Unterabschnitte

Administration des eisfair-Servers

Zugriff auf den Server

In den folgenden Abschnitten werden verschiedene Möglichkeiten des Zugriffs auf den Server beschrieben.

Zugriff über echte Konsole

Beim Zugriff mit einer 'echten Konsole' wird mit direkt am Server angeschlossener Tastatur und Monitor gearbeitet. Diese Art und Weise ist die ursprünglichste Form der Serveradministration und wird hauptsächlich bei der Installation verwendet. Vorteil dieser Methode ist, dass man wirklich 'pur' an der Maschine ist, sich also keine Gedanken um Terminalemulation oder Zeichensätze machen muss. Ein Nachteil ist die Größenbeschränkung der sichtbaren Konsole, welche 80x24 Zeichen beträgt. Ist im Rechner eine Grafikkarte mit VESA-Unterstützung eingebaut, lässt sich diese Größenbeschränkung aufheben, indem man die Konsole im Framebuffer-Modus betreibt. Die aktuellen eisfair-Kernel haben die Unterstützung dafür eingebaut und können mit entsprechenden Optionen geladen werden. Bei eisfair-1 ist dazu eine Anpassung der Datei /etc/lilo.conf und ein anschließendes Ausführen von /sbin/lilo nötig. Bei eisfair-2 muss die Datei /boot/grub/menu.lst angepasst werden. In beiden Fällen heißt die Option vga und die Parameter sind Tabelle 3.1 zu entnehmen.


Tabelle 3.1: Parameter für Kernel-Option 'vga'
   640x480 800x600 1024x768 1280x1024  
 256 769 771 773 775  
 32k 784 787 790 793  
 64k 785 788 791 794  
 16M 786 789 792 795  
            


In der Regel steht der Server nach der Installation an einem Ort, wo er nicht durch seinen Platzbedarf oder seinen Lärmpegel stört. In vielen Fällen ist dort dann auch weder Tastatur noch Monitor angeschlossen. Dennoch muss der Server administriert werden können, was durch eine der folgenden Möglichkeiten gemacht werden kann.

Zugriff mit PuTTY

PuTTY ist ein freies Terminal Programm für die Windows Betriebssysteme. Die jeweils aktuelle Version ist unter dem URL http://www.chiark.greenend.org.uk/~sgtatham/putty/ zu finden. Einer der großen Vorteile von PuTTY ist, dass die Größe der Konsole lediglich durch die verwendete Bildschirmauflösung und Schriftart begrenzt wird. Auf den heute üblichen Monitoren sind damit weitaus größere Konsolen als 80x24 möglich.

Bei PuTTY können sehr viele Einstellungen modifiziert werden, wobei die meisten jedoch in ihrer Default-Einstellung ausreichend sind. Wichtig ist jedoch die Zeichenkodierung, um im PuTTY-Fenster keine verstümmelten Zeichen zu erhalten und alle Tasten des Keyboards korrekt verwenden zu können. Für eine funktionierende Zeichenkodierung muss in der PuTTY Konfiguration der Terminal-type string auf den Eintrag 'putty' geändert werden.

Abbildung: Terminal string
Image putty-terminal-type-string

Anschließend sollten alle Tasten wie erwartet funktionieren.

Ob wirklich die gewünschte Emulation vorhanden ist, lässt sich wie folgt überprüfen:



 login as: user
 user@eis.mein.lan's password:
 Last login: Tue Feb 9 22:02:08 2010 from xxx.mein.lan 

 Welcome to eisfair!
 base     : 1.6.4
 eiskernel: 1.18.0 (2.4.35-wt1)

 user@eis:-> su - root
 Password:

 Welcome to eisfair!
 base     : 1.6.4
 eiskernel: 1.18.0 (2.4.35-wt1)

 eis # echo $TERM
 putty
 eis #
            


Key-Login mit PuTTY

In den folgenden Abschnitten wird beschrieben, wie der automatische Login als root mit ssh-Key und PuTTY eingerichtet wird. Es ist zu beachten, dass unter eisfair-1 das Paket 'inet' benötigt wird. Unter eisfair-2 ist ssh bereits in der Basis- Installation enthalten.

  1. Keypair erzeugen

    Für den automatischen Login muss im ersten Schritt ein Schlüsselpaar erzeugt werden. Dafür meldet man sich wie in einem der vorherigen Kapitel beschrieben beim Server an, so dass man die normale Konsole vor sich hat. Nun wird mit dem Befehl 'ssh-keygen' der Schlüssel erzeugt. Der Befehl fragt daraufhin, unter welchem Namen der Schlüssel abgelegt werden soll. Der Vorschlag kann prinzipiell durch einen Druck auf 'Enter' übernommen werden. Es macht sich jedoch auch Sinn, dem Schlüssel bspw. im Namen das Datum der Erzeugung mitzugeben. So können die Keys später bspw. in einem verschlüsselten Container auf einem USB-Stick mitgenommen werden und man behält den Überblick über das Alter der Keys. Weiterhin wird eine Passphrase für den Schlüssel verlangt. Hier muss man für sich selbst entscheiden, ob man dem Key eine Passphrase gibt oder durch direkten Druck auf 'Enter' einen Schlüssel ohne Passwort erstellt. Der folgende Screenshot zeigt das Anlegen des Keys:

    Anlegen des Schlüsselpaares


    
     eis # ssh-keygen
     Generating public/private rsa key pair.
     Enter file in which to save the key (/root/.ssh/id_rsa): /root/.ssh/2010-02-15_id_rsa
     Enter passphrase (empty for no passphrase):
     Enter same passphrase again:
     Your identification has been saved in /root/.ssh/2010-02-15_id_rsa.
     Your public key has been saved in /root/.ssh/2010-02-15_id_rsa.pub.
     The key fingerprint is:
     13:f3:b6:6a:21:42:a7:c1:5c:3f:5c:cd:1c:22:e2:dd root@eis
     eis #
                


  2. Verwendung des Public Key für User root aktivieren

    Damit der soeben erzeugte Schlüssel vom User root für den automatischen Login verwendet werden kann, muss dieser nun in der ssh-Konfiguration eingetragen werden. Dazu wird 'setup' gestart und zur ssh-Konfiguration navigiert. Unter eisfair-1 findet man diese Konfiguration unter folgendem Pfad:

    Abbildung: ssh-Setup unter eisfair-1
    Image putty-sshkey-setup02

    Unter eisfair-2 ist die ssh-Konfiguration hier zu finden:

    Abbildung: ssh-Setup unter eisfair-2
    Image putty-sshkey-setup03

    In der Konfiguration muss nun der Zähler für die Anzahl der zu verwendenden ssh-Keys 'SSH_PUBLIC_KEY_N' um eins erhöht und in der daraufhin sichtbar werdenden Variable 'SSH_PUBLIC_KEY_1' der Schlüssel mit seinem vollen Pfad eingetragen werden. Wichtig: Es muss der Public-Key eingetragen werden, also der im vorherigen Schritt erzeugte Schlüssel mit vollem Pfad sowie der Erweiterung '.pub'. Der folgende Screenshot zeigt genau diesen Schritt:

    Abbildung: Eintragen des Public-Key
    Image putty-sshkey-setup04

    Wird die Konfiguration nun gespeichert und aktiviert, so wird der angegebene Public-Key in die Datei 'root/.ssh/authorized_keys' eingetragen.

    Achtung: Beim Aktivieren der Konfiguration wird authorized_keys neu generiert! Wurde bereits ein Schlüssel von Hand eingetragen, so ist dieser Eintrag nicht mehr vorhanden. Es müssen alle zu verwendenden Private-Keys über das Setup konfiguriert werden.

    Damit ist die Konfiguration auf Seiten des Servers abgeschlossen. Wenn später alles funktioniert folgt noch ein separater Schritt zur weiteren Absicherung des Servers.

  3. Private Key auf Windows-Rechner kopieren

    Damit der erzeugte Schlüssel in PuTTY verwendet werden kann, muss er nun auf die Windows-Maschine kopiert werden. Dazu eignet sich ein scp-Tool wie bspw. WinSCP von http://winscp.org/ hervorragend.

    Hinweiss: Der im folgenden erzeugte PuTTY-Schlüssel lässt sich auch mit WinSCP verwenden!

    Es muss nun also der private Schlüssel auf die Windows-Maschine kopiert werden. Um beim obigen Beispiel zu bleiben also die Datei 'root/.ssh/2010-02-15_id_rsa':

    Abbildung: Private-Key auf Windows-Maschine kopieren
    Image putty-sshkey-setup05

  4. Key in PuTTY-Format umwandeln

    Der private Schlüssel liegt in einem Format vor, welches PuTTY nicht direkt verwenden kann. Aus diesem Grund muss der Schlüssel in das PuTTY-Format konvertiert werden. Das ist mit dem Tool 'PuTTYgen' sehr einfach. PuTTYgen ist Bestandteil der PuTTY-Suite und wird beim Installieren des PuTTY-Gesamtpaketes per Default mit installiert.

    Nach dem Start von PuTTYgen wird der vom eisfair Server heruntergeladene private Schlüssel durch einen Klick auf 'Load' geladen:

    Abbildung: Die Oberfläche von PuTTYgen
    Image putty-sshkey-setup06

    Es ist zu beachten, dass der Typ der aufgelisteten Dateien auf 'All Files (*.*)' gestellt werden muss, damit der private Schlüssel im Load-Dialog angezeigt wird:

    Abbildung: Laden des Schlüssels in PuTTYgen
    Image putty-sshkey-setup07

    Wenn beim Erzeugen des Schlüssels eine Passphrase vergeben wurde, erfragt PuTTYgen diese nun. Nachdem der Schlüssel geladen wurde, sollte PuTTYgen eine Meldung zum erfolgreichen Import des Schlüssels zeigen:

    Abbildung: Schlüssel in PuTTYgen importiert
    Image putty-sshkey-setup08

    Nun muss der Schlüssel mit PuTTYgen gespeichert werden, damit er im PuTTY-Format vorliegt. Durch einen Klick auf 'Save private key' öffnet sich der entsprechende Dialog, in welchem man dem aktuellen Dateinamen auswählt und um die Endung '.ppk' ergänzt. PuTTYgen macht das leider nicht selbst. Enthält der Schlüssel keine Passphrase erscheint noch eine entsprechende Sicherheitsabfrage. Auch hier muss jeder wieder für sich entscheiden, ob er den Schlüssel mit einem Passwort versehen möchte oder nicht.

    Abbildung: Private-Key im PuTTY-Format speichern
    Image putty-sshkey-setup09

    Damit ist die Konvertierung des Schlüssels abgeschlossen und PuTTYgen kann beendet werden.

    Auf der Windows-Maschine liegt nun der private Schlüssel in zwei verschiedenen Formen vor: Einmal im ursprünglichen Format wie er auf dem Server generiert wurde und einmal im PuTTY-Format:

    Abbildung: Private-Key Dateien auf Windows-Seite
    Image putty-sshkey-setup10

  5. Key in PuTTY einbinden

    Neben den zu Begin des PuTTY-Abschnittes beschriebenen Einstellungen muss der Schlüssel nun in PuTTY eingebunden werden. Hier wird zunächst die direkte Integration in eine Session-Konfiguration beschrieben.

    Der Schlüssel wurde für den User 'root' erzeugt. Damit der zu verwendende User beim Aufbau einer Verbindung nicht eingetippt werden muss, kann dieser in PuTTY unter Connection - Data - Auto-login username angegeben werden:

    Abbildung: Login Username konfigurieren
    Image putty-sshkey-setup11

    Der private Schlüssel wird unter Connection - SSH - Auth ausgewählt:

    Abbildung: Private-Key einbinden
    Image putty-sshkey-setup12
    Abbildung: Private-Key auswählen
    Image putty-sshkey-setup13

    Damit ist der Schlüssel eingebunden und die Session-Konfiguration kann unter der Kategorie 'Session' gespeichert werden. Damit ist die Konfiguration für die spätere Verwendung gesichert.

    Mit einem Klick auf 'Open' stellt PuTTY die Verbindung zum Server unter Verwendung des konfigurierten Usernamens sowie Private-Keys her. Beim ersten Verbindungsaufbau dieser Art kennt PuTTY den Server noch nicht und zeigt den folgenden Dialog:

    Abbildung: Neuer bzw. unbekannter Host
    Image putty-sshkey-setup14

    Hintergrund dieser Meldung ist, dass der Host (also der eisfair-Server) PuTTY noch nicht bekannt ist. Mit dem Klick auf 'Ja' wird die Identifizierung des Hosts in die Registry eingetragen und PuTTY 'kennt' diese Maschine in Zukunft. Diese Meldung sollte in Zukunft nicht mehr angezeigt werden, da sich der Fingerprint eines Hosts i.d.R. nur bei einer Neuinstallation ändert. Damit kann bspw. auch festgestellt werden, wenn man eine Verbindung zur falschen Maschine aufbaut, bspw. ein anderer Server welcher die gleiche IP verwendet, während der 'echte' Server offline ist.

    Wenn der Login erfolgreich war, präsentiert sich der eisfair-Server bspw. in folgender Form:

    Login mit ssh-Key


    
     Using username "root".
     Authenticating with public key "imported-openssh-key"
     Last login: Tue Feb 16 00:07:30 2010 from xxx.mein.lan
    
     Welcome to eisfair!
     base     : 1.6.4
     eiskernel: 1.18.0 (2.4.35-wt1)
    
     eis #
                


  6. Passwort-Login für root unterbinden

    Wenn bis hierhin alles funktioniert, kann der root-Login unter Verwendung eines Passwortes deaktiviert werden. Damit wird unterbunden, dass sich der Superuser 'root' direkt per ssh auf den Server einloggen kann. Diese Massnahme erhöht die Sicherheit des Servers und sollte bei aus dem Internet erreichbaren Server dringend angewandt werden.

    Achtung: Dieser Schritt sollte aber nur dann gemacht werden, wenn einerseits der Key-Login sauber funktioniert und andererseits ein normaler User konfiguriert wurde, über den man sich auf den Server einloggen kann. Ansonsten besteht die Gefahr, dass man sich selbst aussperrt und das nur unter Verwendeung der 'echten Konsole' wieder korrigieren kann.

    Der Passwort-Login für den User root wird in der ssh-Konfiguration abgeschaltet, indem unter 'SSH_PERMITROOTLOGIN' die Einstellung 'without-password' ausgewählt wird:

    Abbildung: root-Login mit Passwort deaktivieren
    Image putty-sshkey-setup16

    Wird diese Einstellung aktiviert, kann sich der User 'root' nicht mehr mit Username und Passwort einloggen, sondern nur noch unter Verwendung des Key-Files. Natürlich besteht weiterhin die Möglichkeit, sich als normaler User anzumelden und dann mit dem Kommando

    su -

    zum Superuser 'root' zu machen.

Zugriff mit SSH

Das Setup-Programm

Das Setup-Programm ist die zentrale Anlaufstelle, wenn es um die Wartung, Einrichtung und Konfiguration des eisfair-Servers geht. Es unterstützt im Moment folgende Features:

Gestartet werden kann das Setup-Programm über die folgenden 2 Arten:

Das Setup-Programm wird über die Eingabe von Zahlen gesteuert, wobei jederzeit ersichtlich ist, welcher Zahl welche Funktion zugeordnet ist. Mit der ,,0`` (Null) verläßt man das Konfigurationsmenü komplett.

Das Hauptmenü

Das Hauptmenü erscheint direkt nach dem Start des Setup-Programmes. Mit den angegebenen Nummern können folgende Untermenüpunkte erreicht werden:
1
System administration - Verwaltung des Systems
2
Package administration - Verwaltung von Paketen
4
Service administration - Verwaltung der installierten Dienste
5
User administration - Verwaltung von Benutzern und Gruppen
0
Exit

Mit dem Menüpunkt ,,Exit`` wird das Setup-Programm beendet. Die einzelnen Untermenüs sind im weiteren beschrieben.

Untermenü: System Administration

Das Menü bietet folgende Möglichkeiten:

1
Base configuration - Grundeinstellungen verwalten
2
Devices - Geräte verwalten
3
Filesystems - Dateisystem ändern
0
EXIT

Menü: Edit base configuration

Dieses Menü dient zur Verwaltung der Grundeinstellungen des eisfair-Servers. Das Untermenü bietet folgende Optionen:

1
Edit base configuration - Grundeinstellungen bearbeiten
2
Edit environment configuration - Umgebungsvariablen bearbeiten
3
Advanced base configuration file handling - Erweiterte Funktionen für die Grundeinstellungen
4
Advanced environment configuration file handling - Erweiterte Funktionen für die Umgebungsvariablen
5
Set eisfair configuration editor - Festlegung des Konfigurationseditors
0
Exit - Zurück ins Hauptmenü

Die erweiterten Behandlung der Konfigurationsdateien (engl. ACFH=Advanced configuration file handling) wird an einer anderen Stelle beschrieben. Daher soll hier nicht weiter darauf eingegangen werden.

Die Auswahl des Konfigurationseditors wird ebenfalls ausführlich an einer anderen Stelle beschrieben.

Menü: Base configuration

Der Menüpunkt ,,Grundeinstellungen bearbeiten`` öffnet die Konfigurationsdatei ,,base``. In dieser Datei werden folgende Einstellungen definiert:

  1. Treiber für die Netzwerkkarte
  2. Netzwerkeinstellungen
  3. DNS Einstellungen
  4. Aufruf zusätzlicher Treiber beim Booten (z.B. SCSI)
  5. Systemaufzeichnungen (SYSLOG)
  6. ...

Die Parameter der Grundkonfiguration im Einzelnen:

HOSTNAME
Als erstes sollte man seinem eisfair-Server einen Namen geben. Im Beispiel ist dies ,,eis``. Dieser Name muß nicht unbedingt im DNS aufgelöst werden können (wenn man keinen eigenen DNS-Server hat).

ETH_DRV_N
Anzahl der benötigten Netzwerkkarten-Treiber.

In der Regel wird nur eine Netzwerkkarte verwendet, daher ist der Standard-Wert also 1.

Sollen jedoch mehr als eine Netzwerkkarte zum Einsatz kommen, muß man zwei Fälle unterscheiden:

  1. Beide Karten sind vom gleichen Typ. Dann muß nur ein Treiber geladen werden, der dann beide Karten anspricht, also ETH_DRV_N='1'.

  2. Es werden zwei verschiedene Karten verwendet, dann muß man hier '2' angeben und den Treiber für die zweite Karte angeben.

Es können auch Token-Ring-Karten eingesetzt werden. Für diese gilt im folgenden dasselbe wie für Ethernetkarten.

ETH_DRV_x ETH_DRV_x_OPTION
Benötigter Netzwerkkarten-Treiber

über die Variable ETH_DRV_1 wird standardmäßig der Treiber für eine NE2000-kompatible Netzwerkkarte geladen. Weitere verfügbare Treiber für eine große Anzahl von Netzwerkkartenfamilien sind bereits in der Beispiel-Datei eingetragen.

Bei einigen Treibern, wie z.B. für die SMC-Karte WD8013, müssen zwei Treiber geladen werden: ,,8390`` und ,,wd``. Für diese Karten sind bereits diese Treiber-Pärchen in der Beispiel-Datei vorgegeben, so daß man sie nur noch auskommentieren muß.

Bei manchen ISA-Karten braucht der Treiber zusätzliche Informationen, um die Karte zu finden, z.B. die I/O-Adresse. Bei NE2000-kompatiblen ISA-Karten und bei der EtherExpress16 ist dies zum Beispiel der Fall.

Hier ist z.B.

ETH_DRV_x_OPTION=`io=0x340'

zu setzen (oder der entsprechende numerische Wert).

Ist keine Option nötig, kann die Variable leer gelassen werden.

Sind mehrere Optionen nötig, sind diese durch Leerzeichen zu trennen, z.B.

ETH_DRV_x_OPTION=`irq=9 io=0x340'

Werden zwei identische Netzwerkkarten verwendet, z.B. NE2000-ISA-Karten oder 3c509-Karten, müssen die verschiedenen I/O-Werte durch Komma getrennt werden, also

ETH_DRV_x_OPTION=`io=0x240,0x300'

Die beiden IO-Werte müssen durch Komma ohne Blank getrennt werden!

Dieses funktioniert nicht bei allen Netzwerkkarten-Treibern. Einige muß man auch doppelt laden, also dannETH_DRV_N`'2'. In diesem Fall müssen aber mit der Option ,,-o`` verschiedene Namen vergeben werden, z.B.

ETH_DRV_N='2'
ETH_DRV_1='3c503'
ETH_DRV_1_OPTION='-o 3c503-0 io=0x280'
ETH_DRV_2='3c503'
ETH_DRV_2_OPTION='-o 3c503-1 io=0x300'

Tipp: erst die Komma-Methode ausprobieren, danach das mehrfache Laden mit Option ,,-o`` versuchen.

ACHTUNG
Wer zwei NE-Clones verwendet, und zwar jeweils eine ISA- und eine PCI-Karte, muß für die ISA-Karte zusätzlich 'probe_pci=0' als Option angeben, also zum Beispiel:





ETH_DRV_1_OPTION='io=0x240 probe_pci=0'


Wer mit 2 Netzwerkkarten Erfahrungen gesammelt hat, kann mir diese gerne mitteilen. Ich werde sie dann in die Dokumentation einfließen lassen.

Siehe auch die Liste aller unterstützten Netzwerkkarten.

Liste aller unterstützten Netzwerkkarten

ETH_DRV_x Kartenfamilie
'3c505' 3COM Etherlink Plus (3c505)
'3c507' 3COM Etherlink 16 (3c507)
'3c509' 3COM EtherLinkIII (3c509)
'3c515' 3COM EtherLink XL ISA (3c515)
'3c59x' 3COM Vortex/Boomerang 3c59x,3c900,3c905
'82596' Apricot Xen-II on board Ethernet
'3c503' 3COM EtherLinkII (3c503)
'cs89x0' CRYSTAL LAN CS8900/CS8920
'e2100' Cabletron E21xx ISA
'hp' HP PCLAN (27245, 27xxx) ISA
'hp-plus' HP PCLAN+ (27247B and 27252A) ISA
'ne' NE2000 ISA clone
'ne2k-pci' NE2000 PCI clone
'smc-ultra' SMC ULTRA
'wd' SMC WD80*3
'at1700' AT1700 (Fujitsu 86965) ISA
'de4x5' Digital DE425, DE434, DE435, DE450, DE500
'depca' DEPCA, DE10x, DE200, DE201, DE202, DE422
'dgrs' Digi International RightSwitch PCI/EISA
'dmfe' DM9102 compatible PCI cards from Davicom
'elp486' Intel Professional Workstation/panther 82596
'eepro' Intel EtherExpress Pro/10
'eepro100' Intel EtherExpressPro PCI 10+/100B/100+
'eexpress' EtherExpress16 ISA
'epic100' SMC EPIC/100 (EtherPower II) PCI
'eth16i' ICL EtherTeam 16i/32
'ewrk3' EtherWORKS 3 ISA (DE203, DE204, DE205)
'hp100' HP 10/100VG PCLAN (ISA, EISA, PCI)
'lance' AMD LANCE and PCnet (AT1500, NE2100) ISA
'old_tulip' Old DECchip Tulip (dc21x4x) PCI
'pcnet32' AMD PCI PCnet32
'rtl8139' RealTek 8129/8139 (not 8019/8029!) PCI
'sis900' SiS 900/7016
'tlan' TI ThunderLAN (Compaq Netelligent ...)
'tulip' DECchip Tulip (dc21x4x) PCI
'via-rhine' VIA Rhine PCI (3043, VT86c100A, dfe-530tx)
'lanstreamer' Token Ring: IBM Auto LANStreamer PCI Adapter
'olympic' Token Ring: IBM cards (Pit/Pit-Phy/Olympic)
'ibmtr' Token Ring: IBM 16/4
'8390 pcnet_cs' PCMCIA: NS8390-based cards (NE2000, DLINK etc)
'3c574_cs' PCMCIA: 3Com 574
'3c575_cs' PCMCIA: 3Com 575
'3c589_cs' PCMCIA: 3Com 589
'airo' PCMCIA: Airo 4500 & 4800 series cards
'airo_cs' PCMCIA: Airo 4500 & 4800 series cards
'eepro100_cb' PCMCIA: EtherExpress Pro 100
'epic_cb' PCMCIA: SMC 83c170 EPIC/100
'ibmtr_cs' PCMCIA: IBM Token Ring
'netwave_cs' PCMCIA: Netwave AirSurfer Wireless LAN
'nmclan_cs' PCMCIA: New Media Ethernet LAN
'ray_cs' PCMCIA: Raylink wireless cards
'smc91c92_cs' PCMCIA: SMC91c92-based cards
'tulip_cb' PCMCIA: DEC 21040-family cards
'wavelan_cs' PCMCIA: Wavelan
'wavelan2_cs' PCMCIA: WaveLAN2
'wvlan_cs' PCMCIA: Lucent WaveLAN/IEEE 802.11
'xirc2ps_cs' PCMCIA: Xircom: CE2, CEM28, CEM33, or CE3
'wl24_cs' PCMCIA: ELSA Airlancer MC-2
'cs89x0_cs' PCMCIA: IBM EtherJet Ethernet Adapter
'orinoco_cs' PCMCIA: Orinoco Based WLAN Cards (NEW)
'axnet_cs' PCMCIA: Asix AX88190 Fast Ethernet (NEW)
'realtek_cb' PCMCIA: Realtek 8139 Based PCMCIA
  Cards (D-Link DFE-690TXD) (NEW)
'xircce_cs' PCMCIA: Xircom CreditCard Ethernet CE-10 (NEW)
   

Hinweis
Auf der eisfair-Homepage befindet sich eine Liste von Netzwerkkarten mit Tipps zur Einbindung in ein eisfair bzw. fli4l System.


IP_ETH_N
Anzahl der Ethernet- oder Token-Ring-Netzwerkkarten, die an das IP-Protokoll gebunden werden sollen. Im Normalfall also '1'.

IP_ETH_x_NAME
Optional: Interface-Name der Ethernetkarte.

Normalerweise wird der Interface-Name (auch Device-Name) des Rechners automatisch gesetzt, nämlich in der Reihenfolge 'eth0', 'eth1' usw. In einzelnen Fällen, wenn z.B. IP-Aliasing (mehrere IP-Adressen auf einer Netzwerkkarte) genutzt werden soll, ist die manuelle Vergabe der Interface-Namen sinnvoll. Sonst lässt man die Variable einfach leer.

ACHTUNG
Das Füllen dieser Variablen kann zu Fehlern führen! Im Zweifel ist diese Variable leer zu lassen.


Beispiel:

IP_ETH_1_NAME='eth0'
IP_ETH_2_NAME='eth0:0'
Standard-Einstellung: IP_ETH_1_NAME=''

IP_ETH_x_IPADDR
Die IP-Adresse der x'ten Netzwerkkarte im eisfair-Server. Im Beispiel ist dies '192.168.6.254'.

IP_ETH_x_NETWORK
Die Netzwerkadresse. Dieses ist bei Class-C-Netzen gleich der IP-Adresse der Karte, jedoch mit letztem Octett = 0. Bei anderen Netzen/Netmask entsprechend.

Regel:

ip-adress BITWISE-AND netmask = network

Beispiel:

192.168.6.55 BITWISE-AND 255.255.255.0 = 192.168.6.0

IP_ETH_x_NETMASK
Konfiguriert die Netzwerkmaske für das Netz. Der Wert in der Beispiel-Datei gilt für ein Class-C-Netz und braucht z.B. für Netze der Form 192.168.X.0 normalerweise nicht geändert werden.

IP_DEFAULT_GATEWAY
Hier wird die LAN-IP-Adresse des Standard-Gateways eingetragen. Da die eisfair-Installation über das Internet erfolgt, muß das LAN eine funktionsfähige Verbindung zum Internet haben, z.B. Über einen fli4l-Router.

Standard-Einstellung: IP_DEFAULT_GATEWAY='192.168.6.1'

IP_ROUTE_N
Anzahl von zusätzlichen Netzwerkrouten. Zusätzliche Netzwerkrouten sind zum Beispiel dann erforderlich, wenn sich im LAN weitere Router befinden, über die andere Netzwerke erreichbar sein sollen.

Im Normalfall ist die Angabe von weiteren Netzwerkrouten nicht erforderlich, daher ist die

Standard-Einstellung: IP_ROUTE_N='0'

IP_ROUTE_x
Die zusätzlichen Routen IP_ROUTE_1, IP_ROUTE_2, ...haben folgenden Aufbau:

network netmask gateway

Ist z.B. das Netzwerk 192.168.7.0 mit der Netzwerkmaske 255.255.255.0 über das Gateway 192.168.6.99 erreichbar, ist anzugeben:

IP_ROUTE_1='192.168.7.0 255.255.255.0 192.168.6.99'

DOMAIN_NAME
In der Auslieferung ist als Domain einfach lan.homeëingestellt. Hier sollte man die Domain einsetzen, die lokal im LAN verwendet wird (z.B. im DNS-Server eines fli4l-Routers eingestellt ist).

DNS_SERVER
Hier muß die IP-Adresse des DNS-Servers eingetragen werden. Verwendet man einen fli4l-Router als Gateway, sollte man diesen auch als DNS-Server eintragen.

Standard-Einstellung: DNS_SERVER='192.168.6.1'

TIME_ZONE
Hier wird die lokale Zeitzone eingestellt. Möglich sind hier:

OPT_PCMCIA
eisfair kann nun auch mit PCMCIA-Karten zusammenarbeiten. Dies funktioniert im Moment allerdings nur bei der Disketteninstallation unter Beibehaltung der Kernelversion 2.2.19. Aus Mangel an Resourcen ist zur Zeit die PCMCIA-Unterstützung im Kernel 2.4.x nicht implementiert. Wer an der PCMCIA Unterstützung arbeiten möchte, setze sich bitte mit dem eisfair-Team in Verbindung. Bei OPT_PCMCIA='yes' werden die entsprechenden Basis-Treiber installiert. Welche konkreten Kartentreiber verwendet werden sollen, wird z.B. über ETH_DRV_x eingestellt.

PCMCIA_PCIC - PCMCIA Socket-Driver

Es kann dabei gewählt werden: 'i82365' oder 'tcic'

Standard-Einstellung: PCMCIA_PCIC='i82365'

PCMCIA_PCIC_OPTS - Optionen für den PCMCIA Socket-Driver

Standard-Einstellung: PCMCIA_PCIC_OPTS=''

PCMCIA_CORE_OPTS - Optionen für PCMCI Core-Driver

Standard-Einstellung: PCMCIA_CORE_OPTS=''

PCMCIA_CARDMGR_OPTS - Optionen für PCMCIA Card-Manager

Standard-Einstellung: PCMCIA_CORE_OPTS=''

START_SYSLOGD
Wird diese Variable auf 'yes' gesetzt, so started der Systemlog-Dienst. Dieser Dienst kann sowohl lokale Ereignisse als auch Ereignisse von anderen PCs (wie z.B. dem fli4l-Router) aufzeichnen.

Gültige Werte: yes, no

Standard-Einstellung: START_SYSLOGD='yes'

SYSLOGD_DEST_N
Diese Variable gibt die Anzahl der eingestellten Systemlogziele wieder. Je mehr Ziele man braucht, umso höher wird hier die Zahl

SYSLOGD_DEST_x
Dieser Parameter gibt das Ereignis und das Ziel des Systemlogs an.

Beispiel:

SYSLOGD_DEST_1='*.* /var/log/messages'

Schreibt alle Ereignisse (*.*) in die Datei /var/log/messages

SYSLOGD_DEST_x_LOGROTATE
Diese Variable beschreibt die Aktion, die ausgeführt wird, nachdem ein Logrotate ausgeführt wurde.

Beispiel:

SYSLOGD_DEST_1_LOGROTATE='/etc/init.d/syslogd restart'

SYSLOGD_MARK_INTERVAL
Beispiel:

SYSLOGD_MARK_INTERVAL='20'

SYSLOGD_LOG_COUNT
Beispiel:

SYSLOGD_LOG_COUNT='10'

SYSLOGD_LOG_INTERVAL
Beispiel:

SYSLOGD_LOG_INTERVAL='monthly'

SYSLOGD_OPTIONS
Beispiel:

SYSLOGD_OPTIONS='-r'

KEYMAP
Diese Variable ist für das Tastaturlayout zuständig.

Beispiel:

KEYMAP='de-latin1'

POWEROFF
Gültige Werte: yes, no

Standard-Einstellung: POWEROFF_SMP='yes'

POWEROFF_SMP
Gültige Werte: yes, no

Standard-Einstellung: POWEROFF='no'

POWEROFF_REALMODE
Gültige Werte: yes, no

Standard-Einstellung: POWEROFF_REALMODE='no'

MODULE_N
Diese Variable beschreibt die Anzahl der zusätzlichen Kernel-Module, die beim Systemstart geladen werden sollen.

MODULE_x
Dies ist der Name des x.ten zusätzlich Kernel-Moduls, welches beim Systemstart geladen werden soll.

MODULE_x_OPTION
Sollte das Module zusätzliche Parameter benötigen, so können diese hier eingetragen werden.

Menü: Edit environment configuration

Der Menüpunkt ,,Umgebungsvariablen bearbeiten`` öffnet die Konfigurationsdatei ,,environment``. Somit können die folgenden Einstellungen bearbeitet werden:

  1. Verwendung eines systemweiten Proxyservers
  2. Ein Kennwort zu diesem Proxyserver (falls erforderlich)
  3. Den Systemeditor (der unter anderem dazu dient die Konfigurationsdateien zu bearbeiten).
  4. Spracheinstellungen und Währungseinstellungen
  5. ...

HTTP_PROXY
Diese Variable beschreibt die Verwendung eines systemweiten Proxyservers.

Gültige Werte: '' (leer) oder 'http://proxy.lan.local:8080'

Standard-Einstellung: HTTP_PROXY=''

HTTP_PROXY_USER
HTTP_PROXY_PASSWD
Falls der oben eingestellte Proxyserver eine Authentifizierung erfordert, so kann hier der Benutzername und das Kennwort eingegeben werden.

EDITOR
Dieser Parameter stellt den Systemeditor ein. Dieser wird unter anderem zur Bearbeitung der Konfigurationsdateien verwendet.

Gültige Werte: 'joe' oder 'vi'

Standard-Einstellung: EDITOR='joe'

PAGER
Dieser Parameter stellt das Systemanzeigeprogramm ein. Dieses wird unter anderem zur Anzeige der Paketdokumentationen verwendet.

Gültige Werte: 'less' oder 'more'

Standard-Einstellung: EDITOR='less'

LC_CTYPE
Gültige Werte: 'de_DE@euro'

Standard-Einstellung:

MAX_BACKUP_CONFIG
Diese Variable definiert die Anzahl der ,,alten`` Konfigurationen, die im System archiviert werden.

Menü: Devices

Das Menü ,,Devices`` bietet Funktionen zur Verwaltung von Geräte an. Die einzelnen Menüpunkte sind:

Die einzelnen Menüpunkte sollten selbsterklärend sein. Daher werden sie hier nicht näher beschrieben.

Menü: Filesystems

Dieses Menü dient zur Anzeige der Dateisysteme und ggf. zur Konvertierung von ext2 Dateisystemen zu ext3 Dateisystemen.

Die einzelnen Menüpunkte sind weitgehend selbsterklärend. Daher werden sie nicht weiter erläutert. Nur soviel sei hier angemerkt, daß das ext3 Dateisystem ein sogenanntes journaling filesystem ist und damit eine bessere Datensicherheit bei Systemabstürzen (zum Beispiel durch Stromausfall) gegeben ist.

Untermenü: Package Administration

In diesem Untermenü sind alle Punkte untergebracht, mithilfe derer man Pakete installieren kann.

ACHTUNG
Die Pakete (engl. Packages) werden direkt aus dem Internet geladen auf dem eisfair-Server installiert. Es ist kein Zwischenschritt über einen anderen Rechner erforderlich, auf dem dieses Paket konfiguriert wird. Die Konfiguration wird auf dem eisfair-Server direkt vorgenommen.


Das Menü bietet folgende Möglichkeiten:

1
List installed packages - Installierte Pakete anzeigen
2
Install new package - Pakete browsen
3
Change URL for download - Download-URL ändern
4
Remove Package - Pakete löschen
0
Exit - Zurück ins Hauptmenü

An dieser Stelle noch ein paar Worte zu der Aufteilung der Pakete. Das Installationsprogramm liest übersichtsdateien (sie heißen gewöhnlich ,,eis-list.txt``), in der Angaben zu den einzelnen Paketen gemacht werden. Daneben können auch noch andere übersichtsdateien auf anderen Paket-Server verlinkt sein. Daraus ergibt sich eine vorzügliche Möglichkeit, die komplette Paketstruktur dezentral zu organisieren, und die Entwicklung und Wartung auf bestimmte Personen zu delegieren, die ihrerseits ihr Aufgabengebiet weiter aufteilen können, indem sie wiederum andere Paket-Server verlinken.

Für das Aufbauen einer lokalen Mirrorhierarchie siehe auch im Anhang Aufbau eines Mirrors

Installierte Pakete anzeigen

Dieser Menüpunkt bietet keine weiteren Auswahlmöglichkeiten, sondern listet nur alle bereits installierten Pakete, ihre Versionsnummer und deren letztes Änderungsdatum auf. Mit ,,Enter`` kann diese Ansicht verlassen werden.

Pakete installieren

Hinter diesem Punkt verbergen sich die Funktionen zum Durchsuchen der eisfair-Paketstruktur. Hier im wird stets der Inhalt einer kompletten übersichtsdatei angezeigt, bei der Defaulteinstellung die von eisfair.org. Eingestellt werden kann die URL dieser Seite über den Menüpunkt Download-URL ändern. Es besteht auch die Möglichkeit, eine bestimmte übersichtsseite darstellen zu lassen, indem man einem Link von der aktuellen Seite folgt, die auf die gewünschte übersichtsseite verweist.

  Available packages:

    1. i     1.0.0  EISFAIR base patch 10
    2. i     1.0.0  Apache web server and php 4
    3. -     1.0.0  EISFAIR NFS-client
    4. i     0.90.3  Tools (recommended)
    5. i     0.90.0  Perl interpreter
    6. n     1.0.1  Inet services (pure-ftpd & ssh, xinetd, telnet)
    7. i     0.92.0  Midnight Commander

    8. >     SCSI drivers
    9. >     Other package server sites

  last update 2002/04/25 22:06

? = unknown   - = not installed   n = New   o = Old   i = Installed   > = Link

Mit den einzelnen Nummern sind bestimmte Aktionen verbunden; entweder wird das Paket zur Installation ausgewählt und diese gestartet (siehe weiter unten), oder man folgt einem Link.

Die Zeichen (Status) nach den Zahlen haben folgende Bedeutung:

?
Dieses Paket kann vom Setup-Programm nicht richtig eingeordnet werden. Dieses Zeichen sollte nie auftreten.
-
Dieses Paket ist noch nicht installiert.
n
Auf dem Paketserver ist eine neuere Version vorhanden als auf dem eisfair-Server.
o
Auf dem Paketserver ist einen ältere Version als auf dem Rechner.
i
Dieses Paket ist in dieser Version bereits installiert.
>
Diese Zeile bezeichnet einen Link auf eine andere überssichtsseite.

Bezeichnet eine Zeile ein Paket, dann wird direkt nach dem Status die Versionsnummer des Paketes auf dem Server angezeigt, gefolgt vom Namen des Paketes.

Die Zeile ,,last update`` bezeichnet den Zeitpunkt, wann diese übersichtsseite auf dem Server zuletzt geändert wurde.

ACHTUNG
Mit der Anwahl dieses Menüpunktes wird eine Verbindung zum Server, auf dem die eingestellte übersichtsdatei liegt, hergestellt. Dies kann bedeuten, das eine Einwahl ins Internet stattfindet.


Installation eines Paketes

Wenn man im Menü ein Paket zum Download ausgewählt hat, werden auf eine Reihe von Informationen über das zu installierende Paket anzeigt.

Package: Inet services (pure-ftpd & ssh, xinetd, telnet)

  URL:       http://www.eisfair.org/download/packages/inet.tar.gz

  Name:      inet
  Package:   Inet services (pure-ftpd & ssh, xinetd, telnet)
  Version:   1.0.1
  Date:      2002/05/29
  Author:    Joerg Hoh ,joerg@devone.org
  Status:    stable
  Section:   net
  Source:    s.u.
  Require:   base,tools
  This package contains a bunch of servers for internet/intranet functionality:

  - pureftpd: a good and fast ftp-server (http://pureftpd.sourceforge.net,
  version 1.11)
  - sshd: *the* secure shell server, with the generator for your own ssh-server-
  key, ssh client (http://www.openssh.org, version 3.1p1)
  - xinetd: the internet superserver for starting other services (version 2.3.4)
  - telnet: service for remote administration (*very insecure*)

  For more information see http://www.devone.org/eisfair/inet/index.html


Install (y/n)?

Hier kann man sich eine ausführliche Beschreibung des Paketes anschauen und sich informieren, ob das Paket die gewünschten Anforderungen erfüllt. Mit der Eingabe von ,,Y`` kann die Installation fortgesetzt werden, mit der Eingabe von ,,N`` wird sie abgebrochen.

Wenn die Installation fortgesetzt werden soll, wird das Paket vom Paketserver heruntergeladen; dieser Vorgang wird angezeigt, auch ist eine ständige Fortschrittsanzeige verfügbar. Nachdem das Paket heruntergeladen wurde, wird es entpackt und installiert. Während der Installation können eine Reihe von Meldungen erscheinen (je nach Paket); diese Meldungen sollte man sich genau anschauen und eventuelle Fehlermeldungen aufschreiben, um sie dann dem Paketautor über die http://www.eisfair.org/newsgroup/ mitzuteilen.

Nachdem das Paket installiert wurde, wird wieder erneut der Packagebrowser angezeigt.

Download-URL ändern

Mit diesem Menüpunkt kann direkt die Adresse einer anderen übersichtsseite angegeben werden; dabei werden die 5 zuletzt benutzen Seiten in einer Liste gespeichert, die man direkt mit der Eingabe der entsprechenden Nummer anwählen kann, ohne die Adresse jedesmal angeben zu müssen. Die offizielle Download-Seite von eisfair erhält man bei der Eingabe von ,,S`` (wie Standard).

Pakete löschen

Durch Auswahl '4 Remove Package' erscheint eine Liste aller über das Installationsmenü installierten Programmpakete samt Versionsnummer und Erstelldatum.

Remove packages

1. antispam                        1.0.2                    2003/08/21
2. apache                          1.1.4                    2003/03/22
3. apache_htdig                    1.0.9                    2002/11/13
4. apache_php4                     1.1.2                    2003/22/25
5. apache_ssl                      1.0.11                   2003/03/22
6. apache_webalizer                0.0.1                    2002/11/13
7. easy_backup                     1.0.2                    2003/09/01
8. base                            1.0.4                    2003/09/14
9. berkeley                        1.0.0                    2003/08/11
10. cdrecord                       0.10.4                   2002/10/10
11. cpuu                           0.0.1                    2003/07/12
12. cron                           1.0.0                    2002/06/26
13. cvs                            1.0.2                    2002/01/21
14. dircproxy                      0.9.7                    2002/01/31
15. discspace                      1.1.2                    2003/06/01
16. dsniff                         1.0.0                    2002/10/19
17. eisfax                         1.0.7                    2003/09/
18. elane                          0.0.1                    2003/06/13

Bei mehr als 18 installierten Paketen wird die Liste seitenweise fortgesetzt, dazwischen erhalten Sie eine Abfrage.

Press ENTER to continue

Merken Sie sich die Nummer, die links von Ihrem zu deinstallierendem Paket steht. Auf der letzten Seite wird dann

Select package to remove (1-[x], ENTER=Return, 0=Exit)
angezeigt,wobei [x] mit der lokal installierten Paketezahl ersetzt wird.

Geben Sie hier nun die von oben gemerkte Nummer ein. Auf der Folgeseite wird noch einmal die Paketinformation (Name, Beschreibung, Version, Erstelldatum und Autor) ausgegeben, und am unteren Bildschirmrand

Remove package (y/n)?

abgefragt. Bei ,,N`` wird nach einer Bestätigung mittels ,,Enter`` wiederum die Deinstallations-Paketliste angezeigt. Bei ,,Y`` erscheinen je nach Paket mehr oder weniger Ausgaben der Deistallationsroutine.

Wenn das Script durchgelaufen ist, wird

Package [xx] removed.

ausgegeben, wobei statt [xx] der Paketname nochmals ausgegeben wird. Nach einer weiteren Abfrage wird mittels ,,Enter`` wieder die Deinstallations-Paketliste angezeigt. Falls sie keine weiteren Pakete löschen wollen, sollten Sie wieder durch alle Seiten mittels ENTER gehen, und auch auf der letzten dieses so bestätigen, um zum Untermenü 'Package Administration' zurückzukehren.

Untermenü: System Dokumentation

Untermenü: Service Administration

Dieses Menü listet alle Pakete auf, die ihrerseits Menüs zur Verwaltung der Dienste anbieten, die in diesem Paket enthalten sind. Daher wird an dieser Stelle nur auf die Dokumentation der jeweiligen Pakete verwiesen.

Untermenü User Administration

In diesem Untermenü sind die Funktionen untergebracht, die zur Benutzer- und Gruppenverwaltung nötig sind. Folgende Möglichkeiten stehen zu Auswahl: Da die meisten Punkte für sich sprechen werde ich sie nicht näher erläutern. Nur noch einige Anmerkungen:
  1. Wenn ein neuer Benutzer mit ,,Add a new user`` angelegt wird, dann wird dieser standardmäßig der Gruppe ,,users`` zugeordnet. Die Gruppenzugehörigkeit kann man anschließend mit ,,Change group of user`` ändern.
  2. Bei der Funktion ,,Remove a user`` kann man auch das Home-Verzeichnis des Benutzers (/home/$benutzer) löschen. Falls sich noch Dateien darin befinden werden diese ebenfalls gelöscht.
  3. Eine Gruppe kann man nur löschen, falls sich keine Benutzer mehr in ihr befinden. Das bedeutet, daß man die zugehörigen Benutzer vorher löschen oder einer anderen Gruppe zuordnen muß.

ACFH Advanced configuration file handling

Viele Pakete enthalten eine umfangreiche Konfigurationsdatei. Durch falsche Parameter können gerade bei großen Konfigurationsdateien Fehler einschleichen, die nicht so einfach zu finden sind. Die erweiterten Funktionen für die Konfigurationsdateien (engl. ACFH) bietet hier Abhilfe. Folgende Aktionen stehen zur Auswahl:

Der Konfigurationseditor

Zur Bearbeitung der Konfiguration eines eisfair-Paketes wird dessen Konfigurationdatei in einen Editor geladen und kann dort geändert werden. Dies geschieht immer dann, wenn ein Eintrag aus dem Setup-Menü ausgewählt wird, der mit ``Edit Configuration'' o. Ä. beschriftet ist.

Bislang kamen hier Texteditoren wie 'joe' oder 'vi' zum Einsatz. Neuerdings gibt es dazu eine speziell für eisfair entwickelte Alternative: ``eisfair configuration editor'' (kurz ece). Das Programm übernimmt die Verwaltung der Konfigurationsdatei, prüft Eingaben und stellt eine kontextsensitive Hilfe zur Verfügung. Voraussetzung dafür ist aber eine fehlerfreie Vorlage der Konfigurationsdateien des jeweiligen Paketes, die vom Paketentwickler zur Verfügung gestellt werden. Ist dies nicht der Fall, so wird beim Aufruf des Programms eine entsprechende Fehlermeldung ausgegeben und anschließend wird, wie bisher, die Konfiguration in einen Texteditor geladen.

Natürlich bleibt noch immer die Wahl, einen anderen Editor an Stelle von ece zu verwenden. Die Einstellung dazu ist ganz bequem über das Setup-Menü zu erreichen, indem man 'setup' aufruft und dann den Unterpunkt ``eisfair configuration editor'' im Menü ``System Administration'' wählt. Unabhängig von dieser Einstellung gibt es zudem die Möglichkeit das Paket ``WebConf'' auf dem eisfair-Server zu installieren und die Konfiguration des Systems über einen Web-Browser vorzunehmen.

Nach dem Programmstart werden die Optionen des jeweiligen Paketes in einer Liste untereinander dargestellt und können mit einer farblich unterlegten Markierung ausgewählt werden. Um einen markierten Wert zu ändern wird die Enter-Taste gedrückt, worauf sich ein Eingabefenster öffnet. Lediglich bei Werten, die die Wahl zwischen ``Yes'' und ``No'' geben, wird der Wert beim Drücken der Enter-Taste geändert, ohne dass zuvor eine Eingabe vorgenommen werden muss. Nach einer erfolgten Eingabe wird das Eingabefenster mit der Schaltfläche ``Ok'' bzw. durch erneutes Drücken der Enter-Taste geschlossen.

Ist der Wert im Eingabefeld ungültig (z.B. weil er außerhalb des Wertebereichs liegt), dann wird beim Schließen des Fensters eine Fehlermeldung angezeigt und der Anwender erhält erneut die Möglichkeit seine Eingabe zu korrigieren.

Gelegentlich kommt es vor, dass nicht alle verfügbaren Optionen einer Paketkonfiguration angezeigt werden. Dies liegt daran, dass manche Einstellungsmöglichkeiten verborgen bleiben, wenn sie durch die Einstellung einer anderen Option wirkungslos sind.

Hilfe

Durch Drücken der ``F1''-Taste wird im unteren Bereich der Ansicht ein Hilfetext zum gerade ausgewählten Wert angezeigt. Ein erneutes Drücken der ``F1''-Taste verbirgt den Text wieder.

Mit Hilfe der Tab-Taste kann die Tastatureingabe auf den unteren Bereich der Ansicht umgeschaltet werden, um z.B. den Hilfetext vertikal rollen zu lassen, falls er nicht vollständig in die Ansicht passt.

Wird an Stelle eines Textes die Meldung ``no help available'' angezeigt, dann hat der Paketentwickler für diese Option keinen Hilfetext zur Verfügung gestellt. In diesem Fall steht natürlich noch immer die Dokumentation des Paketes zur Verfügung.

Speichern

Durch Drücken der ``F2'' Taste oder beim Beenden des Programms (auf Nachfrage) wird die veränderte Konfiguration abgespeichert. Dabei werden alle Einstellungen auf Ihre Gültigkeit hin geprüft und nur wenn diese Prüfung erfolgreich ist, wird die alte Konfigurationsdatei überschrieben.

Mögliche Probleme

A: Die Hintergründe der Fenster werden unter Putty nicht in der richtigen Farbe dargestellt:

Lösung: Wählen Sie in den Einstellungen von Putty die Option ``Use background colour to erase screen'' aus.

B: Die Ansicht des Konfigurationseditors ist immer schwarz/weiß:

Ursache: Entweder Ihr Terminal ist nicht im Stande Farben darzustellen oder die Beschreibungsdateien zu Ihrem Terminal sind nicht in Ordnung. Letzteres kann vorkommen, wenn Sie die Bibliothek ``ncurses'' aus dem Pack-Eis nachinstalliert haben.

C: Ich erhalten nur seltsame Sonderzeichen anstelle von Linien:

Ursache: Der Zeichensatz Ihres Terminals wird falsch übersetzt oder das Terminal kann die Zeichen nicht darstellen.

D: Ich will grundsätzlich keine farbige Darstellung im Konfigurationseditor!

Lösung: In der Datei unter '/etc/menu.conf' den Wert ``USE_COLORS'' auf ``No'' stellen.

Die Webkonfiguration

Christian Würdig hat ein Paket zur Konfiguration eines eisfair-Servers über den Browser geschrieben; dieses Paket wird über das Setup-Programm installiert, und bringt einen eigenen Webserver mit, so das kein extra Webserver dafür erforderlich ist. Dieses Paket befindet sich noch in der Entwicklung. Es sind noch nicht alle Funktionen des Setup-Programmes implementiert. Für die Webkonfiguration ist eine entsprechende Vorbereitung der jeweiligen Pakete erforderlich; ohne die entsprechende Vorbereitung des Paketautors wird das Paket nicht vollständig von der Webkonfiguration unterstützt.

Yves Schumann 2010-02-28