
aironet4500_cs 2.4.35 PCMCIA Airo 4500/4800 series cards
amd8111e 2.4.35/2.6.32 PCI AMD 8111 (new PCI lance)
arcnet 2.4.35/2.6.32 PCI/ISA Generic ARCnet
arc-rimi 2.6.32 ARCnet COM90xx (RIM I) chipset driver
arlan 2.4.35 PCI Aironet Arlan 655 & IC2200 DS
at1700 2.4.35/2.6.32 ISA AT1700/1720 (Fujitsu 86965)
atl1c 2.6.32 PCI Atheros/Attansic L1C Gigabit Ethernet
atl1e 2.4.35/2.6.32 PCI Atheros/Attansic L1E Gigabit Ethernet
atl1 2.4.35/2.6.32 PCI Atheros/Attansic L1 Gigabit Ethernet
atl2 2.4.35/2.6.32 PCI Atheros/Attansic L2 Fast Ethernet
atmel 2.4.35/2.6.32 PCMCIA Atmel at76c502/at76c504/at76c506 wireless
atmel_cs 2.4.35/2.6.32 PCMCIA Atmel at76c502/at76c504/at76c506 wireless
atp 2.4.35/2.6.32 PAR AT-LAN-TEC/RealTek pocket adapter
axnet_cs 2.4.35 PCMCIA Asix AX88190 Fast Ethernet
b44 2.4.35/2.6.32 PCI Broadcom 440x/47xx
bnx2 2.4.35/2.6.32 PCI-Exp Broadcom NetXtreme II Gigabit Ethernet
com20020 2.4.35/2.6.32 PCI/ISA ARCnet COM20020 chipset driver
com20020_cs 2.4.35/2.6.32 PCMCIA ARCnet COM20020 chipset driver
com90xx 2.6.32 PCI/ISA ARCnet COM90xx (normal) chipset driver
com90io 2.6.32 PCI/ISA ARCnet COM90xx (IO mapped) chipset driver
cs89x0 2.4.35/2.6.32 ISA IBM Etherjet, cs89x0 based Cards
    (option io=0xnnn necessary!)
cs89x0_cs 2.4.35 PCMCIA IBM EtherJet Ethernet Adapter
de4x5 2.4.35/2.6.32 PCI/EISA Digital DE425/DE434/DE435/DE450/DE500
de600 2.4.35/2.6.32 PARPORT D-Link DE-600 Ethernet Pocket Adapter
de620 2.4.35/2.6.32 PARPORT D-Link DE-620 Ethernet Pocket Adapter
defxx 2.4.35/2.6.32 PCI Digital DEFTA/DEFEA/DEFPA adapter (FDDI)
depca 2.4.35/2.6.32 PCI/EISA DEPCA DE10x/DE20x/DE20x/DE422
dgrs 2.4.35 PCI/EISA Digi International RightSwitch SE-X
dl2k 2.4.35/2.6.32 PCI DL2000/TC902x-based Gigabit
dmfe 2.4.35/2.6.32 PCI Davicom DM910x/DM980x
e100 2.4.35/2.6.32 PCI Intel(R) Pro/100
e1000 2.4.35/2.6.32 PCI Intel(R) Pro/1000 Gigabit Ethernet
e1000e 2.4.35/2.6.32 PCI-Exp Intel(R) Pro/1000 Gigabit Ethernet
e2100 2.4.35/2.6.32 ISA Cabletron E21xx
eepro 2.4.35/2.6.32 ISA Intel EtherExpress Pro/10
eepro100 2.4.35 PCI Intel EtherExpressPro PCI 10+/100B/100+
eexpress 2.4.35/2.6.32 ISA EtherExpress 16
epic100 2.4.35/2.6.32 PCI SMC EPIC/100 (EtherPower II)
eth16i 2.4.35/2.6.32 ISA/EISA ICL EtherTeam 16i/32
ewrk3 2.4.35/2.6.32 ISA EtherWORKS 3 ISA (DE203, DE204, DE205)
fealnx 2.4.35/2.6.32 PCI Myson MTD-8xx
fmvj18x_cs 2.4.35/2.6.32 PCMCIA Fujitsu FMV-181/182/183/184
forcedeth 2.4.35/2.6.32 PCI nForce Ethernet
hamachi 2.4.35/2.6.32 PCI Packet Engines Hamachi GNIC-II
hostap_cs 2.4.35/2.6.32 PCMCIA Prism2/2.5/3 PC Cards
hostap_pci 2.4.35/2.6.32 PCI Prism2.5 based PCI Wlan cards
hostap_plx 2.4.35/2.6.32 PCMCIA Prism2/2.5/3 in PLX9052 PCI adaptors
hp100 2.4.35/2.6.32 ISA/PCI HP 10/100VG PCLAN
hp 2.4.35/2.6.32 ISA HP PCLAN (27245, 27xxx)
hp-plus 2.4.35/2.6.32 ISA HP PCLAN+ (27247B and 27252A)
iph5526 2.4.35 PCI Interphase 5526
lance 2.4.35/2.6.32 ISA AMD LANCE and PCnet (AT1500, NE2100)
lp486e 2.4.35/2.6.32 PCI LP486E on board Ethernet
myson803 2.4.26 PCI Myson MTD-8xx PCI Ethernet
natsemi 2.4.35/2.6.32 PCI NatSemi DP8381x Fast Ethernet
ne 2.4.35/2.6.32 ISA NE2000/NE1000 ISA clone
ne2k-pci 2.4.35/2.6.32 PCI NE2000 PCI clone
netwave_cs 2.4.35/2.6.32 PCMCIA Netwave AirSurfer Wireless LAN
ni5010 2.4.35/2.6.32 ISA MiCom-Interlan NI5010
ni52 2.4.35/2.6.32 ISA NI5210-Karte (i82586 Ethernet-Chip)
ni65 2.4.35/2.6.32 ISA NI6510 Ethernet
nmclan_cs 2.4.35/2.6.32 PCMCIA New Media Ethernet LAN
ns820 2.4.26 PCI Donald Becker's version of DP83820
ns83820 2.4.35/2.6.32 PCI National Semiconductor DP83820, eg
    SMC SMC9462TX, D-Link, DGE-500T,
    PureData PDP8023Z-TG, SOHO-GA2000T,
    SOHO-GA2500T, NetGear GA621
orinoco_cs 2.4.35/2.6.32 PCMCIA Orinoco based WLAN Cards
orinoco_pci 2.4.35/2.6.32 PCI Lucent/Orinoco based WLAN-Cards
orinoco_plx 2.4.35/2.6.32 PCI Lucent/Orinoco based PCMCIA WLAN-Cards
    in PLX adapter
orinoco_tmd 2.4.35/2.6.32 PCI Lucent/Orinoco based WLAN-Cards with TMD
    PCI-Bridge
pcnet32 2.4.35/2.6.32 PCI AMD PCnet32 and AMD PCnetPCI
pcnet_cs 2.4.35/2.6.32 PCMCIA NS8390-based cards (NE2000, DLINK etc)
prism54 2.4.35/2.6.32 PCI/PCMCIA PrismGT/PrismDuette/PrismIndigo Chipsets
r1000 2.4.35 PCI Realtek 816x/810x/811x Gigabit Ethernet
r6040 2.6.32 PCI RDC R6040 Fast Ethernet
r8101 2.4.35 PCI-Exp Realtek 8101/8102 Fast Ethernet
r8168 2.4.35 PCI-Exp Realtek 8168/8111 Gigabit Ethernet
r8169 2.4.35/2.6.32 PCI Realtek 8169/8110 Gigabit Ethernet
ray_cs 2.4.35/2.6.32 PCMCIA Aviator/Raytheon 2.4GHz cards
rhinefet 2.4.35 PCI VIA Rhine Family Fast Ethernet Adapter
sb1000 2.4.35/2.6.32 ISA General Instruments Surfboard 1000
sis190 2.6.32 PCI SiS190/SiS191 Gigabit Ethernet
sis900 2.4.35/2.6.32 PCI SiS 900/7016 Fast Ethernet
sk98lin 2.4.35 PCI Marvell Yukon, SysKonnect SK-98xx
    and SK-95xx Gigabit
skfp 2.4.35/2.6.32 PCI SysKonnect FDDI
skge 2.4.35/2.6.32 PCI Marvell Yukon, SysKonnect SK-98xx/SK-95xx
sky2 2.4.35/2.6.32 PCI Marvell Yukon2, SysKonnect2 SK-9E21D/9S21
smc-ultra 2.4.35/2.6.32 ISA SMC Ultra
smc9194 2.4.35/2.6.32 PCI SMC 9194
smc91c92_cs 2.4.35/2.6.32 PCMCIA SMC 91Cxx-based cards
starfire 2.4.35/2.6.32 PCI Adaptec Starfire/DuraLAN
sundance 2.4.35/2.6.32 PCI DFE-550FX or DFE-530TXS
sungem 2.4.35/2.6.32 PCI Sun GEM: GigabitEthernet/P 2.0
sunhme 2.4.35/2.6.32 PCI Sun Happy Meal 10/100baseT
tg3 2.4.35/2.6.32 PCI Broadcom Tigon3 Gigabit Ethernet
tlan 2.4.35/2.6.32 PCI TI ThunderLAN (Compaq Netelligent ...)
tulip 2.4.35/2.6.32 PCI DECchip Tulip (dc21x4x)
typhoon 2.4.35/2.6.32 PCI 3CR990 series 'Typhoon'
velocityget 2.4.35 PCI VIA Velocity Family Gigabit Ethernet
via-rhine 2.4.35/2.6.32 PCI VIA Rhine PCI (3043, VT86c100A,
    dfe-530tx)
via-velocity 2.6.32 PCI VIA Velocity support
wavelan_cs 2.4.35/2.6.32 PCMCIA AT&T/Lucent WaveLAN
wd 2.4.35/2.6.32 ISA SMC WD80x3
winbond-840 2.4.35/2.6.32 PCI Winbond W89c840, Compex TX9882
xirc2ps_cs 2.4.35/2.6.32 PCMCIA Xircom CE2/CEIIps/RE-10/CEM28/CEM33/CE33
    CEM56/CE3-100/CE3B/RE-100/REM10BT/
    REM56G-100
xircom_cb 2.4.35/2.6.32 PCMCIA Xircom Cardbus Ethernet cards
xircom_tulip_cb 2.4.35 PCMCIA Xircom CBE-100
yellowfin 2.4.35/2.6.32 PCI Yellowfin Gigabit-NIC/Symbios 53c885

Hinweis
Auf der eisfair -Webseite befindet sich eine Liste von Netzwerkkarten mit Tipps zur Einbindung in ein eisfair bzw. fli4l System.


IP_ETH_N
Anzahl der Ethernet- oder Token-Ring-Netzwerkkarten, die an das IP-Protokoll gebunden werden sollen.

Gültige Werte: Zahl

Standardeinstellung: IP_ETH_N='1'

IP_ETH_x_NAME
Optional: Interface-Name der Ethernetkarte.

Normalerweise wird der Interface-Name (auch Device-Name) des Rechners automatisch gesetzt, nämlich in der Reihenfolge 'eth0', 'eth1' usw. In einzelnen Fällen, wenn z.B. IP-Aliasing (mehrere IP-Adressen auf einer Netzwerkkarte) genutzt werden soll, ist die manuelle Vergabe der Interface-Namen sinnvoll. Sonst lässt man die Variable einfach leer.

ACHTUNG
Das Füllen dieser Variablen kann zu Fehlern führen! Im Zweifel ist diese Variable leer zu lassen.


Beispiel:

IP_ETH_1_NAME='eth0'
IP_ETH_2_NAME='eth0:0'

Standardeinstellung: IP_ETH_1_NAME=''

IP_ETH_x_IPADDR
Die IP-Adresse der x'ten Netzwerkkarte im eisfair-Server.

Gültige Werte: IP Adresse

Standardeinstellung: IP_ETH_x_IPADDR='192.168.6.254'

IP_ETH_x_NETWORK
Die Netzwerkadresse. Dieses ist bei Class-C-Netzen gleich der IP-Adresse der Karte, jedoch mit letztem Octett = 0. Bei anderen Netzen/Netmask entsprechend.

Regel:

ip-adress BITWISE-AND netmask = network

Beispiel:

192.168.6.55 BITWISE-AND 255.255.255.0 = 192.168.6.0

Gültige Werte: IP Adresse

Standardeinstellung: IP_ETH_x_NETWORK='192.168.6.0'

IP_ETH_x_NETMASK
Konfiguriert die Netzwerkmaske für das Netz. Der Wert in der Beispiel-Datei gilt für ein Class-C-Netz und braucht z.B. für Netze der Form 192.168.X.0 normalerweise nicht geändert werden.

Gültige Werte: Netmask

Standardeinstellung: IP_ETH_x_NETMASK='255.255.255.0'

IP_DEFAULT_GATEWAY
Hier wird die LAN-IP-Adresse des Standard-Gateways eingetragen. Da die eisfair-Installation über das Internet erfolgt, muss das LAN eine funktionsfähige Verbindung zum Internet haben, z.B. über einen fli4l-Router.

Gültige Werte: IP Adresse

Standardeinstellung: IP_DEFAULT_GATEWAY='192.168.6.1'

IP_ROUTE_N
Anzahl von zusätzlichen Netzwerkrouten. Zusätzliche Netzwerkrouten sind zum Beispiel dann erforderlich, wenn sich im LAN weitere Router befinden, über die andere Netzwerke erreichbar sein sollen.

Im Normalfall ist die Angabe von weiteren Netzwerkrouten nicht erforderlich, daher ist die

Gültige Werte: Zahl

Standardeinstellung: IP_ROUTE_N='0'

IP_ROUTE_x
Die zusätzlichen Routen IP_ROUTE_1, IP_ROUTE_2, ...haben folgenden Aufbau:

network netmask gateway

Ist z.B. das Netzwerk 192.168.7.0 mit der Netzwerkmaske 255.255.255.0 über das Gateway 192.168.6.99 erreichbar, ist anzugeben:

IP_ROUTE_1='192.168.7.0 255.255.255.0 192.168.6.99'

DOMAIN_NAME
Hier sollte man die Domain einsetzen, die lokal im LAN verwendet wird (z.B. im DNS-Server eines fli4l-Routers eingestellt ist).

Gültige Werte: Lan Name

Standardeinstellung: DOMAIN_NAME='lan.home'

DNS_SERVER
Hier muss die IP-Adresse des DNS-Servers eingetragen werden. Verwendet man einen fli4l-Router als Gateway, sollte man diesen auch als DNS-Server eintragen.

Gültige Werte: IP Adresse

Standardeinstellung: DNS_SERVER='192.168.6.1'

TIME_ZONE
Hier wird die lokale Zeitzone eingestellt. Möglich sind hier:

Gültige Werte: siehe Beispiel

Standardeinstellung: TIME_ZONE='CET'

START_PCMCIA
eisfair arbeitet auch mit PCMCIA-Karten zusammen. Bei START_PCMCIA='yes' werden die entsprechenden Basis-Treiber installiert. Welche konkreten Kartentreiber verwendet werden sollen, wird z.B. über ETH_DRV_x eingestellt.

Gültige Werte: yes, no

Standardeinstellung: START_PCMCIA='no'

PCMCIA_PCIC
PCMCIA Socket-Driver

Gültige Werte: 'i82365' oder 'tcic'

Standardeinstellung: PCMCIA_PCIC='i82365'

PCMCIA_PCIC_OPTS
Optionen für den PCMCIA Socket-Driver

Gültige Werte:

Standardeinstellung: PCMCIA_PCIC_OPTS=''

PCMCIA_CORE_OPTS
Optionen für den PCMCI Core-Driver

Gültige Werte:

Standardeinstellung: PCMCIA_CORE_OPTS=''

PCMCIA_CARDMGR_OPTS
Optionen für den PCMCIA Card-Manager

Gültige Werte:

Standardeinstellung: PCMCIA_CORE_OPTS=''

PCMCIA_SCHEME
Optionen für PCMCIA Scheme

Gültige Werte:

Standardeinstellung: PCMCIA_SCHEME=''

START_SYSLOGD
Wird diese Variable auf 'yes' gesetzt, so started der Systemlog-Dienst. Dieser Dienst kann sowohl lokale Ereignisse als auch Ereignisse von anderen PCs (wie z.B. dem fli4l-Router) aufzeichnen.

Gültige Werte: yes, no

Standardeinstellung: START_SYSLOGD='yes'

SYSLOGD_DEST_N
Diese Variable gibt die Anzahl der eingestellten Systemlogziele wieder. Je mehr Ziele man braucht, umso höher wird hier die Zahl

Gültige Werte: Zahl

Standardeinstellung: SYSLOGD_DEST_N='1'

SYSLOGD_DEST_x_NAME
An dieser Stelle kann eine Beschreibung hinterlegt werden, z. B. zum Zweck dieses SYSLOGD-Jobs oder irgend etwas anderes. SYSLOGD wertet diesen Parameter nicht aus.

Gültige Werte: Name

Standardeinstellung: SYSLOGD_DEST_x_NAME='syslogd'

SYSLOGD_DEST_x_ACTIVE
Über diesen Parameter wird eingestellt, ob der Datensatz aktiv sein soll.

Gültige Werte: yes, no

Standardeinstellung: SYSLOGD_DEST_x_ACTIVE='no'

SYSLOGD_DEST_x_SOURCE_N
Bei diesem Parameter wird angegeben, wieviele SYSLOGD Jobs konfiguriert werden sollen.

Gültige Werte: Zahl

Standardeinstellung: SYSLOGD_DEST_x_SOURCE_N='1'

SYSLOGD_DEST_x_SOURCE_x_NAME
An dieser Stelle kann eine Beschreibung hinterlegt werden, z. B. zum Zweck dieses SYSLOGD-Jobs oder irgend etwas anderes. SYSLOGD wertet diesen Parameter nicht aus.

Gültige Werte: Name

Standardeinstellung: SYSLOGD_DEST_x_SOURCE_x_NAME=''

SYSLOGD_DEST_x_SOURCE_x_ACTIVE
Über diesen Parameter wird eingestellt, ob der Datensatz aktiv sein soll.

Gültige Werte: yes, no

Standardeinstellung: SYSLOGD_DEST_x_SOURCE_x_ACTIVE='no'

SYSLOGD_DEST_x_SOURCE_x
Dieser Parameter gibt das Ereignis des Systemlogs an.

    Beispiel 1: '*.*'
    Beispiel 2: 'kern.info'

Gültige Werte: siehe Beispiel

Standardeinstellung: SYSLOGD_DEST_x_SOURCE_x='*.*'

SYSLOGD_DEST_x_TARGET
Dieser Parameter gibt das Ziel des Systemlogs an.

    Beispiel 1: '/var/log/messages'
    Beispiel 2: '@192.168.6.2'
    Beispiel 3: '/dev/console'

Gültige Werte: Pfad zur Log Datei, etc..

Standardeinstellung: SYSLOGD_DEST_x_TARGET='/var/log/messages'

SYSLOGD_DEST_x_PREROTATE_CMD
Diese Variable beschreibt die Aktion, die ausgeführt wird, bevor ein Logrotate ausgeführt wird.

Gültige Werte: absoluter Pfad zur auszuführenden Datei

Standardeinstellung: SYSLOGD_DEST_x_PREROTATE_CMD=''

SYSLOGD_DEST_x_POSTROTATE_CMD
Diese Variable beschreibt die Aktion, die ausgeführt wird, nachdem ein Logrotate ausgeführt wurde.

Gültige Werte: absoluter Pfad zur auszuführenden Datei

Standardeinstellung: SYSLOGD_DEST_x_POSTROTATE_CMD='/etc/init.d/syslogd -quiet restart'

SYSLOGD_MARK_INTERVAL
Über diesen Parameter wird das Intervall gesteuert an dem der Syslogd Daemon sein Lebenszeichen ausgibt.

Gültige Werte: Zahl

Standardeinstellung: SYSLOGD_MARK_INTERVAL='20'

SYSLOGD_LOG_COUNT
Über diesen Parameter wird die Anzahl der gesicherten Log Dateien angegeben.

Gültige Werte: Zahl

Standardeinstellung: SYSLOGD_LOG_COUNT='10'

SYSLOGD_LOG_INTERVAL
Über diesen Parameter wird Intervall des Sicheriung der Log Dateien eingestellt.

Gültige Werte: daily, weekly, monthly

Standardeinstellung: SYSLOGD_LOG_INTERVAL='monthly'

SYSLOGD_OPTIONS
Wird SYSLOGD_OPTIONS='-r' gesetzt, so kann der syslogd Meldungen über das Netzwerk empfangen. D.h. ein anderer Host kann über
SYSLOGD_DEST_x_TARGET='@IP-Adresse' z.B. '@192.168.1.11' Meldungen übergeben.

-a <Socket> Öffnet <Socket> zum Lesen von Meldungen. <Socket>
ist auf /dev/log voreingestellt. Hier kann zum
Beispiel zusätzlich ein dev/log aus einer 'chroot'
Umgebung angegeben werden, damit die 'chroot' Umgebung
auch Syslog verwenden kann.
-d Debug Modus (für Entwickler gedacht)
-f <Konfigdatei> Lädt eine andere Konfigdatei. Normalerweise wird
/etc/syslog.conf verwendet.
-h Über das Netzwerk empfangene Meldungen auch über
das Netzwerk weitersenden. Damit kann man mehrere
Netzwerk-Syslogs 'in Reihe schalten', um Beispielsweise
Meldungen durch mehrere Firewalls oder aus einer DMZ zu
bekommen. -t sollte auch verwendet werden, siehe dort.
-l <Hostnamen> Eine durch : getrennte Liste von Hostnamen, die in
kurzer Form in der Logdatei stehen. Gewöhnlich
bevorzugt man die Option -s, die ähnliches Verhalten
bringt.
-m <Mark Zeit> Syslog schreibt alle 20 Minuten einen Eintrag -MARK-
in ein Logfile. Daran kann man erkennen, daß das
System noch lebt.
Bei der nachträglichen Analyse kann man dadurch
beispielsweise nächtliche Abstürze zeitlich eingrenzen.
Durch diese Option kann man anstatt 20 (Minuten) auch
einen anderen Wert verwenden. Der Wert 0 schaltet die
Funktion ab.
-n Syslog soll nicht automatisch in den Hintergrund gehen.
Diese Option wird im Normalfall nicht verwendet. Auf
speziellen Systemen (Rettungs- oder
Installationsystemen) wird diese manchmal gesetzt.
-p <Socket> Öffnet <Socket> zum Lesen von Meldungen. Siehe Option -a.
-r Aktiviert den Empfang von Netzwerkmeldungen. Aus
Effizienz- und Stabilitätsgründen sollte man alle IPs,
von denen man Meldungen empfängt, in die Datei
Hostnamen für das Logfile zu bilden)
-s <Domains> <Domains> ist eine durch : getrennte Liste von Domains,
die vor dem Loggen von Hostnamen abgeschnitten werden.
Das ist in Verbindung mit -r hilfreich, da die FQDNs
(vollen Namen) viel Platz im Logfile wegnehmen, und die
Hostnamen meistens sowieso schon eindeutig sind. Hat
man einen host mail.selflinux.de und ein -s
selflinux.de, so wird der Hostname also als mail in den
Logdateien stehen.
-t Weitergeleitete Meldungen (siehe Option -h) sollen den
empfangenen Hostnamen enthalten, nicht den eigenen. Das
heißt also, der Hostname der Meldung wird nicht
verändert; diese können damit weiterhin eindeutig
zugeordnet werden.

Gültige Werte: siehe oben

Standardeinstellung: SYSLOGD_OPTIONS=''

START_ATD
Über diesen Parameter wird der Start vom atd Daemon eingeschaltet 'yes', 'no' schatet ihn ab.

Gültige Werte: yes, no

Standardeinstellung: START_ATD='no'

KEYMAP
Diese Variable ist für das Tastaturlayout zuständig.

Beispiel: 'de-latin1'

Standardeinstellung: KEYMAP='de-latin1'

POWEROFF
Gültige Werte: yes, no

Standardeinstellung: POWEROFF='yes'

POWEROFF_SMP
Gültige Werte: yes, no

Standardeinstellung: POWEROFF_SMP='no'

POWEROFF_REALMODE
Gültige Werte: yes, no

Standardeinstellung: POWEROFF_REALMODE='no'

MODULE_N
Diese Variable beschreibt die Anzahl der zusätzlichen Kernel-Module, die beim Systemstart geladen werden sollen.

Gültige Werte: Zahl

Standardeinstellung: MODULE_N='0'

MODULE_x
Dies ist der Name des x.ten zusätzlich Kernel-Moduls, welches beim Systemstart geladen werden soll.

Gültige Werte: Name des Kernel Moduls

Standardeinstellung: MODULE_x=''

MODULE_x_OPTION
Sollte das Module zusätzliche Parameter benötigen, so können diese hier eingetragen werden.

Gültige Werte: Modulspezifisch

Standardeinstellung: MODULE_x_OPTION=''

Edit environment configuration

Der Menüpunkt ,,Umgebungsvariablen bearbeiten`` öffnet die Konfigurationsdatei ,,environment``. Somit können die folgenden Einstellungen bearbeitet werden:

  1. Verwendung eines systemweiten Proxyservers
  2. Ein Kennwort zu diesem Proxyserver (falls erforderlich)
  3. Den Systemeditor (der unter anderem dazu dient die Konfigurationsdateien zu bearbeiten).
  4. Spracheinstellungen und Währungseinstellungen
  5. ...

EDITOR
Dieser Parameter stellt den Systemeditor ein. Dieser wird unter anderem zur Bearbeitung der Konfigurationsdateien verwendet.

Gültige Werte: 'joe' oder 'vi'

Standardeinstellung: EDITOR='joe'

PAGER
Dieser Parameter stellt das Systemanzeigeprogramm ein. Dieses wird unter anderem zur Anzeige der Paketdokumentationen verwendet.

Gültige Werte: 'less' oder 'more'

Standardeinstellung: PAGER='less'

MAX_BACKUP_CONFIG
Diese Variable definiert die Anzahl der ,,alten`` Konfigurationen, die im System archiviert werden.

Gültige Werte: Zahl

Standardeinstellung: MAX_BACKUP_CONFIG='10'

SCROLL
no: Zeigt Seiten zum Blättern, wenn die Liste zu lang ist. yes: Zeigt eine lange Liste zum Manuellen scrollen.

Gültige Werte: yes, no

Standardeinstellung: SCROLL='no'

HTTP_PROXY
Diese Variable beschreibt die Verwendung eines systemweiten Proxyservers.

Gültige Werte: '' (leer) oder 'http://proxy.lan.local:8080'

Standardeinstellung: HTTP_PROXY=''

HTTP_PROXY_USER
Falls der oben eingestellte Proxyserver eine Authentifizierung erfordert, so kann hier der Benutzername eingegben werden. (emtpy to disable auth)

Gültige Werte: Name

Standardeinstellung: HTTP_PROXY_USER=''

HTTP_PROXY_PASSWD
Falls der oben eingestellte Proxyserver eine Authentifizierung erfordert, so kann hier das Kennwort eingegeben werden.

Gültige Werte: Passwd

Standardeinstellung: HTTP_PROXY_PASSWD=''

LC_CTYPE
Gültige Werte: 'de_DE@euro'

Standardeinstellung: LC_CTYPE='de_DE@euro'

Advanced base/environment configuration file handling

Die erweiterten Behandlung der Konfigurationsdateien (engl. ACFH=Advanced configuration file handling) wird an einer anderen Stelle beschrieben. Daher soll hier nicht weiter darauf eingegangen werden.

Set eisfair configuration editor

Die Auswahl des Konfigurationseditors wird ausführlich an einer anderen Stelle beschrieben.

Set eisfair menu style

Hier kann der Stil des Menü eingestellt werden.

  1. Classic text style  
  2. Curses style  

Logfile view

Dieses Menü stellt die verschiedenen Logfiles da, die in der base config, Abschnitt 'Syslogd' angelegt wurden. Die Menge der Einträge ist also optinal.

  1. View messages  
  2. View older messages  
  3. View log.sudo  
  4. View older log.sudo  
  5. View antispam*.log  
  6. View older antispam*.log  
  7. View log.eis-install  
  8. View older log.eis-install  
  0. Exit  

Devices

Das Menü ,,Devices`` bietet Funktionen zur Verwaltung von Geräte an. Die einzelnen Menüpunkte sind:

  1. Format floppy disk  
  2. Mount floppy disk  
  3. Umount floppy disk  
  4. Mount CDROM  
  5. Umount CDROM  
  6. Mount USB device  
  7. Umount USB device  
  8. Mount status  
  0. Exit  

Die einzelnen Menüpunkte sollten selbsterklärend sein. Daher werden sie hier nicht näher beschrieben.

Filesystems

Dieses Menü dient zur Anzeige der Dateisysteme und ggf. zur Konvertierung von ext2 Dateisystemen zu ext3 Dateisystemen.

Die einzelnen Menüpunkte sind weitgehend selbsterklärend. Daher werden sie nicht weiter erläutert. Nur soviel sei hier angemerkt, daß das ext3 Dateisystem ein sogenanntes journaling filesystem ist und damit eine bessere Datensicherheit bei Systemabstürzen (zum Beispiel durch Stromausfall) gegeben ist.

  1. List filesystems  
  2. Convert ext2 filesystems to ext3  
  3. mdadm - RAID management - RAID verwalten  
  0. Exit  

Hardware diagnostics

  1. List integrated hardware  
  2. Update hardware database information  
  3. Autoload kernel modules  
  0. Exit  

Drivers administration

In dieser Sektion kann verschiedene Hardware konfiguriert werden, Die Einträge richten sich nach den installierten Paketen und ist somit optional.

  1. USB administration  
  2. CAPI administration  
  3. Conexant HSF softmodem  
  0. Exit  

Cron administration

Die Konfiguration von 'Cron' wird ausführlich an einer anderen Stelle beschrieben.

UpdateDB

  1. Viev documentation    
  2. Edit configuration    
  3. Run updatedb now    
  0. Exit    

Menü: Package Administration

In diesem Untermenü sind alle Punkte untergebracht, mithilfe derer man Pakete installieren kann.

ACHTUNG
Die Pakete (engl. Packages) werden direkt aus dem Internet geladen auf dem eisfair-Server installiert. Es ist kein Zwischenschritt über einen anderen Rechner erforderlich, auf dem dieses Paket konfiguriert wird. Die Konfiguration wird auf dem eisfair-Server direkt vorgenommen.


Das Menü bietet folgende Möglichkeiten:

  1. List installed packages - Installierte Pakete anzeigen  
  2. Install new package - Pakete browsen  
  3. Change URL for download - Download-URL ändern  
  4. Remove Package - Pakete löschen  
  5. Search packages with Pack-Eis - Pakete suchen auf Pack-Eis  
  0. Exit - Zurück ins Hauptmenü  

An dieser Stelle noch ein paar Worte zu der Aufteilung der Pakete. Das Installationsprogramm liest Übersichtsdateien (sie heißen gewöhnlich ,,eis-list.txt``), in der Angaben zu den einzelnen Paketen gemacht werden. Daneben können auch noch andere Übersichtsdateien auf anderen Paket-Server verlinkt sein. Daraus ergibt sich eine vorzügliche Möglichkeit, die komplette Paketstruktur dezentral zu organisieren, und die Entwicklung und Wartung auf bestimmte Personen zu delegieren, die ihrerseits ihr Aufgabengebiet weiter aufteilen können, indem sie wiederum andere Paket-Server verlinken.

Für das Aufbauen einer lokalen Mirrorhierarchie siehe auch im Anhang Aufbau eines Mirrors

Installierte Pakete anzeigen

Dieser Menüpunkt bietet keine weiteren Auswahlmöglichkeiten, sondern listet nur alle bereits installierten Pakete, ihre Versionsnummer und deren letztes Änderungsdatum auf. Mit ,,Enter`` kann diese Ansicht verlassen werden.

Pakete installieren

Hinter diesem Punkt verbergen sich die Funktionen zum Durchsuchen der eisfair-Paketstruktur. Hier im wird stets der Inhalt einer kompletten Übersichtsdatei angezeigt, bei der Defaulteinstellung ist die von eisfair.org. Eingestellt werden kann die URL dieser Seite über den Menüpunkt Download-URL ändern. Es besteht auch die Möglichkeit, eine bestimmte Übersichtsseite darstellen zu lassen, indem man einem Link von der aktuellen Seite folgt, die auf die gewünschte Übersichtsseite verweist.

  Available packages:

    1. i     1.0.0   EISFAIR base patch 10
    2. i     1.0.0   Apache web server and php 4
    3. -     1.0.0   EISFAIR NFS-client
    4. i     0.90.3  Tools (recommended)
    5. i     0.90.0  Perl interpreter
    6. n     1.0.1   Inet services (pure-ftpd & ssh, xinetd, telnet)
    7. i     0.92.0  Midnight Commander

    8. >     SCSI drivers
    9. >     Other package server sites

  last update 2002-04-25 22:06

? = unknown   - = not installed   n = New   o = Old   i = Installed   > = Link

Mit den einzelnen Nummern sind bestimmte Aktionen verbunden; entweder wird das Paket zur Installation ausgewählt und diese gestartet (siehe weiter unten), oder man folgt einem Link.

Die Zeichen (Status) nach den Zahlen haben folgende Bedeutung:

? Dieses Paket kann vom Setup-Programm nicht richtig eingeordnet werden.
Dieses Zeichen sollte nie auftreten.
- Dieses Paket ist noch nicht installiert.
n Auf dem Paketserver ist eine neuere Version vorhanden als auf dem eisfair-Server.
o Auf dem Paketserver ist einen ältere Version als auf dem Rechner.
i Dieses Paket ist in dieser Version bereits installiert.
> Diese Zeile bezeichnet einen Link auf eine andere Überssichtsseite.

Bezeichnet eine Zeile ein Paket, dann wird direkt nach dem Status die Versionsnummer des Paketes auf dem Server angezeigt, gefolgt vom Namen des Paketes.

Die Zeile ,,last update`` bezeichnet den Zeitpunkt, wann diese Übersichtsseite auf dem Server zuletzt geändert wurde.

ACHTUNG
Mit der Anwahl dieses Menüpunktes wird eine Verbindung zum Server, auf dem die eingestellte Übersichtsdatei liegt, hergestellt. Dies kann bedeuten, das eine Einwahl ins Internet stattfindet.


Installation eines Paketes

Wenn man im Menü ein Paket zum Download ausgewählt hat, werden auf eine Reihe von Informationen über das zu installierende Paket anzeigt.

Package: Mail service

  URL:       http://www.pack-eis.de/dl.php?l=11516/mail.tar.bz2

  Name:      mail
  Package:   Mail service
  Version:   1.10.6
  Date:      2011-09-17
  Space:     10 MB required
  Author:    Juergen Edner, juergen(at)eisfair(dot)org
  Status:    stable
  Section:   mail
  Mail Services

  ALTERMIME Version: 0.3.10     EXIM        Version: 4.76
  FETCHMAIL Version: 6.3.21     UW-IMAPD    Version: 2007f.404
  MAILX     Version: 8.1        UW-IPOP3D   Version: 2007f.104
  VACATION  Version: 1.2.7.0    UW-MAILUTIL Version: 2007f.13


This package requires the following libraries:

  libssl >= 1.2.14 - Library: OpenSSL


Install (y=yes, n=no, a=all)?

Hier kann man sich eine ausführliche Beschreibung des Paketes anschauen und sich informieren, ob das Paket die gewünschten Anforderungen erfüllt. Mit der Eingabe von ,,y`` kann die Installation fortgesetzt werden, mit der Eingabe von ,,n`` wird sie abgebrochen. Wenn das Paket weitere Pakete benötigt die aktualisiert werden müssen, wird dies zusätzlich angezeigt. Um alles ohne weitere Nachfrage zu installieren erfolgt dies durch Eingabe von ,,a``.

Wenn die Installation fortgesetzt werden soll, wird das Paket vom Paketserver heruntergeladen; dieser Vorgang wird angezeigt, auch ist eine ständige Fortschrittsanzeige verfügbar. Nachdem das Paket heruntergeladen wurde, wird es entpackt und installiert. Während der Installation können eine Reihe von Meldungen erscheinen (je nach Paket); diese Meldungen sollte man sich genau anschauen und eventuelle Fehlermeldungen aufschreiben, um sie dann dem Paketautor über die eisfair-Newsgroup mitzuteilen.

Nachdem das Paket installiert wurde, wird wieder erneut der Packagebrowser angezeigt.

Download-URL ändern

Mit diesem Menüpunkt kann direkt die Adresse einer anderen Übersichtsseite angegeben werden; dabei werden die 5 zuletzt benutzen Seiten in einer Liste gespeichert, die man direkt mit der Eingabe der entsprechenden Nummer anwählen kann, ohne die Adresse jedesmal angeben zu müssen. Die offizielle Download-Seite von eisfair erhält man bei der Eingabe von ,,S`` (wie Standard).

Pakete löschen

Durch Auswahl '4 Remove Package' erscheint eine Liste aller über das Installationsmenü installierten Programmpakete samt Versionsnummer und Erstelldatum.

Remove packages (only removeable packages are listed)

  1. a2ps                           1.4.0                    2008-05-18
  2. antispam                       1.9.0                    2010-09-21
  3. apache2                        1.4.5                    2010-09-13
  4. apache2_php5                   1.4.2                    2010-09-06
  5. apache2_webalizer              1.1.0                    2009-05-26
  6. apcupsd                        0.3.3                    2008-12-14
  7. archimap                       1.1.0                    2006-03-25
  8. avm_fritz-1_pci_2.6.32-eisfair 1.1.0                    2011-02-24
  9. avm_fritz_pci_2.4.26-1         1.3.1                    2007-02-18
 10. avm_fritz_pci_2.4.35-wt1       1.0.3                    2009-09-09
 11. avm_fritz_usb2x_2.4.35-wt1     1.0.1                    2008-04-04
 12. babel                          0.8.0                    2011-03-13
 13. bind9                          1.2.9                    2010-03-20
 14. capi                           1.10.3                   2011-06-18
 15. capi2text                      1.1.3                    2011-07-24
 16. certs                          1.2.2                    2011-09-11
 17. clamav                         1.2.20                   2011-06-29
 18. clearsilver                    0.4.0                    2010-02-27
 19. conexant_hsf_2.4.35-wt1        0.1.2                    2008-09-21
 20. detox                          0.3.0                    2009-02-28

Bei mehr als 18 installierten Paketen wird die Liste seitenweise fortgesetzt, dazwischen erhalten Sie eine Abfrage.

Use SHIFT + PAGE-UP to scroll up
Select (1-107, ENTER=Return, 0=Exit)?

Merken Sie sich die Nummer, die links von Ihrem zu deinstallierendem Paket steht. Auf der letzten Seite wird dann

Select package to remove (1-[x], ENTER=Return, 0=Exit)
angezeigt,wobei [x] mit der lokal installierten Paketezahl ersetzt wird.

Geben Sie hier nun die von oben gemerkte Nummer ein. Auf der Folgeseite wird noch einmal die Paketinformation (Name, Beschreibung, Version, Erstelldatum und Autor) ausgegeben, und am unteren Bildschirmrand

Remove package (y/n)?

abgefragt. Bei ,,N`` wird nach einer Bestätigung mittels ,,Enter`` wiederum die Deinstallations-Paketliste angezeigt. Bei ,,Y`` erscheinen je nach Paket mehr oder weniger Ausgaben der Deistallationsroutine.

Wenn das Script durchgelaufen ist, wird

Package [xx] removed.

ausgegeben, wobei statt [xx] der Paketname nochmals ausgegeben wird. Nach einer weiteren Abfrage wird mittels ,,Enter`` wieder die Deinstallations-Paketliste angezeigt. Falls sie keine weiteren Pakete löschen wollen, sollten Sie wieder durch alle Seiten mittels ENTER gehen, und auch auf der letzten dieses so bestätigen, um zum Untermenü 'Package Administration' zurückzukehren.

Pakete suchen auf Pack-Eis

Menü: Package Dokumentation

  1. View changes  
  2. View documentation  
  0. Exit  

Menü: Service Administration

Dieses Menü listet alle Pakete auf, die ihrerseits Menüs zur Verwaltung der Dienste anbieten, die in diesem Paket enthalten sind. Daher wird an dieser Stelle nur auf die Dokumentation der jeweiligen Pakete verwiesen.

Menü: User Administration

In diesem Menü sind die Funktionen untergebracht, die zur Benutzer- und Gruppenverwaltung nötig sind. Folgende Möglichkeiten stehen zu Auswahl:

  1. List users: Vorhandene Benutzer auflisten  
  2. Add a new user: Neuen Benutzer anlegen  
  3. Remove a user: Einen vorhandenen Benutzer löschen  
  4. Change password: Kennwort eines Benutzers ändern  
  5. Invalidate password: Kennwort eines Benutzers ungültig machen  
  6. List groups: Vorhandene Benutzergruppen auflisten  
  7. Add a new group: Neue Benutzergruppe anlegen  
  8. Remove a group: Eine vorhandene Benutzergruppe löschen  
  9. Change group of user: Gruppenzugehörigkeit eines Benutzes ändern  
  10. Show additional groups of user: Zusätzliche Gruppen anzeigen, denen ein Benutzer angehört  
  11. Add user to additional group: Benutzer zu einer zusätzlichen Gruppe hinzufügen  
  12. Remove user from additional group: Benutzer als einer zusätzlichen Gruppe entfernen  
  0. Exit  

Da die meisten Punkte für sich sprechen werde ich sie nicht näher erläutern. Nur noch einige Anmerkungen:

  1. Wenn ein neuer Benutzer mit ,,Add a new user`` angelegt wird, dann wird dieser standardmäßig der Gruppe ,,users`` zugeordnet. Die Gruppenzugehörigkeit kann man anschließend mit ,,Change group of user`` ändern.
  2. Bei der Funktion ,,Remove a user`` kann man auch das Home-Verzeichnis des Benutzers (/home/$benutzer) löschen. Falls sich noch Dateien darin befinden werden diese ebenfalls gelöscht.
  3. Eine Gruppe kann man nur löschen, falls sich keine Benutzer mehr in ihr befinden. Das bedeutet, daß man die zugehörigen Benutzer vorher löschen oder einer anderen Gruppe zuordnen muss.

ACFH Advanced configuration file handling

Viele Pakete enthalten eine umfangreiche Konfigurationsdatei. Durch falsche Parameter können gerade bei großen Konfigurationsdateien Fehler einschleichen, die nicht so einfach zu finden sind. Die erweiterten Funktionen für die Konfigurationsdateien (engl. ACFH) bietet hier Abhilfe. Folgende Aktionen stehen zur Auswahl:

  1. Restore configuration file from default directory  
  2. Restore configuration file from backup directory  
  3. Backup configuration file to backup directory  
  4. Show difference between current and default configuration  
  5. Show difference between current and a backup configuration  
  6. Show difference between default and a backup configuration  
  7. Show difference between two backup configurations  
  0. Exit  

Der Konfigurationseditor

Zur Bearbeitung der Konfiguration eines eisfair-Paketes wird dessen Konfigurationsdatei in einen Editor geladen und kann dort geändert werden. Dies geschieht immer dann, wenn ein Eintrag aus dem Setup-Menü ausgewählt wird, der mit ``Edit Configuration'' o. Ä. beschriftet ist.

Bislang kamen hier Texteditoren wie 'joe' oder 'vi' zum Einsatz. Es gibt dazu eine speziell für eisfair entwickelte Alternative: ``eisfair configuration editor'' (kurz ece). Das Programm übernimmt die Verwaltung der Konfigurationsdatei, prüft Eingaben und stellt eine kontextsensitive Hilfe zur Verfügung. Voraussetzung dafür ist aber eine fehlerfreie Vorlage der Konfigurationsdateien des jeweiligen Paketes, die vom Paketentwickler zur Verfügung gestellt werden. Ist dies nicht der Fall, so wird beim Aufruf des Programms eine entsprechende Fehlermeldung ausgegeben und anschließend wird, wie bisher, die Konfiguration in einen Texteditor geladen.

Natürlich bleibt noch immer die Wahl, einen anderen Editor an Stelle von ece zu verwenden. Die Einstellung dazu ist ganz bequem über das Setup-Menü zu erreichen, indem man 'setup' aufruft und dann den Unterpunkt ``eisfair configuration editor'' im Menü ``System Administration'' wählt. Unabhängig von dieser Einstellung gibt es zudem die Möglichkeit das Paket ''WebConf'' auf dem eisfair-Server zu installieren und die Konfiguration des Systems über einen Web-Browser vorzunehmen.

Nach dem Programmstart werden die Optionen des jeweiligen Paketes in einer Liste untereinander dargestellt und können mit einer farblich unterlegten Markierung ausgewählt werden. Um einen markierten Wert zu ändern wird die Enter-Taste gedrückt, worauf sich ein Eingabefenster öffnet. Lediglich bei Werten, die die Wahl zwischen ''Yes'' und ''No'' geben, wird der Wert beim Drücken der Enter-Taste geändert, ohne dass zuvor eine Eingabe vorgenommen werden muss. Nach einer erfolgten Eingabe wird das Eingabefenster mit der Schaltfläche ''Ok'' bzw. durch erneutes Drücken der Enter-Taste geschlossen.

Ist der Wert im Eingabefeld ungültig (z.B. weil er außerhalb des Wertebereichs liegt), dann wird beim Schließen des Fensters eine Fehlermeldung angezeigt und der Anwender erhält erneut die Möglichkeit seine Eingabe zu korrigieren.

Gelegentlich kommt es vor, dass nicht alle verfügbaren Optionen einer Paketkonfiguration angezeigt werden. Dies liegt daran, dass manche Einstellungsmöglichkeiten verborgen bleiben, wenn sie durch die Einstellung einer anderen Option wirkungslos sind.

Hilfe

Durch Drücken der ''F1''-Taste wird im unteren Bereich der Ansicht ein Hilfetext zum gerade ausgewählten Wert angezeigt. Ein erneutes Drücken der ''F1''-Taste verbirgt den Text wieder.

Mit Hilfe der Tab-Taste kann die Tastatureingabe auf den unteren Bereich der Ansicht umgeschaltet werden, um z.B. den Hilfetext vertikal rollen zu lassen, falls er nicht vollständig in die Ansicht passt.

Wird an Stelle eines Textes die Meldung ''no help available'' angezeigt, dann hat der Paketentwickler für diese Option keinen Hilfetext zur Verfügung gestellt. In diesem Fall steht natürlich noch immer die Dokumentation des Paketes zur Verfügung.

Speichern

Durch Drücken der ''F2'' Taste oder beim Beenden des Programms (auf Nachfrage) wird die veränderte Konfiguration abgespeichert. Dabei werden alle Einstellungen auf Ihre Gültigkeit hin geprüft und nur wenn diese Prüfung erfolgreich ist, wird die alte Konfigurationsdatei überschrieben.

Mögliche Probleme

A: Die Hintergründe der Fenster werden unter Putty nicht in der richtigen Farbe dargestellt:

Lösung: Wählen Sie in den Einstellungen von Putty die Option ''Use background colour to erase screen'' aus.

B: Ich erhalten nur seltsame Sonderzeichen anstelle von Linien:

Ursache: Der Zeichensatz Ihres Terminals wird falsch übersetzt oder das Terminal kann die Zeichen nicht darstellen.

C: Ich will grundsätzlich keine farbige Darstellung im Konfigurationseditor!

Lösung: In der Datei unter '/etc/menu.conf' den Wert ''USE_COLORS'' auf ''No'' stellen.

Die Webkonfiguration

Christian Würdig hat ein Paket zur Konfiguration eines eisfair-Servers über den Browser geschrieben; dieses Paket wird über das Setup-Programm installiert, und bringt einen eigenen Webserver mit, so das kein extra Webserver dafür erforderlich ist. Dieses Paket befindet sich noch in der Entwicklung. Es sind noch nicht alle Funktionen des Setup-Programmes implementiert. Für die Webkonfiguration ist eine entsprechende Vorbereitung der jeweiligen Pakete erforderlich; ohne die entsprechende Vorbereitung des Paketautors wird das Paket nicht vollständig von der Webkonfiguration unterstützt.

Yves Schumann 2011-11-27