Unterabschnitte

Die Installation

Die Installation kann auf mehrere Arten erfolgen. Die ``alte`` Variante, bei der eine Boot- und eine Datendiskette erstellt werden, verlangt eine Verbindung zum Internet bzw. zu einem eisfair-Spiegelserver, auch Mirror genannt. Diese Installation basiert auf dem Kernel 2.2.19 und gibt den eisfair Entwicklungsstand 1.0.1a wieder. Nachdem das Basissystem über diese Variante installiert wurde, kann anschließend über den offiziellen eisfair Download-Server auf die aktuelle eisfair-Version aktualisiert werden. Dabei ist auch die Möglichkeit gegeben, eine neuere Kernelversion zu installieren.

Die ``CD-Variante`` verwendet ein ISO-CDROM-Image, welches mit einem herkömmlichen Brennprogramm auf eine CDROM gespielt wird. Diese Variante setzt in der Regel auf der aktuellen eisfair-Version auf (kleinere Zeitverzögerungen zwischen der Freigabe des Update-Paketes und der Freigabe des entsprechenden CDROM Images sind allerdings immer möglich).

Die ``USB-Stick Variante`` wird von einem ISO-CDROM-Image erstellt. Wer über ein Linux mit grafischer Oberfläche oder Windows verfügt, kann ein Programm wie UNetbootin
(http://unetbootin.sourceforge.net/) verwenden. Ansonsten ist es erforderlich, dass auf der CDROM befindliche mkusb-stick.sh Programm auszuführen, welches sich im Unterverzeichnis ``unix`` befindet. Dies ist jedoch zur Zeit nur unter Linux möglich.

Die ``PXE-Netboot-Variante`` startet die Installation über das Netzwerk, wobei auf ein zentral abgespeichertes CDROM-Image zugegriffen wird. Diese Variante lässt sich von einem Windows- oder Linux-PC oder auch direkt von einem eisfair-Server ausführen.

Da die Entwicklung der Installationsdiskette für die ,,alte`` Variante eingestellt wurde, sollte bevorzugt die ,,CDROM`` Variante für eine Installation verwendet werden. Die Möglichkeit, eisfair über die ``alte`` Diskettenvariante zu installieren, bleibt aber weiterhin gegeben. Allerdings ist eine solche Installation entsprechend aufwändiger.

Die Installation von CDROM

Die CDROM-Installation ist denkbar einfach. Das ISO-CDROM-Image lädt man von der eisfair-Homepage (http://www.eisfair.org) herunter oder bestellt alternativ eine eisfair-CDROM über die eisfair-Homepage. Das ISO-CDROM-Image brennt man anschließend mit einem herkömmlichen Brennprogramm auf eine CDROM. Unter Windows ist dafür das, für nicht kommerzielle Zwecke freie, Programm ,,Burn@Once`` (http://www.burnatonce.net) besonders geeignet. Es ist zu beachten, dass das ISO-CDROM-Image nur das Basissystem enthält, während die offizielle eisfair-CDROM zusätzlich die zum jeweiligen Stichtag verfügbaren, offiziellen eisfair-Pakete mitbringt.

Den neuen eisfair-Server bootet man dann von einem IDE/ATAPI/USB CDROM-Laufwerk (die entsprechenden Einstellungen im BIOS nicht vergessen!) und die Installation beginnt. Nachdem das Basissystem von der CDROM installiert wurde, können weitere Server-Dienste über das Internet, von einem lokalen Dateiserver oder auch von einer CDROM installiert werden. Dabei werden die installierten Dienste, durch Bearbeiten der entsprechenden eisfair-Konfigurationsdatei, eingerichtet. Die Konfiguration über einen Browser wird zukünftig ebenso möglich sein; die dazu benötigte Software ist bereits in der Entwicklung.

Booten und Partitionierung

Zum Start von der eisfair-Installations-CDROM ist zunächst das BIOS so einzustellen, dass das CDROM-Laufwerk in der Boot-Reihenfolge vor der Festplatte steht. Das BIOS erreicht man meistens indem man beim Start des Rechners die Tasten ,,DEL``/,,ENTF`` oder ,,F2`` drückt. In der Regel weist das BIOS über eine entsprechende Anzeige auf die zu drückende Taste hin. Im BIOS selbst sucht man anschließend nach den entsprechenden Einträgen, wie zum Beispiel ,,BOOT ORDER``, und ändert die Startreihenfolge entsprechend ab. Zum Schluss speichert man die durchgeführten Änderungen und verlässt das BIOS.

Der neue eisfair-Server bootet dann von CDROM und meldet sich mit der ersten Abfrage:



 Found IDE-CDROM hdc, use it as install medium (y/n)?
            


Wenn wir ein System mit IDE/ATAPI-CDROM haben, beantworten wir die Frage mit ,,Y``.

Wenn kein IDE/ATAPI-CDROM gefunden wurde, wird ein USB-CDROM gesucht.



 Searching for USB-CDROM, please wait ...

 Found USB-CDROM /dev/scd0, use it as install medium (y/n)?
            


Wenn wir ein System mit USB-CDROM haben, beantworten wir die Frage mit ,,Y``.

Nun erscheint die Begrüßungsmeldung



 Welcome to eisfair installation

 Load SCSI/SATA/RAID drivers (y/n)?
            


Gehen wir zunächst mal davon aus, dass wir ein reines IDE-System haben und beantworten die Frage mit ,,N`` (bei der Installation eines SCSI-Systems muss der Typ des SCSI-Controllers bekannt sein. Dieser wird dann hier nach Betätigung von ,,Y`` ausgewählt. Der weitere Ablauf ist entsprechend).

Die nächste Meldung lautet in unserem Beispiel:



 Searching harddisk ...

    IDE-Disk                      Device     Type
    ----------------------------------------------
    hda Master on 1st controller  /dev/hda   disk
    hdc Master on 2nd controller  /dev/hdc   cdrom

 Using hda for installation, ok (y/n)?
            


Da entsprechend der Liste nur hda im eisfair-Server vorhanden ist, bestätigen wir auch diese Frage mit ,,Y``.



 eisfair installation on complete /dev/hda, ok (y/n)?v
            


Auch diese Frage bestätigen wir mit ,,Y``.



 Swap space in MB (0=no swap) [64]:
            


Die Voreinstellung für den swap-Space lautet in unserem Beispiel 64 MB. Mit ,,Enter`` übernimmt man hier die Voreinstellung. Möchte man einen kleineren oder einen größeren swap-Space einrichten, so gibt man die entsprechende Zahl in MB an.

ACHTUNG
Die Festplatte des zukünftigen eisfair-Servers wird neu partitioniert und formatiert. Alle Daten sollten daher vorher gesichert werden! Die folgende Abfrage ist die letzte Möglichkeit, die Installation noch abzubrechen




 Following partitions will be created:
     Boot /dev/hda1  4 MB
     Swap /dev/hda2  64 MB
     Root /dev/hda3  Rest

 WARNING: IF YOU ANSWER yes, ALL DATA ON HARDDISK WILL BE ERASED.

 Create partitions as listed above (y/n)?
            


Auch diese Abfrage bestätigt man mit der Taste ,,Y``, so man denn damit einverstanden ist.

Die Installation vom USB-Stick

Die USB-Installation ist ebenfalls denkbar einfach. Das ISO-CDROM-Image lädt man von der eisfair-Homepage (http://www.eisfair.org) herunter oder bestellt alternativ eine eisfair-CDROM über die eisfair-Homepage. Das ISO-CDROM-Image brennt man anschließend mit einem herkömmlichen Brennprogramm auf eine CDROM. Unter Windows ist dafür das, für nicht kommerzielle Zwecke freie, Programm ,,Burn@Once`` (http://www.burnatonce.net) besonders geeignet. Es ist zu beachten, dass das ISO-CDROM-Image nur das Basissystem enthält, während die offizielle eisfair-CDROM zusätzlich die zum jeweiligen Stichtag verfügbaren, offiziellen eisfair-Pakete mitbringt.

Es reicht nun dass ISO-Image ``nur`` zu mounten, da ja ein USB-Stick präpariert werden soll.

Dazu sind folgende Kommandos zeilenweise einzugeben und jeweils mit ,,enter`` zu bestätigen



 eis:/ # mkdir -p /eisfair-iso
 eis:/ # modprobe loop
 eis:/ # mount -o loop /tmp/eisfair-1.6.2-cd-image.iso /eisfair-iso/
 eis:/ #
            


Mit folgenden Befehlen löst man die Mount-Verbindung wieder.



 eis:/ # umount /eisfair-iso
 eis:/ # rmmod loop
 eis:/ # rm -rf /eisfair-iso
 eis:/ #
            


Die ``USB-Stick Variante`` wird von einem ISO-CDROM-Image erstellt. Wer über ein Linux mit grafischer Oberfläche oder Windows verfügt, kann ein Programm wie UNetbootin
(http://unetbootin.sourceforge.net/) verwenden. Ansonsten ist es erforderlich, dass auf der CDROM befindliche mkusb-stick.sh Programm auszuführen, welches sich im Unterverzeichnis ``unix`` befindet. Dies ist jedoch zur Zeit nur unter Linux möglich.

Der neue eisfair-Server bootet dann von einem USB-Stick (die entsprechenden Einstellungen im BIOS nicht vergessen) und die Installation beginnt. Nachdem das Basissystem vom USB-Stick installiert wurde, können weitere Server-Dienste über das Internet, von einem lokalen Dateiserver oder auch vom USB-Stick installiert werden. Dabei werden die installierten Dienste, durch Bearbeiten der entsprechenden eisfair-Konfigurationsdatei, eingerichtet.

Booten und Partitionierung

Zum Start vom eisfair-Installations-USB-Stick ist zunächst das BIOS so einzustellen, dass der USB-Stick in der Boot-Reihenfolge vor der Festplatte steht. Das BIOS erreicht man meistens indem man beim Start des Rechners die Tasten ,,DEL``/,,ENTF`` oder ,,F2`` drückt. In der Regel weist das BIOS über eine entsprechende Anzeige auf die zu drückende Taste hin. Im BIOS selbst sucht man anschließend nach den entsprechenden Einträgen, wie zum Beispiel ,,BOOT ORDER``, und ändert die Startreihenfolge entsprechend ab. Zum Schluss speichert man die durchgeführten Änderungen und verlässt das BIOS.

Der neue eisfair-Server bootet dann vom USB-Stick und meldet sich mit der ersten Abfrage:



 Searching for USB-Stick, please wait ...

 Found USB-Stick /dev/sda1, use it as install medium (y/n)?
            


Wenn wir ein System mit USB-Stick haben, beantworten wir die Frage mit ,,Y``.

Nun erscheint die Begrüßungsmeldung



 Welcome to eisfair installation

 Load SCSI/SATA/RAID drivers (y/n)?
            


Da wir hier nun meistens ein SATA|USB-System haben, beantworten wir die Frage mit ,,Y``

Bei der Installation auf einem USB-Stick/einer USB-Festplatte muss an dieser Stelle der Stick oder die Festplatte angeschlossen werden und erst danach die Bestätigung ,,Y`` erfolgen. Der zweite USB-Stick oder USB-Festplatte darf beim Booten des Installations-USB-Stick noch nicht angeschlossen sein, da sonst die Reihenfolge der Platten nicht garantiert werden kann. Die Installation muss immer von /dev/sda1 erfolgen.

Für die Installation auf einem USB-Stick/einer USB-Festplatte muss der folgende Typ ausgewählt werden.



 x.  usb-Storage  USB driver to install on USB-Stick
            


Die nächste Meldung lautet in unserem Beispiel:



 Searching harddisk ...

    SCSI-/SATA-Disk               Device     Type
    ----------------------------------------------
    sda                           /dev/sda   USB-Stick
    sdb                           /dev/sdb   disk

 Using sdb for installation, ok (y/n)?
            


Da entsprechend der Liste nur sdb im eisfair-Server vorhanden ist, bestätigen wir auch diese Frage mit ,,Y``.



 eisfair installation on complete /dev/sdb, ok (y/n)?
            


Auch diese Frage bestätigt man mit ,,Y``.



 Swap space in MB (0=no swap) [64]:
            


Die Voreinstellung für den swap-Space lautet in unserem Beispiel 64 MB. Mit ,,Enter`` übernimmt man hier die Voreinstellung. Möchte man einen kleineren oder einen größeren swap-Space einrichten, so gibt man die entsprechende Zahl in MB an.

ACHTUNG
Die Festplatte des zukünftigen eisfair-Servers wird neu partitioniert und formatiert. Alle Daten sollten daher vorher gesichert werden! Die folgende Abfrage ist die letzte Möglichkeit, die Installation noch abzubrechen




 Following partitions will be created:
     Boot /dev/sdb1  4 MB
     Swap /dev/sdb2  64 MB
     Root /dev/sdb3  Rest

 WARNING: IF YOU ANSWER yes, ALL DATA ON HARDDISK WILL BE ERASED.

 Create partitions as listed above (y/n)?
            


Auch diese Abfrage bestätigt man mit der Taste ,,Y``, so man denn

Installation vom Netzwerk (PXE-Boot)

Die Installation vom Netzwerk ist denkbar einfach. Das ISO-CDROM-Image lädt man von der eisfair-Homepage (http://www.eisfair.org) herunter oder bestellt alternativ eine eisfair-CDROM über die eisfair-Homepage. Das ISO-CDROM-Image brennt man anschließend mit einem herkömmlichen Brennprogramm auf eine CDROM. Unter Windows ist dafür das, für nicht kommerzielle Zwecke freie, Programm ,,Burn@Once`` (http://www.burnatonce.net) besonders geeignet. Es ist zu beachten, dass das ISO-CDROM-Image nur das Basissystem enthält, während die offizielle eisfair-CDROM zusätzlich die zum jeweiligen Stichtag verfügbaren, offiziellen eisfair-Pakete mitbringt.

Installation von einem eisfair Server oder Linux PC

Auf einem eisfair-Server werden dafür die Pakete Dhcpd und Inet benötigt.

In der Inet-Konfiguration ist folgendes zu setzten:

START_TFTPD='yes'           # start tftpd: 'yes' or 'no'
                            # 'yes' requires START_XINETD='yes'
TFTPD_ADD_ARGS='-c -v '     # Additional arguments / switches for tftpd.
                            # See tftpd documentation.

In der Dhcpd-Konfiguration ist folgendes zu setzen:

DHCPD_PXE_N='1'
DHCPD_PXE_1_NAME='eis'
DHCPD_PXE_1_ACTIVE='yes'
DHCPD_PXE_1_KERNEL='eis/kernel'
DHCPD_PXE_1_INITRD='eis/initrd.gz'
DHCPD_PXE_1_ROOT='/dev/ram0'
DHCPD_PXE_1_APPEND='init=/linuxrc NAddr=192.168.6.190 NMask=255.255.255.0 Host=192.168.6.254'

Die Werte NAddr, NMask und Host sind an die lokalen Werte anzupassen.

NAddr=192.168.6.190 NMask=255.255.255.0
    Die hier angegebene Netzwerkadresse ist die, die das Zielsystem fuer
    den weiteren Installationsvorgang benoetigt. Sie kann einer Adresse
    entsprechen, die ueblicherweise vom DHCP-Server vergeben wird, jedoch
    kann dies zu Konflikten bei Anmeldung weiterer Clients fuehren. Wird
    das Zielsystem in dem gleichen Netzwerksegment installiert, in dem es
    spaeter eingesetzt wird, so kann hier auch die endgueltige Adresse
    verwendet werden. Nach dem Installationsvorgang verliert der hier
    angegebene Wert seine Bedeutung.

Host=192.168.6.254
    Die Host-Adresse ist die IP-Adresse des Systems, auf dem der
    TFTPD-Server laeuft. Von diesem werden waehrend des Installationsvorgang
    weitere Dateien nachgeladen.

Nach dem Neustart des DHCPD findet man das Verzeichnis ``/tftpboot`` auf der Festplatte, welches dann das Startverzeichnis für die Installationsdateien ist.

Am einfachsten ist es, dass ISO-Image ``nur`` zu mounten, und dann die Installation direkt auszuführen. Es können aber auch die Dateien kernel, initrd.gz, opt.tgz, rootfs.tgz und boot.tgz in das Unterverzeichnis /tftpboot/eis von der CDROM kopiert werden.

Dazu sind folgende Kommandos zeilenweise einzugeben und jeweils mit ,,enter`` zu bestätigen:



 eis:/ # mkdir -p /tftpboot/eis
 eis:/ # modprobe loop
 eis:/ # mount -o loop /tmp/eisfair-1.6.2-cd-image.iso /tftpboot/eis
 eis:/ #
            


Mit folgenden Befehlen löst man die Mount-Verbindung wieder.



 eis:/ # umount /tftpboot/eis
 eis:/ # rmmod loop
 eis:/ # rm -rf /tftpboot/eis
 eis:/ #
            


Installation von einem Windows-PC

Für den PXE-Bootvorgang wird ein TFTP-Server für die benötigten Dateien und ein DHCP-Server für die Informationen des PXE-Systems benötigt. Beide sind in dem Freeware-Produkt ``TFTP32`` von Philippe Jounin enthalten. Zu beziehen ist es auf der Downloadseite des Verfassers, (http://tftp32.jounin.net). Dort findet man, Stand 2009-10-13, die Version 3.35 den
``tftpd32_standard_edition_installer`` welcher die Datei Tftpd32-3.35-setup.exe herunter lädt. Dieser Installer erzeugt ein Verzeichnis in

C:\Programme\Tftp32

In diesem Verzeichnis sind die Verzeichnisse die unter tftpboot auf der CDROM liegen, anzulegen und die Dateien entsprechend zu kopieren.

Der Start des Programms gelingt nur als Administrator. Gute Erfahrungen liegen mit der Windows-XP-Funktion ``Ausführen als`` vor, sodass die anderen Arbeiten nicht unbedingt von einem Administrator-Konto aus erledigt werden müssen.

C:\Programme
        |
        +Tftp32
            |
            +eis
            |
            +pxelinux.cfg
            |           | default
            pxelinux0

In das Verzeichnis ``eis`` werden dann die Dateien kernel, initrd.gz, opt.tgz, rootfs.tgz und boot.tgz von der CDROM kopiert.

In der Datei

pxelinux.cfg\default
sind folgende Werte anzupassen

Die Werte NAddr, NMask und Host sind an die lokalen Werte anzupassen.

NAddr=192.168.6.190 NMask=255.255.255.0
    Die hier angegebene Netzwerkadresse ist die, die das Zielsystem fuer
    den weiteren Installationsvorgang benoetigt. Sie kann einer Adresse
    entsprechen, die ueblicherweise vom DHCP-Server vergeben wird, jedoch
    kann dies zu Konflikten bei Anmeldung weiterer Clients fuehren. Wird
    das Zielsystem in dem gleichen Netzwerksegment installiert, in dem es
    spaeter eingesetzt wird, so kann hier auch die endgueltige Adresse
    verwendet werden. Nach dem Installationsvorgang verliert der hier
    angegebene Wert seine Bedeutung.

Host=192.168.6.254
    Die Host-Adresse ist die IP-Adresse des Systems, auf dem der
    TFTPD-Server laeuft. Von diesem werden waehrend des Installationsvorgang
    weitere Dateien nachgeladen.

Einstellungen für den Tftpd32

Abbildung: TFTPD-Einstellungen
Image tftpd32-settings

Als wichtigste Einstellungen sind zu nennen

Base-Directory
    Hier wird das zuvor angesprochene Arbeitsverzeichnis angegeben.
    Alle Zugriffe von TFTP koennen sich nur auf dieses Verzeichnis
    und seine Unterverzeichnisse beziehen.

Global-Settings
    Hier sind der TFTP-Server und der DHCP-Server anzugeben. Die
    anderen Einstellungen werden hier nicht benoetigt.

TFTP-Security and Configuration
    Hier koennen die Standardwerte bleiben.

Advanced TFTP-Options
    Anzuwaehlen sind die Punkte "PXE Compability", "Translate Unix file
    names" und "Allow '\' as virtual root". Die letzte Einstellung dient
    der Erhoehung des Zugriffsschutzes. Falls Fehlfunktionen beim
    Bootvorgang auftreten kann man versuchen diese durch das Setzen der
    Option "Option negotiaztion" zu unterdruecken.

In dem Tab DHCP-Server sind die Einstellungen für den DHCP-Server zu finden. Diese Einstellungen sind mit Bedacht anzupassen, da in typischen Heimnetzwerken, in denen ein Server zum Einsatz kommt auch ein DSL-Router seinen Dienst verrichtet über welchen die Internet-Anbindung realisiert wird. Auf diesem Gerät ist oftmals auch ein DHCP-Server eingerichtet, daher muss sich der hier vorgegebene Adressbereich von dem des Standard-Routers unterscheiden. Auch sollte während des TFTP-Serverbetriebs kein anderer Client Adressen beantragen. Auf Seiten des PXE-Rechners ist dies unkritisch, da der Standard-Router nicht die für den PXE-Boot erforderlichen DHCP-Optionen anbietet und daher ignoriert wird.

Abbildung: DHCP-Einstellungen
Image tftpd32-dhcp

IP-Pool
    Der IP-Pool muss wie bereits erwaehnt ausserhalb anderer DHCP-Bereiche
    liegen und kann ziemlich klein sein.

Boot File
    Hier wird angegeben, nach welcher Datei der Bootloader fragen soll.
    Diese muss selbstverstaendlich vorhanden sein.

Die weiteren Angaben sind nicht von Relevanz da während des Bootvorgangs kein Zugriff aus dem lokalen Netz heraus notwendig ist und deshalb die weiteren Informationen nicht benutzt werden.

Boot des PC zur Installation

Nachdem die Vorarbeiten abgeschlossen wurden, ist nun der PC auf dem eisfair installiert werden soll, mit einem Netzwerkkabel in das Netz einzuhängen. Danach kann er gestartet werden, dabei müssen die Einstellungen zum Boot an den Netz- oder LAN-Boot entsprechend im BIOS angepasst werden.

Der PC versucht anschließend über DHCP eine Verbindung zu dem Rechner herzustellen, der den DHCP-Server anbietet. War dies erfolgreich, erhalten wir folgende Anzeige:



                                           _          __           _
                                     ___  (_)  ___   / _|   __ _  (_)  _ __
                                    / _ \ | | / __| | |_   / _\`| | | | '__|
                                   |  __/ | | \__ \ |  _| | (_| | | | | |
                                    \___| |_| |___/ |_|    \__,_| |_| |_|

                                                 the easy internet server
  ___  __  __  ___        ___               _
 | _ \ \ \/ / | __|  __  | _ )  ___   ___  | |_   _ __    ___   _ _    _  _
 |  _/  >  <  | _|  |__| | _ \ / _ \ / _ \ |  _| | '  \  / -_) | ' \  | || |
 |_|   /_/\_\ |___|      |___/ \___/ \___/  \__| |_|_|_| \___| |_||_|  \_,_|

 Please choose system to boot:

  - eis

 Or press <enter> or wait to boot eis.
            


Der neue eisfair-Server bootet dann vom Netz, wenn eine CDROM gefunden wird meldet er sich mit der folgenden ersten Abfrage:



 Found IDE-CDROM hdc, use it as install medium (y/n)?
            


Da wir über das Netz installieren wollen, beantworten wir die Frage mit ,,N``.

Nun erscheint die Begrüßungsmeldung:



 Welcome to eisfair installation

 Load SCSI/SATA/RAID drivers (y/n)?
            


Je nachdem was wir für ein System haben, beantworten wir die Frage mit ,,Y`` oder ,,N``

Der Ablauf der Partitionierung und Installation ist ansonsten identisch mit der Installation von einem CDROM-Laufwerk.

Abschluss der Basisinstallation

Nach weiteren diversen Meldungen, fordert das System zur Eingabe der Kennworte auf:



 Setting password for user root:
 Enter new UNIX pasword:
 Retype new UNIX password:
 passwd: password updated successfully
            


Die Kennworte werden für die folgenden Benutzer abgefragt:

root   Der Administrator unter Linux
eis   Der eisfair Administrator
halt   Eine Anmeldung mit diesem Zugang bewirkt das Herunterfahren des Servers
reboot   Eine Anmeldung mit diesem Zugang bewirkt einen Neustart des Servers

Nach der Passworteingabe gibt es die Möglichkeit, die Base-Konfiguration zu bearbeiten.



 Do you want to edit the base configuration now (y/n)?
            


Nach der Bestätigung mit ,,Y``, erfolgt eine kleine Anleitung zum Editor ``joe``.



   help with joe 'crtl-k h'
   safe and quit 'crtl-k x'

 Press ENTER to continue
            


Danach öffnet sich die Base-Konfiguration.

Anschließend fordert der Installer zum Neustart des Servers auf:



 Unmounting root file system

 Ready to go
 Remove installation medium and reboot your computer.
 Good luck.
            


Bitte vergessen Sie nicht, die CDROM/den USB-Stick aus dem Laufwerk zu entfernen bzw. die Einstellungen im BIOS zu verändern, da ansonsten der Server natürlich wieder von der CDROM/dem USB-Stick bootet.

Konfiguration

Zur Konfiguration des eisfair-Servers melden Sie sich nun am einfachsten als Benutzer ``eis`` an. Das Konfigurationsmenü wird automatisch gestartet. Alternativ kann man sich auch als Benutzer ``root`` anmelden und an der Konsole dann setup eingeben.

Die Konfiguration des Basispaketes wird unter System administration detailliert beschrieben, daher wird an dieser Stelle nicht näher darauf eingegangen.

Installation von Disketten

ACHTUNG
Die Installation von Disketten ist deutlich aufwändiger als die von CDROM. Die CDROM-Installation ist im Zweifel vorzuziehen.


Die Grundinstallation besteht im wesentlichen aus den folgenden Schritten:

ACHTUNG
Die Festplatte des zukünftigen eisfair-Servers wird neu partitioniert und formatiert. Alle Daten sollten daher vorher gesichert werden!


Download

Das Downloadpaket kann von (http://www.eisfair.org) heruntergeladen werden. Diese Datei muss dann noch entpackt werden.

Entpacken unter Unix/Linux

Unter Linux:

tar xvfz eisfair-1.0.1a.tar.gz

Unter Unix:

gtar xvfz eisfair-1.0.1a.tar.gz

Ist gtar nicht vorhanden, dann geht es auch so:

gzip -d < eisfair-1.0.1a.tar.gz | tar xvf -

Wer die aktuelle Version in einem bereits existierenden eisfair-Verzeichnis installiert, sollte anschließend das Script mkclean.sh aufrufen, also:

    cd eisfair-1.0.1a
    sh mkclean.sh

Entpacken unter Windows

Unter Windows kann das gezippte Tar-Archiv zum Beispiel mit WinZipextrahiert werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Dateien mit Unterverzeichnissen (Einstellung in WinZipüberprüfen!) ausgepackt werden. Außerdem ist in Optionen ⇒ Konfiguration die sogenannte ,,Smart TAR cr conversion`` abzuschalten. Ist diese eingeschaltet, werden einige, wichtige Dateien von WinZipfalsch extrahiert.

Alternativ kann das Freeware-Programm PowerArchiver (http://www.powerarchiver.com), welches einen ebenso großen Funktionsumfang hat wie WinZip, zu empfehlen.

Es werden folgende Dateien im Unterverzeichnis eisfair-1.0.1a/ installiert:

Dokumentation:

Konfiguration:

Scripts/Prozeduren:

Kernel/Root-Dateisysteme:

Weitere Dateien:

Source:

Programme:

Zur Konfiguration von eisfair muss lediglich die Datei config/boot.txt angepasst werden. Anschließend kann man dann mit einem Befehl die Bootdiskette erstellen.

Konfiguration

In diesem Schritt wird die Installationsdiskette vorbereitet. Dafür müssen folgende Punkte bekannt sein:

Diese Angaben gelten nur für die Installation und können nach einer erfolgreichen Installation geändert werden.

Die zur Konfiguration des eisfair-Servers verwendete Datei config/boot.txt wird im folgenden beschrieben. Diese Datei muss mit einem Text-Editor angepasst werden.

Sind spezielle Anpassungen/Erweiterungen erforderlich, die über die unten aufgeführten Einstellmöglichkeiten hinausgehen, benötigt man ein lauffähiges Linux-System, um Anpassungen im rootfs vorzunehmen. In diesem Fall hilft die Datei src/README weiter.

Für die Installation des eisfair-Servers als DSL-Router siehe hier

Die Konfigurationsdatei config/boot.txt

##--------------------------------------------------------------------------
## boot.txt - eisfair boot configuration parameters                   V1.0.1
##
##        P L E A S E   R E A D   T H E   D O C U M E N T A T I O N ,
##                      S E E   R E A D M E . T X T
##
##        B I T T E  U N B E D I N G T   D I E   D O K U M E N T A T I O N
##              L E S E N ,  S I E H E   R E A D M E . T X T
##
## Creation:     25.10.2001  fm
## Last Update:  28.10.2001  fm
##
## Copyright (c) 2001 Frank Meyer <frank@eisfair.org>
##
## This program is free software; you can redistribute it and/or modify
## it under the terms of the GNU General Public License as published by
## the Free Software Foundation; either version 2 of the License, or
## (at your option) any later version.
##--------------------------------------------------------------------------

#---------------------------------------------------------------------------
# General settings:
#---------------------------------------------------------------------------
HOSTNAME='eis'               # name of eisfair server
PASSWORD='eis'               # password for administrator (user 'eis')

#---------------------------------------------------------------------------
# Ethernet card drivers:
# uncomment your ethernet card
#---------------------------------------------------------------------------
ETH_DRV_N='1'                # number of ethernet drivers to load, usually 1
#ETH_DRV_1='3c505'           # ISA: 3COM Etherlink Plus (3c505)
#ETH_DRV_1='3c507'           # ISA: 3COM Etherlink 16 (3c507)
#ETH_DRV_1='3c509'           # ISA: 3COM EtherLinkIII (3c509)
#ETH_DRV_1='3c515'           # ISA: 3COM EtherLink XL ISA (3c515)
#ETH_DRV_1='3c59x'           # PCI: 3COM Vortex/Boomerang 3c59x,3c900,3c905
#ETH_DRV_1='82596'           # Apricot Xen-II on board Ethernet
#ETH_DRV_1='3c503'           # ISA: 3COM EtherLinkII (3c503)
#ETH_DRV_1='e2100'           # ISA: Cabletron E21xx ISA
#ETH_DRV_1='hp'              # ISA: HP PCLAN (27245, 27xxx) ISA
#ETH_DRV_1='hp-plus'         # ISA: HP PCLAN+ (27247B and 27252A) ISA
ETH_DRV_1='ne'               # ISA: NE2000 ISA clone (eg. Realtek 8019,
                             # Accton 16xx, NatSemi 8390, UMC 9003/9008)
#ETH_DRV_1='ne2k-pci'        # PCI: NE2000 PCI clone (eg. Realtek 8029,
                             # Winbond 89c940)
#ETH_DRV_1='smc-ultra'       # ISA: SMC ULTRA
#ETH_DRV_1='smc-ultra32'     # EISA: SMC ULTRA32 (NEW)
#ETH_DRV_1='wd'              # ISA: SMC WD80*3
#ETH_DRV_1='at1700'          # ISA: AT1700 (Fujitsu 86965) ISA
#ETH_DRV_1='cs89x0'          # ISA: IBM Etherjet, cs89x0 based Cards
#                            # (Option io=0xnnn necessary!)
#ETH_DRV_1='de4x5'           # PCI/EISA: Digital DE425, DE434, DE435, DE450, DE500
#ETH_DRV_1='depca'           # ISA: DEPCA, DE10x, DE200, DE201, DE202, DE422
#ETH_DRV_1='dgrs'            # PCI: Digi International RightSwitch PCI/EISA
#ETH_DRV_1='dmfe'            # PCI: DM9102 compatible PCI cards from Davicom
#ETH_DRV_1='elp486'          # ISA: Intel Professional Workstation/panther 82596
#ETH_DRV_1='eepro'           # ISA: Intel EtherExpress Pro/10
#ETH_DRV_1='eepro100'        # PCI: Intel EtherExpressPro PCI 10+/100B/100+
#ETH_DRV_1='eexpress'        # ISA: EtherExpress16 ISA
#ETH_DRV_1='epic100'         # PCI: SMC EPIC/100 (EtherPower II) PCI
#ETH_DRV_1='eth16i'          # ISA/EISA: ICL EtherTeam 16i/32
#ETH_DRV_1='ewrk3'           # ISA: EtherWORKS 3 ISA (DE203, DE204, DE205)
#ETH_DRV_1='fealnx'          # PCI: ASOUND LAN 8139 card - not RTL8139 (NEW)
#ETH_DRV_1='hp100'           # ISA/EISA/PCI: HP 10/100VG PCLAN (ISA, EISA, PCI)
#ETH_DRV_1='lance'           # ISA: AMD LANCE and PCnet (AT1500, NE2100) ISA
#ETH_DRV_1='old_tulip'       # PCI: Old DECchip Tulip (dc21x4x) PCI
#ETH_DRV_1='pcnet32'         # PCI: AMD PCI PCnet32
#ETH_DRV_1='rtl8139-orig'    # PCI: RealTek 8129/8139 (not 8019/8029!)
#ETH_DRV_1='rtl8139'         # PCI: RealTek 8129/8139 (not 8019/8029!) (NEW)
#ETH_DRV_1='8139too'         # PCI: RealTek 8139 10/100 MB (NEW)
#ETH_DRV_1='sis900'          # PCI: SiS 900/7016
#ETH_DRV_1='sundance'        # PCI: DFE-550FX or DFE-530TXS (NEW)
#ETH_DRV_1='tlan'            # PCI: TI ThunderLAN (Compaq Netelligent ...)
#ETH_DRV_1='tulip'           # PCI: DECchip Tulip (dc21x4x) PCI
#ETH_DRV_1='natsemi'         # PCI: Nat Semi
#ETH_DRV_1='starfire'        # PCI: Starfire
#ETH_DRV_1='via-rhine'       # PCI: VIA Rhine PCI (3043, VT86c100A, dfe-530tx)
#ETH_DRV_1='winbond-840'     # PCI: Winbond 840
#ETH_DRV_1='lanstreamer'     # Token Ring: IBM Auto LANStreamer PCI Adapter
#ETH_DRV_1='olympic'         # Token Ring: IBM cards (Pit/Pit-Phy/Olympic)
#ETH_DRV_1='ibmtr'           # Token Ring: IBM 16/4
#ETH_DRV_1='pcnet_cs'        # PCMCIA: NS8390-based cards (NE2000, DLINK etc)
#ETH_DRV_1='3c574_cs'        # PCMCIA: 3Com 574
#ETH_DRV_1='3c575_cb'        # PCMCIA: 3Com 575
#ETH_DRV_1='3c589_cs'        # PCMCIA: 3Com 589
#ETH_DRV_1='airo'            # PCMCIA: Airo 4500 & 4800 series cards
#ETH_DRV_1='airo_cs'         # PCMCIA: Airo 4500 & 4800 series cards
#ETH_DRV_1='eepro100_cb'     # PCMCIA: EtherExpress Pro 100
#ETH_DRV_1='epic_cb'         # PCMCIA: SMC 83c170 EPIC/100
#ETH_DRV_1='ibmtr_cs'        # PCMCIA: IBM Token Ring
#ETH_DRV_1='netwave_cs'      # PCMCIA: Netwave AirSurfer Wireless LAN
#ETH_DRV_1='nmclan_cs'       # PCMCIA: New Media Ethernet LAN
#ETH_DRV_1='ray_cs'          # PCMCIA: Raylink wireless cards
#ETH_DRV_1='smc91c92_cs'     # PCMCIA: SMC91c92-based cards
#ETH_DRV_1='tulip_cb'        # PCMCIA: DEC 21040-family cards
#ETH_DRV_1='wavelan_cs'      # PCMCIA: WaveLAN
#ETH_DRV_1='wavelan2_cs'     # PCMCIA: WaveLAN2
#ETH_DRV_1='wvlan_cs'        # PCMCIA: Lucent WaveLAN/IEEE 802.11
#ETH_DRV_1='xirc2ps_cs'      # PCMCIA: Xircom: CE2, CEM28, CEM33, or CE3
#ETH_DRV_1='wl24_cs'         # PCMCIA: ELSA Airlancer MC-2
#ETH_DRV_1='cs89x0_cs'       # PCMCIA: IBM EtherJet Ethernet Adapter
#ETH_DRV_1='orinoco_cs'      # PCMCIA: Orinoco Based WLAN Cards (NEW)
#ETH_DRV_1='axnet_cs'        # PCMCIA: Asix AX88190 Fast Ethernet (NEW)
#ETH_DRV_1='realtek_cb'      # PCMCIA: Realtek 8139 Based PCMCIA Cards
#                            # (D-Link DFE-690TXD) (NEW)
#ETH_DRV_1='xircce_cs'       # PCMCIA: Xircom CreditCard Ethernet CE-10 (NEW)


ETH_DRV_1_OPTION=''          # additional option, e.g. 'io=0x340' for ne

#---------------------------------------------------------------------------
# Ether networks used with IP protocol:
#---------------------------------------------------------------------------
IP_ETH_N='1'                     # number of ip ethernet networks, usually 1
IP_ETH_1_NAME=''                 # optional: other device name than ethX
IP_ETH_1_IPADDR='192.168.6.254'  # IP address of your n'th ethernet card
IP_ETH_1_NETWORK='192.168.6.0'   # network of your LAN
IP_ETH_1_NETMASK='255.255.255.0' # netmask of your LAN

#---------------------------------------------------------------------------
# Additional routes
#---------------------------------------------------------------------------
IP_DEFAULT_GATEWAY='192.168.6.1' # your default gateway, e.g. fli4l router
IP_ROUTE_N='0'                   # number of additional routes
IP_ROUTE_1='192.168.7.0 255.255.255.0 192.168.6.99' # network netmask gateway

#---------------------------------------------------------------------------
# Domain & DNS server
#---------------------------------------------------------------------------
DOMAIN_NAME='lan.home'           # your domain name
DNS_SERVER='192.168.6.1'         # your dns server, e.g. fli4l router

#---------------------------------------------------------------------------
# Optional PCMCIA support:
#---------------------------------------------------------------------------
OPT_PCMCIA='no'              # pcmcia cards used: yes or no
PCMCIA_PCIC='i82365'         # pcmcia socket driver: 'i82365' or 'tcic'
PCMCIA_PCIC_OPTS=''          # option for socket driver, usually empty
PCMCIA_CORE_OPTS=''          # option for pcmcia core driver, usually empty
PCMCIA_CARDMGR_OPTS=''       # option for pcmcia card manager, usually empty

#---------------------------------------------------------------------------
# URL to download additional packages
#---------------------------------------------------------------------------
BOOT_PATH='http://download.eisfair.org/'
INSTALL_URL='http://download.eisfair.org/packages/eis-list.txt'

#---------------------------------------------------------------------------
# URLs to download additional drivers
#---------------------------------------------------------------------------
DRIVER_URL_N='0'                # number of URLs to activate
                                # 1: SCSI package:
DRIVER_URL_1='http://download.eisfair.de/scsi/scsi-drv.txt' # SCSI

#---------------------------------------------------------------------------
# Automatic installation of additional packages after install
#   You can enter them here for automatic installation but it is
#   also possible to install them manually later
#---------------------------------------------------------------------------
PACKAGE_N='1'            # number of packages to install automatically
PACKAGE_1='apache'       # install Apache package
#PACKAGE_2='apache_php4' # install PHP4 package for Apache
#PACKAGE_3='apache_ssl'  # install SSL package for Apache
#PACKAGE_4='inet'        # install inet/ssh/ftp/telnet package
#PACKAGE_5='mail'        # install mailserver package
#PACKAGE_6='dyneisfair'  # DynDNS service, see http://eisfair.net/dyndns/

Zu beachten ist, dass diese Datei im DOS-Format gespeichert ist. Das heißt, sie enthält jeweils am Zeilenende ein zusätzliches Carriage-Return (CR). Da die meisten UNIX-Editoren damit keine Probleme bekommen, habe ich mich für dieses Format entschlossen, denn umgekehrt hat das Windows-Notepad bei fehlendem CR am Zeilenende keine Chance!

Sollte es wider Erwarten unter Unix/Linux doch Probleme mit dem Lieblingseditor geben, kann die Datei vor dem Editieren mit einem Befehl in das Unix-Format konvertiert werden:

  sh unix/dtou config/boot.txt

Für die Erstellung der Boot-Diskette ist es völlig unerheblich, ob die Datei CRs am Zeilenende enthält oder nicht. Sie werden beim Schreiben auf die Bootdiskette einschließlich der Kommentare komplett ignoriert.

Beschreibung der Parameter

Die Parameter werden ausführlich im Kapitel Grundkonfiguration erläutert. Daher wird an dieser Stelle nur auf die für die Disketteninstallation zusätzlich erforderlichen Parameter eingegangen:

PASSWORD
Hier sollte man ein gut gewähltes Passwort eintragen. Auf keine Fall das Standard-Passwort verwenden. Dieses gilt für die User root und eis.

Standardeinstellung: PASSWORD='eis'

BOOT_PATH
Der Boot von der Installationsdiskette wird in 3 Schritten vorgenommen:

  1. Boot von Diskette
  2. Laden der Netzwerkkartentreiber
  3. Nachladen von weiteren Dateien über das Netzwerk

BOOT_PATH gibt den Ort an, wo der zweite Teil der Boot-Dateien zu finden ist.

INSTALL_URL
Auf dem eisfair-Server können weitere Pakete (wie Web-, Mail- und FTP-Server) installiert werden. Diese werden über das Internet installiert. INSTALL_URL gibt den Ort an, wo das Inhaltsverzeichnis aller verfügbaren Pakete geladen werden kann; siehe auch Setup-Programm.

DRIVER_URL_N DRIVER_URL_x
Hier können weitere Treiber nachgeladen werden, z.B. SCSI-Module. Für SCSI muss lediglich DRIVER_URL_N='1' gesetzt werden, um die nachfolgende Variable DRIVER_URL_1 zu aktivieren. Wird kein SCSI benötigt, sollte DRIVER_URL_N='0' eingestellt werden.

PACKAGE_N PACKAGE_x

Nach der Installation des eisfair-Basispaketes können direkt automatisch weitere Pakete nachinstalliert werden. Dafür muss dann PACKAGE_N auf die Anzahl der Pakete eingetragen und die entsprechenden Variablen PACKAGE_x gesetzt werden. Diese Pakete lassen sich auch alle nachträglich manuell installieren, sodass diese Variablen nicht unbedingt schon hier benutzt werden müssen. Außerdem spiegeln sie nur einen kleinen Teil des eisfair- Software-Angebotes wider.

Zur automatischen Installation können ausgewählt werden:

apache2 Apache Webserver
apache2_php5 PHP4-Unterstützung für Apache
apache_ssl SSL-Unterstützung für Apache
inet inet/ssh/ftp/telnet-Services
mail Mailserver
dyneisfair DynDNS-Service, s.a. http://eisfair.net/dyndns/

Erstellen der Installationsdiskette

Sind alle Konfigurationsarbeiten erledigt, kann nun die Bootdiskette erstellt werden.

Mit dem Befehl

sh mkboot.sh für Linux/Unix

oder

mkboot für Windows

werden u.a. die benötigten Treiber/Programme aus dem Verzeichnis opt zusammen mit Kernel und Root-Dateisystem auf die Diskette geschrieben.

Dazu muss speziell bei Windows das Kommando in einer DOS-Box eingegeben werden. Das heißt aber nicht, dass das Erzeugen der Boot-Diskette auch im reinen DOS-Modus möglich wäre. Grund: lange Dateinamen im Verzeichnis opt.

Die Linux/Unix-Version schreibt zunächst eine DOS-FAT (leert also damit die Diskette!) und einen Boot-Sektor incl. Boot-Programm auf die Diskette. Anschließend werden dann der Kernel, das Root-Dateisystem und das Tar-Archiv opt.tgz geschrieben.

Die Windows-Variante funktioniert ähnlich, nur ist es unbedingt erforderlich, eine frisch formatierte Diskette einzulegen, weil diese vom Script nicht automatisch geleert wird.

In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass vorformatierte Disketten beim Booten von eisfair über 5 Minuten benötigen. Normalerweise dauert der Installations-Boot lediglich 1 bis 2 Minuten. Wenn es wesentlich länger dauert, liegt es wahrscheinlich an einem ungünstigen Interleave. In diesem Fall kann man so eine Diskette einfach unter DOS/Windows neu formatieren. Auch hilft es oft, die Option ,,-s`` aus der Batchdatei mkfloppy.bat hinter dem syslinux-Aufruf herauszunehmen.

Bei Windows 2000 oder XP erscheint evtl. beim Erstellen der Diskette die Meldung:

''16-Bit-MS-DOS-Teilsystem: Laufwerk A:. Das Laufwerk konnte nicht für exklusiven Zugriff gesperrt werden. Eventuell verwendet eine andere Anwendung das Laufwerk...''

Diese Meldung sollte mit ,,Ignorieren`` bestätigt werden. Anschließend wird die Diskette normal erzeugt.

Ändert man später die Konfiguration, ist es lediglich nötig, die Dateien opt.tgz und rc.cfg auf der bereits beschriebenen Diskette auszutauschen. Das geht so:

Linux:

  sh mktgz.sh             # Archiv opt.tgz und Datei rc.cfg erzeugen
  cd img                  # In das Unterverzeichnis "img" wechseln
  mcopy opt.tgz a:        # Datei opt.tgz auf die Diskette kopieren
  mcopy rc.cfg a:         # NEU! Datei rc.cfg auf die Diskette kopieren

Windows (in DOS-Box):

  mktgz                   # Archiv opt.tgz und Datei rc.cfg erzeugen
  cd img                  # In das Unterverzeichnis "img" wechseln
  copy opt.tgz a:         # Datei opt.tgz auf die Diskette kopieren
  copy rc.cfg a:          # NEU! Datei rc.cfg auf die Diskette kopieren

Das war es!

Erstellen der Daten-Diskette

Die zweite Diskette wird mit dem Befehl

sh mkfloppy.sh für Linux/Unix

oder

mkfloppy für Windows

erzeugt. Auf ihr werden die konfigurationsabhängigen Dateien, unter anderem die Netzwerkkartentreiber und Netzwerkparameter, abgelegt. Bei einer Änderung der Konfiguration muss diese Diskette mit dem obigen Befehl neu erstellt werden.

Das war's !

Booten und Partitionierung

Die erstellte Bootdiskette wird in den zukünftigen eisfair-Server geschoben und anschließend der Rechner gestartet. Die zweite Diskette mit den konfigurationsabhängigen Daten wird automatisch vom System angefordert.

Wichtig: Der Rechner muss bereits einen Netzwerkanschluss an das LAN haben. Bei erfolgreicher Erkennung der Netzwerkkarte werden beim Boot bereits einige Dateien aus dem Netz nachgeladen.

Das Installationsprogramm fragt einige Male, bevor es die komplette Festplatte partitioniert und formatiert.

Am Ende kann der Rechner ohne Diskette neu gestartet werden. Wenn Alles reibungslos funktioniert hat, meldet sich der Rechner mit einem Login.

Yves Schumann 2011-11-27