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2019-01-21

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HDD Reparaturanleitung

Kaum bringt Frank einen neuen Kernel raus, da ist es schon passiert, Man muss seinen geliebten EisFair rebooten, um den neuen Kernel in Betrieb nehmen zu können. Plötzlich erscheint anstelle des gewohnten Login Prompt folgende Fehlermeldung:

 

...

 

fsck failed. Please repair manually and reboot. The root

filesystem is currentpl mounted read only2. To remount it

re-write do:

 

mount -n -o remount,rw /

 

...

 

Normalerweise kommt man nun per fsck /dev/<festplatte> weiter. Mir ist es allerdings passiert, dass mein Superblock defekt war.

 

Zum Glück werden auf der Festplatte verteilt, Backups des Superblocks angelegt.

Diese lassen sich mit dem Befehl

 

mke2fs -n /dev/<festplatte>

 

ermitteln (z.B. mke2fs -n /dev/hdd1).

 

WICHTIG:

 

Wird der Parameter "-n" weggelassen, wird die Festplatte formatiert, und alle Daten gehen verloren!!!

 

Hat man nun alternative Superblocks ermittelt, kann man diese mit dem Befehl

 

e2fsck -b <alternativer Superblock> /dev/<festplatte>

 

den Superblock restaurieren.

 

Ist eine andere Partition als /dev/hda1 oder /dev/hda3 betroffen, kann man diese festplatte (partition) aus der fstab, der Tabelle, die bestimmt, wo welche partitionen gemountet werden, herausnehmen.

 

Dazu bietet sich folgende Vorgehensweise an:

 

Zuerst muss die root-partition rw gemountet werden. Dies erledigt man mit dem Befehl

 

mount -n -o remount /

 

danach kann man die fstab bearbeiten:

 

joe /etc/fstab

 

mit den Hash Zeichen (#) kann man dort die betreffende Partition auskommentieren

 

Bei mir sieht das dann beispielsweise so aus:

 

/dev/hda3 / ext2 defaults,errors=remount-ro 0 1

/dev/hda1 /boot ext2 defaults,errors=remount-ro 0 1

/dev/hda2 none swap sw 0 0

#/dev/hdb1 /var/www ext2 defaults,errors=remount-ro 0 1 <---

Auskommentierter Eintrag, wird nicht gemauntet

/dev/hdd1 /public ext2 defaults,errors=remount-ro 0 1

proc /proc proc defaults 0 0

/dev/fd0 /floppy auto defaults,user,noauto 0 0

/dev/cdrom /cdrom iso9660 defaults,ro,user,noauto 0 0

devpts /dev/pts devpts defaults 0 0

 

Die Verzeichnisse proc und devpts sollten nicht auskommentiert werden, da es sich hier nicht um Festplatten, sondern um virtuelle Verzeichnisse handelt

 

Jetzt kann man wenigstens Eisfair normal booten, um zumindest die Dienste zum Laufen zu bringen,

die nicht auf die deaktivierte Partition angewiesen sind.

 

Christopher Kreitz