Unterabschnitte

rsync - Schneller, inkrementeller Datentransfer und Synchronisation

Version 1.1.5 - Stand 2015-04-07 © Alexander Dahl <alex(at)eisfair(dot)org>

Einleitung

Mit dem rsync-Paket ist es möglich, inkrementelle Datei Transfers und Synchronisationen durchzuführen. Es enthält den rsync-Daemon und das Kommandozeilentool 'rsync', welches auch in Scripten und Cron-Jobs verwendet werden kann.

Dieses Paket enthält die aktuelle Version rsync 3.1.1 von http://rsync.samba.org/ und einige Hilfsmittel, um rsync als Daemon laufen zu lassen und über das eisfair Setup Menü steuern zu können.

Hinweis: Dieses Paket kann problemlos über das alte rsync-Paket (1.0.5) von Marcus Herleb installiert werden, eine vorhandene Konfiguration wird dabei übernommen.

Voraussetzungen

Dieses Paket benötigt mindestens das Update auf base 2.2.2.

Installation

Das rsync-Paket wird normal über das Setup-Menü installiert. Wird eine ältere Paket-Version vorgefunden, so wird deren Konfiguration gesichert und das alte Paket deinstalliert bevor die neuen Programmdateien installiert werden und die Konfiguration übernommen wird. Danach wird gefragt, ob der Konfigurations-Editor gestartet werden soll, um die Konfiguration anzupassen.

Konfiguration

In der Konfigurationsdatei, die über das Menü zugänglich ist, sind folgende Parameter vorhanden; wer sie von Hand editieren will, findet die Datei unter /etc/config.d/rsync.

START_RSYNC

Sorgt dafür das der rsync-Daemon gestartet wird.

Auf dem eisfair-Server läuft dann ein Server-Daemon, auf den über das rsync-Protokoll zugegriffen werden kann. Es muss dazu pro freizugebendem Verzeichnis ein sogenanntes Modul konfiguriert werden, siehe auch weiter unten zu RSYNC_MODULE_N. Die Adressen zum Zugriff werden automatisch generiert und anhand der in der eisfair-Config vergebenenen Nummern durchnummeriert, bspw. zum Zugriff auf einen Server server:

rsync://server/module_1

Gültige Werte: yes, no

Standardeinstellung: START_RSYNC='no'

Hinweis: Das normale rsync (ohne Daemon) funktioniert auch, wenn hier 'no' gesetzt ist.

RSYNC_LOGGING

Hier wird festgelegt ob die Ausgaben des rsync-Daemon geloggt werden sollen.

Gültige Werte: yes, no

Standardeinstellung: RSYNC_LOGGING='yes'

RSYNC_MODULE_N

Anzahl der Verzeichnisse, die via rsync freigegeben werden sollen.

Gültige Werte: Zahl

Standardeinstellung: RSYNC_MODULE_N='1'

RSYNC_MODULE_x_ACTIVE

Soll die Freigabe aktiviert werden? Mit diesem Parameter lassen sich Freigaben vorübergehend deaktivieren, ohne deren Konfiguration zu löschen.

Gültige Werte: yes, no

Standardeinstellung: RSYNC_MODULE_x_ACTIVE='no'

RSYNC_MODULE_x_COMMENT

Hier kann man einen Namen für die Freigabe festlegen. Der Name wird neben dem Modulnamen angezeigt, wenn sich Clients eine Liste verfügbarer Module ausgeben lassen. Der Modulname selbst wird automatisch erzeugt. RSYNC_MODULE_1 heißst dann module_1 usw.

Gültige Werte: Zeichenkette

RSYNC_MODULE_x_HOSTS_ALLOW

Hier kann eine durch Leerzeichen getrennte Liste von Mustern angegeben werden. IP-Adresse und Hostname von sich verbindenen Clients werden gegen die Liste abgeglichen. Wenn kein Muster zutrifft, wird die Verbindung abgewiesen. Wird der Parameter leer gelassen, dürfen sich alle Clients verbinden.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Muster anzugeben:

Standardeinstellung: RSYNC_MODULE_x_HOSTS_ALLOW=''

RSYNC_MODULE_x_LIST

Über diesen Parameter wird festgelegt, ob der rsync-Daemon die Freigabe anzeigen soll, wenn Clients eine Liste verfügbarer Module anfordern. Auf diese Weise können versteckte Module konfiguriert werden.

Gültige Werte: yes, no

Standardeinstellung: RSYNC_MODULE_x_LIST='yes'

RSYNC_MODULE_x_PATH

Hier wird der freizugebende Pfad eingestellt.

Gültige Werte: existierender Pfad

Standardeinstellung: RSYNC_MODULE_x_PATH='/var/www/pub'

RSYNC_MODULE_x_READONLY

Hiermit wird festgelegt ob auf die Freigabe auch geschrieben werden darf. In der Standardeinstellung darf nur gelesen werden.

Gültige Werte: yes, no

Standardeinstellung: RSYNC_MODULE_x_READONLY='yes'

RSYNC_MODULE_x_AUTH

Über diesen Parameter stellt man ein, ob für diese Freigabe eine Authentifizierung mit Nutzername und Passwort erfolgen soll. Setzt man 'no' wird kein Passwort abgefragt und alle Clients dürfen sich verbinden (anonymous rsync).

Gültige Werte: yes, no

RSYNC_MODULE_x_USER_N

Anzahl der Benutzer für diese Freigabe.

Gültige Werte: Zahl

Standardeinstellung: RSYNC_MODULE_x_USER_N='1'

RSYNC_MODULE_x_USER_y_ACTIVE

Über diesen Parameter können die Benutzer vorrübergehend deaktiviert werden, ohne sie aus der Konfiguration löschen zu müssen.

Gültige Werte: yes, no

Standardeinstellung: RSYNC_MODULE_x_USER_y_ACTIVE='no'

RSYNC_MODULE_x_USER_y_NAME

Hiermit wird der Loginname des Benutzers festgelegt. Der Nutzer muss auf dem lokalen System nicht existieren und die Angaben dürfen Shell Wildcards enthalten. Clients

Gültige Werte: Zeichenkette

Standardeinstellung: RSYNC_MODULE_x_USER_y_NAME='root'

RSYNC_MODULE_x_USER_y_PASSWD

Hier wird das Passwort des zuvor angegebenen Benutzers konfiguriert. Erlaubt sind beliebige Zeichen. Zu beachten ist, dass je nach Client und Server aber möglicherweise nur die ersten 8 Zeichen relevant sind und der Rest gegebenenfalls ignoriert wird.

Gültige Werte: Zeichenkette

Standardeinstellung: RSYNC_MODULE_x_USER_y_PASSWD='12345'

eis 2017-05-03