Unterabschnitte
Dieses Package wurde initial von Frank Meyer (E-MAIL frank@fli4l.de)
zusammengestellt und wird von Jürgen Edner (E-MAIL fli4l-eisfair@telejeck.de)
weiterentwickelt. Diese Dokumentation wurde bereits auf die nächste
Version v1.7.12 abgestimmt. Nutzer vorheriger Version sollten die im
jeweiligen Mail-Paket enthaltene Dokumentation als Referenz verwenden.
In diesem Paket wurden verschiedenste Komponenten zusammengestellt, die zusammen
ein komplettes Mail-Package ergeben. D.h. mittels Fetchmail können externe
Mail-Konten über das POP3- oder IMAP4-Protokoll abgeholt und über den lokalen
SMTP-Server (Exim) weiterverteilt werden. Der SMTP-Server Exim nimmt Mails entgegen
und speichert sie lokal oder sendet sie weiter an einen weiteren SMTP-Server. Lokal
gespeicherte Mails können von den Benutzern über einen POP3/IMAP4-Client (z.B.
Netscape, Outlook-Express usw.) vom POP3/IMAP4-Server abgerufen werden. Eine
einfache Art von Mailinglisten wurde ebenfalls integriert. Unter Zuhilfenahme von
externen Zusatzkomponenten ist optional die Überprüfung der transferierten
Nachrichten auf Viren oder Spam möglich.
Das Mail-Package besteht im einzelnen aus folgenden Komponenten:
Diese Package benötigt das inet-Package um die POP3- und IMAP-Daemon starten und
auch TLS-Verbindungen unterstützen zu können. Das perl-Package wird benötigt um
diverse Skripte bzw. die Abwesenheitsbenachrichtigung nutzen zu können.
Um die Viren- und Spam-Funktion nutzen zu können wird zusätzliche
Software benötigt, welche zur Zeit noch nicht als eisfair-Packages zur Verfügung steht.
Das Mail-Package wird über das Setup-Menü installiert. Wird eine ältere Package-Version
vorgefunden, so wird deren Konfiguration gesichert und das alte Paket deinstalliert
bevor die neuen Programmdateien installiert und die Konfiguration übernommen wird.
Danach wird direkt der Konfigurations-Editor gestartet um die Konfiguration eventuell
anzupassen.
Bei einer Neuinstallation wird automatisch die basic-Konfiguration, bei
einem Update die advanced-Konfiguration geöffnet. Nach Beendigung diese Schrittes
werden die Konfigurationsdateien generiert und alle benötigten Programme gestartet.
Das Menü im Setup-Programm ist wie folgt aufgebaut:
- View documentation: Anzeigen der Dokumentation
- Edit configuration (basic): Bearbeiten der Basiskonfiguration
- Edit configuration (advanced): Bearbeiten der Komplettkonfiguration
- Advanced configuration file handling: Konfigurationen verwalten
- View configuration log file: Die Konfigurations-Logmeldungen anzeigen
- Show Status: Status der Mail-Komponenten anzeigen
- Stop mail services: Alle Mail-Komponenten anhalten
- Start mail services: Alle Mail-Komponenten starten
- Toggle POP3/IMAP access: POP3/IMAP-Zugriff sperren/aktivieren
- Goto mail tools: Zum Menü mit erweiterten Funktionen springen
- Check TLS certificates: Prüfen der TLS-Zertifikate
- Check receiver email address: Prüfen einer Empfängeradresse
- Check sender email address: Prüfen einer Absenderadresse
- Check address rewrite rules: Prüfen der Adressumschreibregeln
- read email: Mail des angemeldeten Anwenders lesen
- send email: Mail als angemeldeter Anwender versenden
- Force mail request: Mail-Abfrage manuell anstossen
- Force mail request (selective with fetchall set!): Selektive Mail-Abfrage
manuell anstossen mit der aktivierten Option `fetchall'
- Force queue run: Mail-Auslieferung manuell anstossen
- Process mail queue: Bearbeiten der Mail-Warteschlange
- View statistics: Allgemeine Statistiken anzeigen
- View fetchmail log file: Die Fetchmail-Logdatei anzeigen
- View main log file: Die Haupt-Logdatei anzeigen
- View reject log file: Die Logdatei über abgewiesene Mail anzeigen
- View panic log file: Die Logdatei für schwere Exim-Fehler anzeigen
- Exit: Untermenü verlassen
- Goto mail modules: Zum Menü für zusätzliche Module springen
- Exit: Untermenü verlassen
- Exit: Untermenü verlassen
Die Menüpunkte dürften selbsterklärend sein, da sie keinerlei weiteren
Input erwarten. Deshalb wird auf deren Funktion vorerst nicht weiter eingegangen.
Die Konfiguration kann über die Menüpunkte `Edit configuration (basic)'
oder `Edit configuration (advanced)' geändert werden. Bei Verwendung
der basic-Konfiguration wird nur ein Teil der Konfigurationsparameter
angezeigt, bei der advanced-Konfiguration werden alle Parameter angezeigt.
Standardmäßig wird der Editor `joe' aufgerufen. Nachdem der Editor beendet wurde
wird abgefragt, ob die Konfiguration aktiviert werden soll. Wird dies bestätigt,
werden über ein Skript die modifizierten Änderungen umgehend wirksam gemacht. Es
ist zu beachten, dass einige Programme eigenständig bei erneuter Aktivierung die
Konfigurationsdatei neu einlesen, somit führt ein Beantwortung dieser Abfrage mit
`Nein' nur zu einem kurzen Aufschub der Aktivierung.
In der Konfigurationsdatei, die über das Menü zugänglich ist, sind folgende
Parameter vorhanden; wer sie von Hand editieren will findet sie unter
/etc/config.d/mail.
POP3 und IMAP-Server dienen als Schnittstelle zum lokalen Postfach auf dem
eisfair-Server und ermöglichen den Zugriff auf die eingegangenen Nachrichten.
-
- START_MAIL
- Für die Aktivierung des mail-Paketes muss diese Variable auf
den Wert `yes' gestellt werden. Die Einstellung `no' schaltet
das mail-Paket ab.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: START_MAIL='no'
- START_POP3
- Für die Aktivierung des POP3-Servers muss diese Variable lediglich auf
den Wert `yes' gestellt werden. Die Einstellung `no' schaltet den POP3-
Server ab.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: START_POP3='yes'
- START_IMAP
- Für die Aktivierung des IMAP4-Servers muss diese Variable lediglich auf
den Wert `yes' gestellt werden. Die Einstellung `no' schaltet den
IMAP4-Server ab.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: START_IMAP='yes'
Die folgenden Parameter sind nur relevant, wenn entweder START_POP3='yes'
oder START_IMAP='yes' gesetzt wurden.
-
- POP3IMAP_CREATE_MBX (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter wird gesteuert, ob für imapd, abweichend vom
Standard Mailbox-Format (MBOX), das MBX-Format durch Anlegen entsprechender
INBOX-Dateien aktiviert werden soll. Dies hat den Vorteil, dass auch
Mehrfachzugriffe auf eine Mailbox möglich sind. Ein Nachteil ist jedoch,
dass das MBX-Locking nicht über NFS-Mounts genutzt werden kann.
Gültige Werte: yes oder no
Standard-Einstellung: POP3IMAP_CREATE_MBX='yes'
- POP3IMAP_TRANSPORT (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter wird festgelegt, ob als Transport-Protokoll POP3
(unverschlüsselt), POP3 über TLS (tls) oder beides (both) verwendet
werden soll. Bei Verwendung von TLS ist sicherzustellen, dass zuvor
entsprechende Server- Zertifikate installiert werden.
Gültige Werte: default, tls, both
Standard-Einstellung: POP3IMAP_TRANSPORT='default'
- POP3IMAP_IDENT_CALLBACKS (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter wird festgelegt ob der POP3 und IMAP-Deamon einen
Ident-Callback durchführen soll. Falls der initiale Verbindungsaufbau
beim Abruf von Nachrichten relativ lange dauern sollte, kann man diesen
Parameter auf 'no' setzen. In diesem Fall werden jedoch keine Meldungen
über einen erfolgreichen bzw. gescheiterten Verbindungsaufbau mehr in
der Systemlogdatei gespeichert.
Gültige Werte: yes oder no
Standard-Einstellung: POP3IMAP_IDENT_CALLBACKS='yes'
- MAIL_USER_USE_MAILONLY_PASSWORDS (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter wird gesteuert, ob eine separate Kennwortdatei für
POP3/IMAP verwendet werden soll. Die Verwendung separater Mail-Kennwörter
verhindert, dass die sonst verwendeten System-Kennwörter bei Abfrage des
lokalen POP3/IMAP-Postfaches unverschlüsselt über das Netzwerk geschickt
werden.
Gültige Werte: yes oder no
Standard-Einstellung: MAIL_USER_USE_MAILONLY_PASSWORDS='no'
- MAIL_USER_N (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter wird die Anzahl der POP3/IMAP-Accounts angegeben,
die auf diesem Rechner für den Mail-Abruf eingerichtet werden sollen.
Optional kann hier auch ein separates Mail-Kennwort eingerichtet werden.
(siehe hierzu auch Parameter MAIL_USER_USE_MAILONLY_PASSWORDS)
Gültige Werte: Zahl
Standard-Einstellung: MAIL_USER_N='0'
- MAIL_USER_x_ACTIVE (ADVANCED-Modus)
- Wird dieser Parameter auf den Wert `yes' gesetzt, so wird der zugehörige
Datensatz aktiviert, `no' deaktiviert ihn.
Gültige Werte: yes oder no
Beispiel: MAIL_USER_1_ACTIVE='no'
- MAIL_USER_x_USER / MAIL_USER_x_PASS (ADVANCED-Modus)
- Hier muss das auf diesem Rechner eingerichtete Mail-Benutzerkonto und
das `optionale' Mail-Kennwort eingegeben werden. (siehe hierzu auch Parameter
MAIL_USER_USE_MAILONLY_PASSWORDS)
Es ist unbedingt sicherzustellen, dass ein gleichlautendes System- Benutzerkonto
existiert. Bei Verwendung eines optionalen Mail-Kennwort sollte sich dieses
unbedingt von dem Systemkennwort UNTERSCHEIDEN um ein höchstes Maß an Sicherheit
zu gewährleisten!
ACHTUNG
Unbedingt Klein- / Grossschreibung beachten!
Lokale User über das eisfair-Setup-Menü einrichten!
Gültige Werte: Username bzw. Kennwort
Beispiel:
MAIL_USER_1_USER='username'
MAIL_USER_1_PASS='secret'
Hinweis: Will man eine grosse Anzahl von Usern anlegen, so ist es möglich diese
über eine csv-Datei der aktuellen Konfigurationsdatei hinzuzufügen. Hierzu kopiert
man eine Datei `pop3imap.csv' in das Verzeichnis /var/spool/exim und ruft das Programm
`/var/install/config.d/mail-update.sh import' auf.
Eine vorhandene User-Liste kann in eine Datei `pop3imap.csv', im Verzeichnis
/var/spool/exim exportiert werden, indem man das Programm `/var/install/config.d/mail-update.sh export'
aufruft.
Die csv-Datei muss wie folgt aufgebaut sein:
#username,password,active
user1,password1,yes
user2,password2,no
Über die folgenden Parameter lassen sich IMAP-Ordner definieren, die von allen
Anwendern gleichzeitig genutzt werden können. Dies ist z.B. sinnvoll um allgemeine
Nachrichten an zentraler Stelle abzulegen. Shared-Ordner unterscheiden sich von
Pulic-Ordnern nur die die Zugriffsberechtigungen, d.h. auf Public-Ordner können
auch Anwender zugreifen, die nicht der über den Parameter IMAP_SHARED_PUBLIC_USERGROUP
festgelegten Benutzergruppe (Standard-Gruppei: 'users'), angehören.
Um eine Nachricht in einem solchen Ordner abzulegen, schickt man einfach eine Nachricht
an den Ordner und verwendet als Adresse den Namen des Shared- bzw. Public-Ordners.
Will man z.B. eine Nachricht im Ordner `Family-News' ablegen, so lautet dessen
Adresse `Family-News@lokal.lan'.
Anwender die den lokalen Domains angehören können Nachrichten sowohl an Shared-
als auch Public-Ordner schicken, externe Anwender sind nur berechtigt Nachrichten
an Public-Ordner zu schicken.
-
- IMAP_SHARED_PUBLIC_USERGROUP (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter kann die System- Benutzergruppe eingestellt werden, in
die die `internen', vom IMAP-Daemon benutzten, User-Accounts `imapshared'
und `imappublic' aufgenommen werden sollen. Wird dieser Parameter leer
gelassen, so wird die Standard-Gruppe 'users' verwendet.
Gültige Werte: System-Benutzergruppe
Standard-Einstellung: IMAP_SHARED_PUBLIC_USERGROUP=''
- IMAP_SHARED_FOLDER_N (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter wird die Anzahl der IMAP-Shared-Ordner angegeben,
die auf diesem Rechner eingerichtet werden sollen. Diese sind über den
virtuellen Ordner `#shared' aus der IMAP-Anwendung abonnierbar.
Standardmässig haben alle Mitglieder der über IMAP_SHARED_PUBLIC_USERGROUP
eingestellten System-Benutzergruppe die Berechtigung in diesem
Verzeichnis Ordner anzulegen und schreibend bzw. lesend auf diese zuzugreifen.
(Berechtigungsmaske: Verzeichnis 0770, Ordner 0660)
Gültige Werte: Zahl
Standard-Einstellung: IMAP_SHARED_FOLDER_N='0'
- IMAP_SHARED_FOLDER_x_ACTIVE (ADVANCED-Modus)
- Wird dieser Parameter auf den Wert `yes' gesetzt, so wird der zugehörige
Datensatz aktiviert, `no' deaktiviert ihn.
Gültige Werte: yes oder no
Beispiel: IMAP_SHARED_FOLDER_1_ACTIVE='no'
- IMAP_SHARED_FOLDER_x_NAME (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter wird der Name eines IMAP-Shared-Ordner angegeben,
der auf diesem Rechner eingerichtet werden soll. Wird vor dem Ordnernamen
ein Unterverzeichnis angegeben, so wird dieses gegebenenfalls angelegt.
Es ist darauf zu achten, dass der Name des IMAP-Shared-Ordner einmalig ist.
Es ist nicht möglich den gleichen Namen für IMAP-Shared-Ordner zu verwenden
auch wenn diese in anderen Verzeichnissen liegen.
Gültige Werte: Ordnername
Beispiel: IMAP_SHARED_FOLDER_1_NAME='Family-News'
- IMAP_SHARED_FOLDER_x_USERGROUP (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter kann eine individuelle Benutzergruppe eingestellt werden
um den Zugriff auf den Ordner weiter einzuschränken. Wurde über den Parameter
IMAP_SHARED_PUBLIC_USERGROUP eine Gruppe
festgelegt, so fungiert diese als Standardgruppe wenn über diesen Parameter
keine festgelegt wurde.
Gültige Werte: System-Benutzergruppe
Standard-Einstellung: IMAP_SHARED_FOLDER_1_USERGROUP=''
- IMAP_PUBLIC_FOLDER_N (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter wird die Anzahl der IMAP-Public-Ordner angegeben,
die auf diesem Rechner eingerichtet werden sollen. Diese sind über den
virtuellen Ordner `#public' aus der IMAP-Anwendung abonnierbar.
Standardmässig haben alle Mitglieder der über IMAP_SHARED_PUBLIC_USERGROUP
eingestellten System-Benutzergruppe und alle anderen Anwender die Berechtigung
in diesem Verzeichnis Ordner anzulegen und schreibend bzw. lesend auf diese
zuzugreifen. (Berechtigungsmaske: Verzeichnis 0777, Ordner 0666)
Gültige Werte: Zahl
Standard-Einstellung: IMAP_PUBLIC_FOLDER_N='0'
- IMAP_PUBLIC_FOLDER_x_ACTIVE (ADVANCED-Modus)
- Wird dieser Parameter auf den Wert `yes' gesetzt, so wird der zugehörige
Datensatz aktiviert, `no' deaktiviert ihn.
Gültige Werte: yes oder no
Beispiel: IMAP_PUBLIC_FOLDER_1_ACTIVE='no'
- IMAP_PUBLIC_FOLDER_x_NAME (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter wird der Name eines IMAP-Public-Ordner angegeben,
der auf diesem Rechner eingerichtet werden soll. Wird vor dem Ordnernamen
ein Unterverzeichnis angegeben, so wird dieses gegebenenfalls angelegt.
Es ist darauf zu achten, dass der Name des IMAP-Public-Ordner einmalig ist.
Es ist nicht möglich den gleichen Namen für IMAP-Public-Ordner zu verwenden
auch wenn diese in anderen Verzeichnissen liegen.
Gültige Werte: Ordnername
Beispiel: IMAP_PUBLIC_FOLDER_1_NAME='Announcments'
- IMAP_PUBLIC_FOLDER_x_USERGROUP (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter kann eine individuelle Benutzergruppe eingestellt werden
um den Zugriff auf den Ordner weiter einzuschränken. Wurde über den Parameter
IMAP_SHARED_PUBLIC_USERGROUP eine Gruppe
festgelegt, so fungiert diese als Standardgruppe wenn über diesen Parameter
keine festgelegt wurde.
Gültige Werte: System-Benutzergruppe
Standard-Einstellung: IMAP_PUBLIC_FOLDER_1_USERGROUP=''
Um der Vollständigkeit willen sei erwähnt, dass es auch möglich ist Dateien, die
per FTP übertragen wurden, über den Mail-Client abzurufen. Einzige Voraussetzung
hierfür ist es, dass sich diese im Home-Verzeichnis des ftp-Users befinden.
Danach kann man die Dateien wie andere IMAP-Ordner abonnieren bzw. herunterladen.
Über die Fetchmail-Konfiguration wird eingestellt, ob und welche externe Mail-Konten
ausgelesen werden sollen. Die Mails werden dann auf ein lokales Mail-Konto übertragen.
-
- START_FETCHMAIL
- Dieser Parameter bestimmt, ob Fetchmail gestartet werden soll oder
nicht. Mit `yes' wird Fetchmail aktiviert, mit dem Wert `no' wird
dieser Dienst abgeschaltet. In diesem Fall sind die folgenden
Konfigurationsparameter irrelevant.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: START_FETCHMAIL='yes'
- FETCHMAIL_PROTOCOL
- Verwendetes Protokoll zur Übertragung der Mails, normalerweise `pop3'
Gültige Werte: imap, pop3, pop2
Standard-Einstellung: FETCHMAIL_PROTOCOL='pop3'
- FETCHMAIL_LIMIT
- Maximale Größe für eine Mail in Bytes. Überschreitet eine Mail die
angegebene Größe, so wird diese Mail nicht abgeholt. Wird dieser Parameter
auf `0' gesetzt, so wird die Limitüberprüfung deaktiviert (wird nicht empfohlen).
Der vorgegebene Wert entspricht einer Größe von 4MB. Wird kein Wert angegeben,
so werden Mails bis zu einer Grösse von 4Mb akzeptiert.
Gültige Werte: Zahl
Standard-Einstellung: FETCHMAIL_LIMIT='4096000'
- FETCHMAIL_WARNINGS
- Über diesen Parameter legt man fest, in welchem Intervall Warnmeldungen
über `übergroße' Mails, deren maximale Größe über den Parameter
FETCHMAIL_LIMIT eingestellt wird, an den Postmaster geschickt werden sollen.
Eine erste Benachrichtigung wird immer am Ende der Postfachabfrage, in deren
Verlauf die übergroße Nachricht erkannt wurde, verschickt. Danach werden diese
Benachrichtigungen solange unterdrückt, bis die über diesen Parameter
eingestellte Zeitspanne verstrichen ist. Um also nach 24 Stunden erneut
informiert zu werden setzt man diesen Wert auf 86400 (Sekunden).
Gültige Werte: Zahl
Standard-Einstellung: FETCHMAIL_WARNINGS='86400'
- FETCHMAIL_DAEMON
- Dieser Parameter gibt an, wie oft Fetchmail die konfigurierten
Mail-Konten abfragen soll. Auch dieses Intervall wird in Sekunden
angegeben. Der Wert `1800' bedeutet also ein Intervall von 30
Minuten.
Gültige Werte: Zahl
Standard-Einstellung: FETCHMAIL_DAEMON='1800'
- FETCHMAIL_TIMEOUT
- Dieser Parameter legt fest wie lange auf eine Antwort vom abzurufenden
Server gewartet werden soll, bevor ein Abbruch erfolgt. Die Angabe
erfolgt in Sekunden.
Gültige Werte: Zahl
Standard-Einstellung: FETCHMAIL_TIMEOUT='90'
- FETCHMAIL_N
- Anzahl der abzufragenden Mailkonten. Diese werden nun im folgenden
konfiguriert. Die folgenden Variablen müssen dann jeweils für jedes
Mailkonto angegeben werden, also z.B. FETCHMAIL_SERVER_1,
FETCHMAIL_SERVER_2 usw.
Gültige Werte: Zahl
Standard-Einstellung: FETCHMAIL_N='1'
- FETCHMAIL_x_ACTIVE
- Wird dieser Parameter auf den Wert `yes' gesetzt, so wird der zugehörige
Datensatz aktiviert, `no' deaktiviert ihn.
Gültige Werte: yes oder no
Beispiel: FETCHMAIL_1_ACTIVE='no'
- FETCHMAIL_x_COMMENT
- Dies ist ein Kommentarfeld, welches die Identifizierung des
abzurufenden Servers erleichtern soll.
Gültige Werte: beliebiger Text
Beispiel: FETCHMAIL_1_COMMENT='Dies ist mein Server'
- FETCHMAIL_x_SERVER
- Hier wird der x'te POP3-Server angegeben. Bei web.de wäre das zum
Beispiel mail.web.de.
Gültige Werte: Servername
Beispiel: FETCHMAIL_1_SERVER='mail.domain.com'
Hinweis: Will man eine grosse Anzahl von Accounts anlegen,
so ist es möglich diese über eine csv-Datei der aktuellen
Konfigurationsdatei hinzuzufügen. Hierzu kopiert man eine Datei
`fetchmail.csv' in das Verzeichnis /var/spool/exim und ruft das
Programm `/var/install/config.d/mail-update.sh import' auf.
Eine vorhandene User-Liste kann in eine Datei `fetchmail.csv', im Verzeichnis
/var/spool/exim exportiert werden, indem man das Programm `/var/install/config.d/mail-update.sh export'
aufruft.
Die csv-Datei muss wie folgt aufgebaut sein:
#server,active,username,password,forward,smtphost,imap_folder,domain,envelope,server_aka(s),local_domain(s),protocol,port,auth,keep,fetchall,msg_limit,ssl_protocol,ssl_transport,ssl_fingerprint
server1,no,username1,password1,forward-addr1,,,no,no,2:svr-aka1:svr-aka2,0,,port1,,no,yes,10,none,no,
server2,no,username2,password2,forward-addr2,,,no,no,0,2:ldom1:ldom2,,port2,,no,yes,10,none,no,
- FETCHMAIL_x_USER / FETCHMAIL_x_PASS
- Hier muss das Benutzerkonto zusammen mit dem zugehörigen Passwort auf
dem entfernten POP3-Server eingetragen werden.
Gültige Werte: Username bzw. Kennwort
Beispiel:
FETCHMAIL_1_USER='username'
FETCHMAIL_1_PASS='secret'
- FETCHMAIL_x_FORWARD
- Diese Konfigurationsvariable gibt die Mail-Adresse an, wohin
die Mails für dieses Konto weitergeleitet werden sollen. Im
allgemeinen ist dieses eine lokale Mail-Adresse, so dass der
SMTP-Server Exim die Mails entgegennehmen wird. In diesem
Fall ist dann natürlich auch START_SMTP='yes' einzustellen,
siehe unten.
Gültige Werte: vollständige Email-Adresse
Beispiel: FETCHMAIL_1_FORWARD='user@local.lan'
- FETCHMAIL_x_SMTPHOST (ADVANCED-Modus)
- Hier kann man den SMTP-Host angeben, an welchen die Mails
weitergeleitet werden sollen. Soll der lokale SMTP-Server
verwendet werden, bleibt diese Variable leer.
Gültige Werte: leer bzw. SMTP-Hostname
Beispiel: FETCHMAIL_1_SMTPHOST=''
- FETCHMAIL_x_IMAP_FOLDER (ADVANCED-Modus)
- Wurde der Parameter FETCHMAIL_x_PROTOCOL='imap' gesetzt, so
können über diesen Parameter individuelle IMAP-Ordner angegeben
werden die über Fetchmail abgerufen werden sollen. Wird der
Parameter leer gelassen, so wird nur die Standard-Mailbox
'INBOX' abgerufen. Mehrere Ordnernamen müssen durch ein
Komma voneinander getrennt eingegeben werden.
Gültige Werte: leer bzw. IMAP-Ordner
Beispiel: FETCHMAIL_1_IMAP_FOLDER=''
- FETCHMAIL_x_DOMAIN (ADVANCED-Modus)
- FETCHMAIL_x_DOMAIN bestimmt, ob die Mails vom Mailkonto
des entfernten POP3-Servers für eine komplette Domain verteilt
werden sollen.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: FETCHMAIL_x_DOMAIN='no'
- FETCHMAIL_x_ENVELOPE (ADVANCED-Modus)
- Dieser Parameter legt fest, ob bei Verwendung einer Mult-Drop-Mailbox auch
die Adressen im Nachrichten-Envelope überprüft werden sollen. In Ausnahmefällen,
wenn z.B. der ursprüngliche Empfänger einer Nachricht aus dem eigentlichen
Nachrichten-Header nicht mehr ersichtlich ist, kann es sinnvoll sein diesen
Parameter auf den Wert 'yes' zu setzen.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: FETCHMAIL_x_ENVELOPE='no'
- FETCHMAIL_x_ENVELOPE_HEADER (ADVANCED-Modus)
- Beim Abruf einer Mult-Drop-Mailbox kann man über diesen Parameter festlegen,
wie die Einträge im Nachrichten-Envelope gekennzeichnet sind die die originalen
Empfängeradressen beinhalten. Standardmäßig wird nach einem Eintrag `X-Envelope-To:'
gesucht, jedoch kann es sein dass ein Internet-Provider die Angabe eines abweichenden
Eintrags notwendig macht.
Gültige Werte: gültiger Envelope-Eintrag
Standard-Einstellung: FETCHMAIL_x_ENVELOPE_HEADER=''
- FETCHMAIL_x_SERVER_AKA_N (ADVANCED-Modus)
- Dieser Parameter gibt an, wieviele alternative DNS Aliases für den Mailserver
über die Parameter FETCHMAIL_x_SERVER_AKA_y definiert worden sind. Es ist
zu beachten, dass dieser und der folgende Parameter nur funktionsfähig sind,
wenn FETCHMAIL_x_DOMAIN='yes' gesetzt wurde.
Gültige Werte: Zahl
Standard-Einstellung: FETCHMAIL_x_SERVER_AKA_N='0'
- FETCHMAIL_x_SERVER_AKA_y (ADVANCED-Modus)
- Bei der Abfrage eines Postfaches durchsucht Fetchmail den Nachrichten-Header
nach Namen des Mailservers. Definiert man nun über diesen Parameter alternative
DNS Aliases für den Mailservers, so wird die Überprüfung beschleunigt und die
Notwendigkeit von DNS-Anfragen reduziert.
Hinweis: Wird z.B. ein Domain-Suffix `netaxs.com' konfiguriert, so trifft dieser
auf alle auf diesen Suffix endenden Hostnamen, wie z.B. `pop3.netaxs.com' oder
`mail.netaxs.com' zu.
Gültige Werte: Domainname
Standard-Einstellung: FETCHMAIL_x_SERVER_AKA_y=''
- FETCHMAIL_x_LOCALDOMAIN_N (ADVANCED-Modus)
- Dieser Parameter gibt an, wieviele lokale Domains über die Parameter
FETCHMAIL_x_LOCALDOMAIN_y definiert
worden sind. Es ist zu beachten, dass dieser und der folgende Parameter
nur funktionsfähig sind, wenn FETCHMAIL_x_DOMAIN='yes' gesetzt wurde.
Gültige Werte: Zahl
Standard-Einstellung: FETCHMAIL_x_LOCALDOMAIN_N='0'
- FETCHMAIL_x_LOCALDOMAIN_y (ADVANCED-Modus)
- Bei einem Mail-Abruf wird die hier angegebenen Domain dazu genutzt um
zu prüfen, ob es sich bei der Empfänger-Domain in einer Mail um eine lokale
oder nicht lokale Domain handelt. Nur wenn es zu einer Übereinstimmung
kommt wird die Mail abgeholt.
Gültige Werte: Domainname
Standard-Einstellung: FETCHMAIL_x_LOCALDOMAIN_y=''
- FETCHMAIL_x_PROTOCOL (ADVANCED-Modus)
- Hier kann das verwendete Protokoll zur Übertragung der Mails, abweichend vom
Standard-Protokoll, welches über den Parameter
FETCHMAIL_PROTOCOL festgelegt wurde, definiert
werden. Dieser Parameter muss normalerweise nicht gesetzt werden!
Gültige Werte: leer bzw. imap, pop3, pop2
Standard-Einstellung: FETCHMAIL_x_PROTOCOL=''
- FETCHMAIL_x_PORT (ADVANCED-Modus)
- Hier kann der verwendete IP-Port zur Übertragung der Mails,
abweichend vom Standard-Port des gewählten Protokolls, definiert
werden. Dieser Parameter muss normalerweise nicht gesetzt werden!
Gültige Werte: leer bzw. Zahl
Standard-Einstellung: FETCHMAIL_x_PORT=''
- FETCHMAIL_x_AUTH_TYPE (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter wird die zu verwendende Authentifizierung
eingestellt. Standardmässig wird `any' verwendet. Dabei wird in
folgender Reihenfolge versucht die Mails abzurufen: ohne Kennwort -
maskiertes Kennwort - klartext Kennwort. Wird beim Aufbau der
Verbindung zum Beispiel eine Fehlermeldung `SSL connection failed'
angezeigt, so sollte man diesen Parameter auf `password' setzen
um die Verwendung von SSL/STLS beim Verbindungsaufbau zu unterbinden.
Gültige Werte: leer bzw. any, password
Standard-Einstellung: FETCHMAIL_x_AUTH_TYPE=''
- FETCHMAIL_x_DNS_LOOKUP
- Über diesen Parameter kann die Namensauflösung mittels DNS beim
Abruf von Multidrop-Mailboxen unterbunden werden.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: FETCHMAIL_x_DNS_LOOKUP='yes'
- FETCHMAIL_x_KEEP
- Mit diesem Konfigurationsparameter stellt man ein, ob die Mails
nach der Übertragung auf dem entfernten POP3-Server gelöscht
werden sollen oder nicht.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: FETCHMAIL_x_KEEP='no'
- FETCHMAIL_x_FETCHALL
- Mit diesem Konfigurationsparameter stellt man ein, ob generell
alle Mails vom entfernten POP3-Server abgeholt werden sollen,
egal ob diese bereits abgerufen wurden.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: FETCHMAIL_x_FETCHALL='no'
- FETCHMAIL_x_MSG_LIMIT (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter stellt man die maximale Anzahl der Nachrichten
ein, die während einer einzelnen Verbindung abgerufen bzw. weitergeleitet
werden sollen. Setzt man den Parameter auf den Wert `0' so wird jede
Begrenzung aufgehoben.
Gültige Werte: Zahl
Standard-Einstellung: FETCHMAIL_x_MSG_LIMIT='0'
- FETCHMAIL_x_SSL_PROTOCOL (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter bestimmt man, welches SSL Protokoll bei
einer Verbindung zum entfernten POP3-Server verwendet werden
soll. Wird der Wert 'auto' gesetzt, so wird, basierend auf der
Serverantwort, automatisch das sicherste Protokoll gewählt.
Viele POP3-Server unterstützen z.B. mittlerweile die STLS-Funktion
(tls1), welche eine verschlüsselte Übertragung des Kennwortes zulässt.
Gültige Werte: auto, none, ssl2, ssl3, tls1
Standard-Einstellung: FETCHMAIL_x_SSL_PROTOCOL='none'
- FETCHMAIL_x_SSL_TRANSPORT (ADVANCED-Modus)
- Mit diesem Konfigurationsparameter aktiviert man die SSL-
Protokollunterstützung, sodass die komplette Kommunikation zum
entfernten POP3-Server verschlüsselt abläuft. Voraussetzung für
die Nutzung dieser Funktion ist natürlich, dass der entfernte
Server dies auch unterstützt.
Zusätzlich ist es hierfür erforderlich, dass man das SSL-
Serverzertifikat des entfernten POP3-Servers und das zugehörige
Root-Zertifikat im Verzeichnis /usr/local/ssl/certs ablegt und
jeweils mit einem Hash-Wert versieht.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: FETCHMAIL_x_SSL_TRANSPORT='no'
- FETCHMAIL_x_SSL_FINGERPRINT (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter kann man den SSL-Fingerprint (MD5-Hash)
des entfernten POP3-Servers angeben. Bei einem Verbindungsaufbau
vergleicht Fetchmail diesen Wert mit dem des POP3-Servers und
unterbricht die Verbindung sobald ein Unterschied festgestellt
wird. Der Fingerprint muss auf jeden Fall in Großbuchstaben
angegeben werden.
Gültige Werte: leer bzw. Text
Beispiel: FETCHMAIL_1_SSL_FINGERPRINT='E4:20:3C:CB:A3:00:80:C9'
Standard-Einstellung: FETCHMAIL_x_SSL_FINGERPRINT=''
Als SMTP-Server wird Exim eingesetzt. Er nimmt Mails über das SMTP-Protokoll
entgegen und speichert sie entweder auf dem lokalen Server ab, wenn der
Empfänger der Mail ein lokaler Benutzer ist, oder leitet sie an einen anderen
SMTP-Server, siehe auch Parameter SMTP_SMARTHOST_..., weiter.
Der Begriff `innen' steht dabei in den folgenden Absätzen für
das lokale Netzwerk und deren Rechnern, der Begriff `außen'
steht für die `große weite Welt' des Internets mit deren SMTP-Servern.
Um Missbrauch vor Spamming vorzubeugen, ist die Konfiguration des SMTP-Servers
mit Bedacht vorzunehmen. Mails, die nach `aussen' weitergeleitet werden sollen,
sollten auch nur von lokalen Rechnern (`innen') entgegengenommen werden. Mails, die
von `außen' kommen, sollten lediglich lokal (`innen') gespeichert werden können. Einem
Missbrauch als sog. Mail-Relay ist auf jeden Fall vorzubeugen, d.h. das
Entgegennehmen einer Mail von `außen' und Weiterleitung nach `außen' sollte
im Normalfall unterbunden werden. Dafür muss in der Konfiguration eingestellt
werden, was `außen' und was `innen' ist. Eine weitere Möglichkeit der
Absicherung ist ein Authentifizierungszwang. Auch dieser kann über die
Standard-Konfiguration eingestellt werden.
ACHTUNG
Für jedes lokale Mailkonto muss ein lokaler User über das EISFAIR-Setup-Menü
eingerichtet werden!
-
- START_SMTP
- Hier sind zwei Werte erlaubt: `yes' aktiviert den SMTP-Server, der
Wert `no' schaltet ihn ab. Bei der Verwendung von Fetchmail, wo die
abgeholten Mails lokal gespeichert werden sollen, ist hier auf jeden
Fall `yes' einzutragen.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: START_SMTP='yes'
- SMTP_QUALIFY_DOMAIN
- Hier wird der Name der Domain angegeben, die bei ausgehenden Mails
für die Absender-Adresse verwendet werden soll, wenn diese nicht
bereits eine Domain enthält. Dieses kann zum Beispiel der Fall sein,
wenn man aus der Shell mit dem Programm `mail' eine Mail versendet.
Heißt der lokale Benutzer zum Beispiel `joe', wird die Mail mit
der Absenderadresse joe@domain.de gesendet, wenn Joe das Programm
`mail' aus der Shell aufgerufen hat. Im Normalfall verwendet man
jedoch an seinem Arbeits-PC einen Email-Client, welcher bereits
die vollständige eMail-Absender-Adresse angibt. In diesem Fall wird
der Wert dieses Konfigurationsparameters ignoriert. Hier sollte
unbedingt als Domain ein gültiger Domain-Name eingetragen werden!
Gültige Werte: Domainname
Beispiel: SMTP_QUALIFY_DOMAIN='domain.de'
- SMTP_HOSTNAME
- Der `offizielle' Hostname des EISFAIR-Rechners, der beim Versenden
von Mails nach `außen' angegeben werden soll.
Gültige Werte: vollständiger Hostname
Beispiel: SMTP_HOSTNAME='eis.domain.de'
- SMTP_QUEUE_INTERVAL
- Intervall in Minuten, in welchem die Warteschlange (Queue) überprüft
werden soll. Ein Sende-Auftrag einer Mail wird normalerweise sofort
vorgenommen. Kann die Mail nicht versendet werden, weil beispielsweise
der `gegnerische' SMTP-Server nicht erreichbar ist, bleibt die zu
sendende Mail in der Warteschlange liegen. In regelmäßigen Abständen
werden dann die Sende-Aufträge nachgeholt. Mit SMTP_QUEUE_INTERVAL
kann man das Intervall einstellen. Ein guter Wert ist 30 Minuten.
Über den Parameter SMTP_QUEUE_OUTBOUND_MAIL
kann die die direkte Auslieferung ausgehender Mail verhindert werden.
Gültige Werte: Zahl
Beispiel: SMTP_QUEUE_INTERVAL='30'
- SMTP_QUEUE_OUTBOUND_MAIL
- Wird dieser Konfigurationsparameter auf den Wert `no' gesetzt, so
werden ausgehende Mail sofort verschickt und nicht bis zum nächsten
manuellen Prüfen der Sende-Warteschlange (runq) zwischenspeichern.
Interne Mail wird weiterhin sofort zugestellt. Dies ist hilfreich,
wenn man selbst bestimmen will wann Email verschickt werden soll.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: SMTP_QUEUE_OUTBOUND_MAIL='no'
- SMTP_QUEUE_ACCEPT_PER_CONNECTION
- Nur wenn der Parameter SMTP_QUEUE_OUTBOUND_MAIL='no'
gesetzt wurde kann über diesen Parameter eingestellt werden wieviele
Nachrichten während eine SMTP-Session übertragen werden sollen.
Ein Indiz für einen zu gering gewählten Wert ist z.B. das gehäufte
Auftreten der Meldung 'no immediate delivery' in den Logdateien.
In diesem Fall sollte man den Parameter auf z.B. auf den Wert '30'
setzen.
Gültige Werte: Zahl
Standard-Einstellung: SMTP_QUEUE_ACCEPT_PER_CONNECTION='10'
- SMTP_MAIL_TO_UNKNOWN_USERS (ADVANCED-Modus)
- Mit diesem Parameter wird festgelegt wie der SMTP-Server auf eingehende
Mail, die an unbekannte Empfänger geschickt wurde, reagieren soll.
Wird der Parameter auf `bounce' gesetzt, so wird automatisch eine
Antwortnachricht an den Mail-Sender geschickt (Standard).
Wird der Parameter auf `copy' gesetzt, so wird automatisch eine
Antwortnachricht an den Mail-Sender und eine Kopie an den Postmaster
geschickt.
Wird der Parameter jedoch auf `forward' gesetzt, so wird keine
Nachricht an den Mail-Sender sondern nur eine Nachricht an den
Postmaster geschickt.
Gültige Werte: bounce, copy, forward
Standard-Einstellung: SMTP_MAIL_TO_UNKNOWN_USERS='bounce'
- SMTP_ALLOW_EXIM_FILTERS (ADVANCED-Modus)
- Wird dieser Parameter gesetzt, so interpretiert Exim Einträge in der .forward-Datei,
die mit `#Exim filter' beginnen, als Filter-Befehle. Die Filter-Datei wird mit den
Zugriffsrechten des Anwenders ausgeführt. Es ist zu beachten, dass durch die Aktivierung
dieses Parameters ein Anwender unter Umständen Zugriff auf Dateien und Funktionen erhalten
kann, die für ihn normalerweise gesperrt sind.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: SMTP_ALLOW_EXIM_FILTERS='no'
- SMTP_CHECK_RECIPIENTS
- ADVANCED-Modus: Über diesen Parameter kann festgelegt werden, wieviel Empfänger pro
versendeter Nachricht gleichzeitig addressiert werden können. Wird dieser Parameter
nicht gesetzt, so wird ein Standardwert von 100 angenommen. Setzt man den Parameter
auf den Wert '0', so wird die Überprüfung deaktiviert.
Gültige Werte: Zahl
Standard-Einstellung: SMTP_CHECK_RECIPIENTS=''
- SMTP_CHECK_SPOOL_SPACE (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter kann festgelegt werden, wieviel Platz mindestens vorhanden sein muss,
damit Exim noch Mails entgegen nehmen kann. Wird dieser Parameter nicht gesetzt, so wird ein
Standardwert von 10Mb angenommen. Setzt man den Parameter auf den Wert '0', so wird die
Überprüfung deaktiviert.
Gültige Werte: Speicherangabe
Standard-Einstellung: SMTP_CHECK_SPOOL_SPACE=''
- SMTP_CHECK_SPOOL_INODES (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter kann festgelegt werden, wieviele freie Verzeichniseinträge (Inodes)
mindestens vorhanden sein müssen, damit Exim noch Mails entgegen nehmen kann. Wird dieser
Parameter nicht gesetzt, so wird ein Standardwert von 100 angenommen. Setzt man den Parameter
auf den Wert '0', so wird die Überprüfung deaktiviert.
Gültige Werte: Zahl
Standard-Einstellung: SMTP_CHECK_SPOOL_INODES=''
- SMTP_LIMIT
- Über diesen Parameter kann die maximale Größe für eine beim SMTP-Server eingehende
Nachricht festgelegt werden. Überschreitet eine Mail die angegebene Größe, wird diese Mail
zurückgewiesen. Wird dieser Parameter auf `0' gesetzt, so wird die Limitüberprüfung deaktiviert
(wird nicht empfohlen). Ein Wert von '10M' setzt ein Limit von 10Mb. Wird kein Wert angegeben,
so werden Mails bis zu einer Grösse von 50Mb akzeptiert.
Gültige Werte: Grössenangabe
Standard-Einstellung: SMTP_LIMIT=''
- SMTP_REMOVE_RECEIPT_REQUEST (ADVANCED-Modus)
- Enthält eine Nachricht, welche über das Internet empfangen wurde, eine Anfrage für
die Rücksendung einer Lesebestätigung, so kann diese durch Setzen dieses Parameters
aus der Nachricht entfernt werden. Zur Information des Nachrichtenempfängers wird dem
eigentlichen Nachrichtentext eine Information über die Entfernung einer solchen Anfrage
vorangestellt.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: SMTP_REMOVE_RECEIPT_REQUEST='no'
- SMTP_SERVER_TRANSPORT (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter wird festgelegt, ob als Transport-Protokoll SMTP (unverschlüsselt),
SMTP über TLS (tls) oder beides (both) verwendet werden soll. Bei Verwendung von TLS
ist sicherzustellen, dass zuvor entsprechende Server- Zertifikate installiert werden.
Gültige Werte: default, tls, both
Standard-Einstellung: SMTP_SERVER_TRANSPORT='default'
- SMTP_IDENT_CALLBACKS (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter wird festgelegt, ob der Exim-Daemon einen Ident Callback für die
über die Parameter SMTP_RELAY_FROM_HOST_.. definierten
Hosts durchführen soll. Falls der initiale Verbindungsaufbau beim Abruf von Nachrichten
relativ lange dauern sollte, kann man diesen Parameter auf 'no' setzen.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: SMTP_IDENT_CALLBACKS='yes'
- SMTP_SERVER_TLS_ADVERTISE_HOSTS (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter wird angegeben für welche Hosts die Verwendung des STARTTLS-Befehls
ermöglicht werden soll. Nur wenn der angegebene Domainfilter mit der Absenderdomain
übereinstimmt wird es einem Mail-Client ermöglicht eine verschlüsselte Verbindung aufzubauen.
Mehrere Einträge müssen durch ein `:' voneinander getrennt werden.
Dieser Befehl wird nur verwendet, wenn zuvor SMTP_SERVER_TRANSPORT
auf `tls' oder `both' gestellt wurde.
Achtung: Diese Parameter sollte nur von erfahrenen Personen genutzt werden, die sich
sehr gut mit TLS-Zertifikaten auskennen.
Gültige Werte: Domainfilter
Beispiel: SMTP_SERVER_TLS_ADVERTISE_HOSTS='*domain.de'
Standard-Einstellung: SMTP_SERVER_TLS_ADVERTISE_HOSTS=''
- SMTP_SERVER_TLS_VERIFY_HOSTS (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter wird angegeben welche Hosts sich durch ein eigenes Zertifikat ausweisen
müssen. Falls das von einem Mail-Clients übermittelte Zertifikat nicht mit einem auf dem
Server abgelegten Client-Zertifikat übereinstimmt wird die Nachrichtenübermittlung abgebrochen.
Dieser Parameter muß mit einem großen Maß an Sorgfalt gesetzt werden, da es sonst dazu führen
kann, dass Mail von dem eigenen oder auch `externen' SMTP-Servern nicht mehr entgegen genommen
wird. Einträge wie z.B. `*', `localhost' oder `127.0.0.1' sollten also auf jeden Fall
unterbleiben. Mehrere Einträge müssen durch ein `:' voneinander getrennt werden.
Dieser Befehl wird nur verwendet, wenn zuvor SMTP_SERVER_TRANSPORT
auf `tls' oder `both' gestellt wurde.
Achtung: Diese Parameter sollte nur von erfahrenen Personen genutzt werden, die sich
sehr gut mit TLS-Zertifikaten auskennen.
Gültige Werte: Domainfilter
Beispiel: SMTP_SERVER_TLS_VERIFY_HOSTS='*domain.de'
Standard-Einstellung: SMTP_SERVER_TLS_VERIFY_HOSTS=''
- SMTP_SERVER_TLS_TRY_VERIFY_HOSTS (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter wird angegeben für welche Hosts versucht werden soll eine
Authentifizierung über ein Zertifikat durchzuführen. Falls das von einem Mail-Clients
übermittelte Zertifikat nicht mit einem auf dem Server abgelegten Client-Zertifikat
übereinstimmt wird trotzdem eine sichere Nachrichtenübermittlung zugelassen. Einträge
wie z.B. `*', `localhost' oder `127.0.0.1' sollten also auf jeden Fall unterbleiben.
Mehrere Einträge müssen durch ein `:' voneinander getrennt werden.
Dieser Befehl wird nur verwendet, wenn zuvor SMTP_SERVER_TRANSPORT
auf `tls' oder `both' gestellt wurde.
Achtung: Diese Parameter sollte nur von erfahrenen Personen genutzt werden, die sich
sehr gut mit TLS-Zertifikaten auskennen.
Gültige Werte: Domainfilter
Beispiel: SMTP_SERVER_TLS_TRY_VERIFY_HOSTS='*domain.de'
Standard-Einstellung: SMTP_SERVER_TRY_TLS_VERIFY_HOSTS=''
- SMTP_SERVER_SSMTP
- Über diesen Parameter kann die Unterstützung für das SSMTP-Protokoll aktiviert werden.
Hierzu muss diese Variable lediglich auf den Wert `yes' gestellt werden. Die Einstellung
`no' schaltet den SSMTP-Server ab.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: SMTP_SERVER_SSMTP='no'
- SMTP_SERVER_SSMTP_LISTEN_PORT
- Über diesen Parameter wird der Port festgelegt, auf dem Exim auf eingehende SSMTP-Verbindungen
hört. Es ist zu beachten, dass für den angegebenen Port auch ein Eintrag in der Datei
/etc/services existieren sollte. Wird dieser Parameter nicht gesetzt, so wird automatisch
'ssmtp' angenommen. Dieser Parameter sollte nur in Ausnahmefällen verändert werden!
Gültige Werte: Portname bzw. Zahl
Standard-Einstellung: SMTP_SERVER_SSMTP_LISTEN_PORT=''
- SMTP_LOCAL_DOMAIN_N /SMTP_LOCAL_DOMAIN_x
- Über diesen Parameter gibt man die Anzahl der lokalen Domains, für
welche Mails zur lokalen Speicherung entgegengenommen werden sollen,
an. Es können auch Hostnamen angegeben werden. Der Wert `@' ist dabei
etwas Besonderes: er steht für den offiziellen Hostnamen des
EISFAIR-Servers, also den Wert der Variablen SMTP_HOSTNAME. Zusätzlich
sollte der Hostname `localhost' in der Liste erscheinen.
Gültige Werte: Zahl bzw. @, Host- und Domainnamen
Beispiel:
SMTP_LOCAL_DOMAIN_N='3'
SMTP_LOCAL_DOMAIN_1='@'
SMTP_LOCAL_DOMAIN_2='localhost'
SMTP_LOCAL_DOMAIN_3='domain.de'
- SMTP_LISTEN_PORT
- Über diesen Parameter wird der Port festgelegt, auf dem Exim auf
eingehende Verbindungen hört. Es ist zu beachten, dass für den
angegebenen Port auch ein Eintrag in der Datei /etc/services
existieren sollte. Dieser Parameter sollte nur in Ausnahmefällen
verändert werden!
Gültige Werte: Portname bzw. Zahl
Standard-Einstellung: SMTP_LISTEN_PORT='smtp'
-
- SMTP_RELAY_TO_DOMAIN_N / SMTP_RELAY_TO_DOMAIN_x
- Hier werden diejenigen Domains angegeben, für welche der SMTP-Server
ein `eingehendes Relais' sein soll. SMTP_RELAY_TO_DOMAIN_N gibt dabei
die Anzahl der Domains an. Diese Domains werden dann in den Variablen
SMTP_RELAY_TO_DOMAIN_1, SMTP_RELAY_TO_DOMAIN_2 usw. eingetragen. Im
Normalfall ist Relaying nicht notwendig, so dass dieser Wert auf `0'
gesetzt werden kann. Soll der eisfair-Server jedoch als MX-Backup oder als
Mail-Gateway für bestimmte Domains eingesetzt werden, dann können
diese Domains hier angegeben werden.
ACHTUNG
Man sollte den SMTP-Server nur im Ausnahmefall als Relais
verwenden, weil er sonst für Spamming missbraucht werden könnte!
Gültige Werte: Zahl bzw. @, Host- und Domainnamen
Standard-Einstellung: SMTP_RELAY_TO_DOMAIN_N='0'
Beispiel: SMTP_RELAY_TO_DOMAIN_1='domain.de'
Um sich vor Spamming zu schützen, leitet der SMTP-Server nur dann ausgehende
Mails an externe, meisstens im Internet befindliche, SMTP-Server weiter, wenn
er diese zuvor von Mail-Clients empfängt die sich in bestimmten Netzen bzw.
auf bestimmten Hosts befinden. Die hierzu benötigen Konfigrationsangaben können
im Folgenden eingestellt werden. Ausnahmen oder eine alternative Regelung
können über SMTP_AUTH_TYPE eingestellt werden.
-
- SMTP_RELAY_FROM_HOST_N / SMTP_RELAY_FROM_HOST_x
- Über die Parameter SMTP_RELAY_FROM_HOST_x werden diejenigen Netze oder
Hosts angegeben, von denen ausgehende Mails verschickt werden dürfen. Im
Allgemeinen ist dies der localhost, also 127.0.0.1 und das interne LAN.
Dabei werden Netze mit in der Notation x.x.x.x/N angegeben. N ist die Anzahl
der gesetzten Bits der Netzmaske, z.B. 24. Dies entspricht dann der Netzmaske
255.255.255.0.
Schaltet man zusätzlich die Authentifizierung (s. SMTP_AUTH_TYPE) ein,
können auch Mails von `außen' nach `außen' unter Angabe einer Kennung
und eines Passworts verschickt werden.
ACHTUNG
Man sollte den SMTP-Server nur im Ausnahmefall als Relais
verwenden, weil er sonst für Spamming missbraucht werden könnte!
Gültige Werte: Zahl bzw. IP-Adressen und IP-Netze
Beispiel:
SMTP_RELAY_FROM_HOST_N='2' # zwei Einträge
SMTP_RELAY_FROM_HOST_1='127.0.0.1' # localhost
SMTP_RELAY_FROM_HOST_2='192.168.6.0/24' # internes LAN
Das Senden von Mails über den eisfair-SMTP-Server kann prinzipiell mit
einer Authentifizierung (Angabe Kennung/Passwort) geschützt werden.
Auch wenn über
SMTP_RELAY_FROM_HOST_x das Aussenden von Mails nur auf
bestimmte Netze beschränkt ist, empfiehlt es sich, zusätzlich einen
Passwort-Schutz zu hinterlegen. Praktisch ist dies auch, wenn man
von `außen' den Mailserver als Relay benutzen möchte.
-
- SMTP_AUTH_TYPE
- Mit dem Parameter SMTP_AUTH_TYPE wird angegeben, ob und wie eine
solche Zugangskennung verwendet werden soll.
Es werden 5 Typen unterschieden:
- none
- - Keine Authentifizierung
- user
- - Kennungen/Passwörter der eisfair-Benutzer verwenden
- server
- - Globale Kennung/Passwort verwenden
- user_light
- - wie 'user', jedoch ohne die explizite
Prüfung der Absenderdomain.
- server_light
- - wie 'server', jedoch ohne die explizite
Prüfung der Absenderdomain.
Gültige Werte: none, user, server, user_light, server_light
- SMTP_AUTH_USER / SMTP_AUTH_PASS
- Soll die globale Kennung verwendet werden (Typ `server'), muss
hier eine globale Benutzerkennung mit einem zugehörigen Passwort
angegeben werden.
Für jeden anderen Authentifizierungstyp werden diese beiden
Parameter ignoriert und können daher leer bleiben.
Gültige Werte: Username bzw. Kennwort
Standard-Einstellungen:
SMTP_AUTH_TYPE='none'
SMTP_AUTH_USER=''
SMTP_AUTH_PASS=''
Ausgehende Mail - Smarthost
Ausgehende Mails werden normalerweise direkt an den Mailserver
weitergesendet, welcher für die angesprochene Domain als sogenannter
Mail-Exchanger (MX) im DNS eingetragen ist. Ist jedoch eisfair
über eine Dial-Up-Verbindung am Internet angeschlossen, kann es
vorkommen, dass bestimmte Mail-Exchanger die Annahme und Weiterleitung
der Mail verweigern, da im Falle von Dial-Up-Verbindungen die
Authentizität nicht überprüft werden kann.
Deshalb sollte man bei einer dynamischen IP-Adresse (Wählverbindung)
besser einen sogenannten Smarthost angeben, i.a. den Mailserver
des verwendeten Providers.
-
- SMTP_SMARTHOST_ONE_FOR_ALL
- Wird dieser Parameter auf `yes' und der Parameter SMTP_SMARTHOST_N auf `1' gesetzt,
so wird jede ausgehende Mail über ein und den selben Smarthost verschickt. Wird dieser
Parameter auf `no' gesetzt, so kann, entwender abhängig von der Mail-Adresse des Absenders,
oder der Zieldomain ein anderer Smarthost definiert werden.
Siehe hierzu auch SMTP_SMARTHOST_ROUTE_TYPE.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: SMTP_SMARTHOST_ONE_FOR_ALL='yes'
- SMTP_SMARTHOST_DOMAINS (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter können Domains definiert werden, für die Mails über einen
Smarthost versandt werden sollen. Alle anderen Mails werden direkt zugestellt.
Dieser Parameter ist nur in Funktion, wenn zuvor SMTP_SMARTHOST_ONE_FOR_ALL='yes'
gesetzt und ein Smarthost über SMTP_SMARTHOST_N='1' festgelegt wurde.
Gültige Werte: Domainliste
Standard-Einstellung: SMTP_SMARTHOST_DOMAINS=''
- SMTP_SMARTHOST_ROUTE_TYPE (ADVANCED-Modus)
- Wurde der Parameter SMTP_SMARTHOST_ONE_FOR_ALL='no'
gesetzt und ist die Anzahl der über SMTP_SMARTHOST_N
definierten Smarthosts grösser 1, dann wird über diesen Parameter festgelegt
nach welchem Kriterium ein Smarthost gesucht bzw. gefunden werden soll. Zur
Auswahl stehen die Mail-Absenderadresse eines Anwenders oder die Mail-Domain
an die eine Nachricht geschickt werden kann.
Gültige Werte: 'addr' or 'domain'
Standard-Einstellung: SMTP_SMARTHOST_ROUTE_TYPE='domain'
- SMTP_SMARTHOST_N
- Dieser Parameter gibt die Anzahl der konfigurierten Smarthosts an, deren Einstellungen
über die folgenden Parameter festgelegt werden. Wird dieser Parameter auf den Wert `0'
gesetzt, so wird immer der Mail-Exchanger der jeweils angesprochenen Domain in der
Mail-Adresse verwendet.
Gültige Werte: Zahl
Standard-Einstellung: SMTP_SMARTHOST_N='0'
- SMTP_SMARTHOST_x_HOST
- Über diesen Parameter wird der zu verwendende Smarthost (SMTP-Server) festgelegt.
Optional ist auch die Angabe eines Backup-Smarthost möglich, welcher dann durch
einen Doppelpunkt getrennt, angegeben werden muß.
Gültige Werte: vollständiger SMTP-Hostname
Beispiel: SMTP_SMARTHOST_1_HOST='mail.gmx.net'
- SMTP_SMARTHOST_x_PORT (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter wird festgelegt welcher TCP-Port für ausgehende Verbindungen
genutzt werden soll. Wird der Parameter `uucp' gesetzt, so wird bei installiertem
uucp-Paket dieses zum Mailtransfer verwendet. Wird nichts angegeben, so wird 'smtp'
verwendet.
Gültige Werte: TCP-Portname (smtp, uucp usw.) bzw. Nummer
Standard-Einstellung: SMTP_SMARTHOST_1_PORT=''
- SMTP_SMARTHOST_x_AUTH_TYPE
- Die meisten Mailserver verlangen eine Anmeldung (Authentisierung), z.B.
die Mailserver eines ISPs. Hier kann eingestellt werden, welche Form
der Übertragung gewählt werden soll:
- none
- - keine besondere Anmeldung
- md5
- - Anmeldung über MD5-verschlüsseltes Passwort
- login
- - Unverschlüsselte Übertragung (meist von MS-Servern
verwendet)
- plain
- - Unverschlüsselte Übertragung: Standard
Gültige Werte: none, md5, login, plain
Der Typ der Authentifizierung kann sehr leicht herausgefunden
werden, und zwar fragt man dazu den Mailserver selbst, wie er es
denn gerne am liebsten hätte. Am Beispiel von GMX sieht das
beispielsweise folgendermassen aus:
hydra joerg $ telnet mail.gmx.de smtp
Trying 213.165.65.60...
Connected to mail.gmx.de.
Escape character is '^]'.
220 {mp003-rz3} GMX Mailservices ESMTP
EHLO www.microsoft.de
250-{mp003-rz3} GMX Mailservices
250-AUTH=LOGIN CRAM-MD5 PLAIN
250-AUTH LOGIN CRAM-MD5 PLAIN
250-PIPELINING
250 8BITMIME
QUIT
221 {mp003-rz3} GMX Mailservices
Connection closed by foreign host.
Daraus ist sofort zu ersehen, daß gmx die Methoden 'login',
'cram-md5' und 'plain' unterstützt, wobei login oder md5 zu
favorisieren sind.
- SMTP_SMARTHOST_x_ADDR (ADVANCED-Modus)
- Wurde der Parameter SMTP_SMARTHOST_ONE_FOR_ALL='no'
gesetzt und ist die Anzahl der über SMTP_SMARTHOST_N
definierten Smarthosts grösser 1, dann muss über diesen Parameter
jeweils die Mail-Adresse des Absenders konfiguriert werden dessen Mail über
den zugehörigen Smarthost geschickt werden soll. Wird einmalig nur ein `*'
eingetragen, so wird hierdurch ein Default-Eintrag konfiguriert, der verwendet
wird wenn kein passender Adresseintrag gefunden wurde.
Gültige Werte: Email-Adresse
Beispiel: SMTP_SMARTHOST_1_ADDR='user@local.lan'
Standard-Einstellung: SMTP_SMARTHOST_1_ADDR=''
- SMTP_SMARTHOST_x_DOMAIN (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter wird die Mail-Domain konfiguriert, deren Nachrichten über
einen dedizierten Smarthost geschickt werden sollen. Wird einmalig nur ein `*'
eingetragen, so wird hierdurch ein Default-Eintrag konfiguriert, der verwendet
wird wenn keine passende Domain gefunden wurde.
Voraussetzung für die Verwendung dieses Parameters ist, dass die Parameter
SMTP_SMARTHOST_ONE_FOR_ALL='no' und
SMTP_SMARTHOST_ROUTE_TYPE='domain'
gesetzt und die Anzahl der über SMTP_SMARTHOST_N definierten Smarthosts
grösser 1 ist.
Gültige Werte: Domainname oder `*'
Beispiel: SMTP_SMARTHOST_1_DOMAIN='local.lan'
Standard-Einstellung: SMTP_SMARTHOST_1_DOMAIN=''
- SMTP_SMARTHOST_x_USER / SMTP_SMARTHOST_x_PASS
- Wird eine Anmeldung verlangt bevor Mails an den Smarthost übertragen werden
dürfen, so kann über diese Parameter die Benutzerkennung und das Passwort
festgelegt werden. Bei SMTP_SMARTHOST_x_AUTH_TYPE='none'
werden diese Variablen ignoriert.
Gültige Werte: Username bzw. Kennwort
Beispiel:
SMTP_SMARTHOST_1_AUTH_TYPE='md5'
SMTP_SMARTHOST_1_USER='ichbins'
SMTP_SMARTHOST_1_PASS='geheim'
- SMTP_SMARTHOST_x_FORCE_AUTH (ADVANCED-Modus)
- Wird dieser Parameter auf `yes' gesetzt, so werden nur nach
erfolgreicher Authentifizierung Mails zum entfernten SMTP-Server
geschickt, ansonsten schlägt eine Übermittlung fehl.
Wird der Parameter auf `no' gesetzt, so wird zwar eine
Authentifizierung versucht, jedoch führt ein Fehlschlag nicht
zum Abbruch der Übermittlung, da diese dann ohne Authentifizierung
erfolgt.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: SMTP_SMARTHOST_1_FORCE_AUTH='no'
- SMTP_SMARTHOST_x_FORCE_TLS (ADVANCED-Modus)
- Wenn ein entfernter SMTP-Server angibt TLS zu unterstützen
(STARTTLS), so wird bei gesetztem Parameter `yes' versucht
eine sichere Verbindung zum entfernten SMTP-Server aufzubauen.
Hierzu wird das Server-Zertifikat mit dem lokal gespeicherten
Zertifikat verglichen. Bei einer Übereinstimmung findet eine
Übermittlung von Mails zum entfernten SMTP-Server statt,
ansonsten wird die Verbindung unterbrochen. Dieser Parameter
sollte nur aktiviert werden, wenn man vorher Server- und
Root-Zertifikate im Verzeichnis /usr/local/ssl/certs abgelegt
hat und zugehörige Hash-Werte generiert hat.
Wenn ein entfernter SMTP-Server angibt TLS zu unterstützen
(STARTTLS), so wird bei gesetztem Parameter `no' versucht
eine sichere Verbindung zum entfernten SMTP-Server aufzubauen.
Schlägt der Aufbau einer gesicherten Verbindung fehl, so wird
versucht die Übermittlung von Mails über eine ungesicherte
Verbindung fortzusetzen.
Wenn ein entfernter SMTP-Server angibt TLS zu unterstützen
(STARTTLS), so wird bei gesetztem Parameter `ignore' nicht
versucht eine sichere Verbindung zum entfernten SMTP-Server
aufzubauen sondern einzig die Übermittlung von Mails über
eine ungesicherte Verbindung versucht.
Gültige Werte: yes, no, ignore
Standard-Einstellung: SMTP_SMARTHOST_1_FORCE_TLS='no'
Es ergeben sich nunmehr fünf verschiedene Smarthost-Varianten die
an Hand von Beispielen im Folgenden kurz beschrieben werden:
- 1
- Es wird kein Smarthost verwendet, alle Mails werden direkt zugestellt.
Beispiel:
SMTP_SMARTHOST_ONE_FOR_ALL='yes'
SMTP_SMARTHOST_DOMAINS=''
SMTP_SMARTHOST_ROUTE_TYPE='domain'
SMTP_SMARTHOST_N='0'
- 2
- Es wird ein Smarthost, normalerweise der des ISP, für die Zustellung
der Mails verwendet.
Beispiel:
SMTP_SMARTHOST_ONE_FOR_ALL='yes'
SMTP_SMARTHOST_DOMAINS=''
SMTP_SMARTHOST_ROUTE_TYPE='domain'
SMTP_SMARTHOST_N='1'
SMTP_SMARTHOST_1_ADDR=''
SMTP_SMARTHOST_1_DOMAIN=''
SMTP_SMARTHOST_1_AUTH_TYPE='md5'
SMTP_SMARTHOST_1_HOST='mail.epost.de'
SMTP_SMARTHOST_1_USER='userid1'
SMTP_SMARTHOST_1_PASS='passwd1'
- 3
- Es wird nur für Mails an die angegebene Domain ein Smarthost verwendet,
alle anderen Mails werden direkt zugestellt.
Beispiel:
SMTP_SMARTHOST_ONE_FOR_ALL='yes'
SMTP_SMARTHOST_DOMAINS='t-online.de'
SMTP_SMARTHOST_ROUTE_TYPE='domain'
SMTP_SMARTHOST_N='1'
SMTP_SMARTHOST_1_ADDR=''
SMTP_SMARTHOST_1_DOMAIN=''
SMTP_SMARTHOST_1_AUTH_TYPE='md5'
SMTP_SMARTHOST_1_HOST='mail.epost.de'
SMTP_SMARTHOST_1_USER='userid1'
SMTP_SMARTHOST_1_PASS='passwd1'
- 4
- Es werden für verschiedene Ziel-Domains jeweils unterschiedliche Smarthosts
verwendet.
Beispiel:
SMTP_SMARTHOST_ONE_FOR_ALL='no'
SMTP_SMARTHOST_DOMAINS=''
SMTP_SMARTHOST_ROUTE_TYPE='domain'
SMTP_SMARTHOST_N='2'
SMTP_SMARTHOST_1_ADDR=''
SMTP_SMARTHOST_1_DOMAIN='aol.com'
SMTP_SMARTHOST_1_AUTH_TYPE='md5'
SMTP_SMARTHOST_1_HOST='mail.epost.de'
SMTP_SMARTHOST_1_USER='userid1'
SMTP_SMARTHOST_1_PASS='passwd1'
SMTP_SMARTHOST_2_ADDR=''
SMTP_SMARTHOST_2_DOMAIN='t-online.de'
SMTP_SMARTHOST_2_AUTH_TYPE='login'
SMTP_SMARTHOST_2_HOST='smtp.gmx.net'
SMTP_SMARTHOST_2_USER='userid2'
SMTP_SMARTHOST_2_PASS='passwd2'
- 5
- Es wird für jeden lokalen Mail-Anwender ein eigener Smarthost verwendet.
Beispiel:
SMTP_SMARTHOST_ONE_FOR_ALL='no'
SMTP_SMARTHOST_DOMAINS=''
SMTP_SMARTHOST_ROUTE_TYPE='addr'
SMTP_SMARTHOST_N='2'
SMTP_SMARTHOST_1_ADDR='user1@local.lan'
SMTP_SMARTHOST_1_DOMAIN=''
SMTP_SMARTHOST_1_AUTH_TYPE='md5'
SMTP_SMARTHOST_1_HOST='mail.epost.de'
SMTP_SMARTHOST_1_USER='userid1'
SMTP_SMARTHOST_1_PASS='passwd1'
SMTP_SMARTHOST_2_ADDR='user2@local.lan'
SMTP_SMARTHOST_2_DOMAIN=''
SMTP_SMARTHOST_2_AUTH_TYPE='login'
SMTP_SMARTHOST_2_HOST='smtp.gmx.net'
SMTP_SMARTHOST_2_USER='userid2'
SMTP_SMARTHOST_2_PASS='passwd2'
-
- SMTP_UPDATE_IGNORE_HOSTS (ADVANCED-Modus)
- Wird dieser Parameter auf 'yes' gesetzt und der Parameter SMTP_SMARTHOST_ONE_FOR_ALL='no'
wurde gesetzt, so wird in regelmäßigen Intervallen die Liste der TLD's (top level
domains) aktualisiert, für die Wildcard-DNS-Einträge gesetzt wurden. Hierdurch
wird verhindert, dass Mail an nicht existierende Domains an die jeweiligen
Wildcard-DNS-Hosts übermittelt wird. Zusätzliche Informationen sind u.a. hier zu finden:
http://CERT.Uni-Stuttgart.DE/ticker/article.php?mid=1145
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellungen: SMTP_UPDATE_IGNORE_HOSTS='no'
- SMTP_UPDATE_IGNORE_HOSTS_CRON_SCHEDULE (ADVANCED-Modus)
- Hier wird festgelegt zu welchem Zeitpunkt bzw. in welchem Intervall eine Überprüfung
der zu ignorierenden Hosts durchgeführt werden soll, die Wildcard-TLDs darstellen.
Diese Funktion ist nur verfügbar, wenn die Parameter SMTP_UPDATE_IGNORE_HOSTS='yes'
gesetzt wurde. Die fünf Teilparameter haben dabei folgende Bedeutung:
1 - Minuten, 2 - Stunden, 3 - Tag des Monats, 4 - Monat, 5 - Wochentag.
D.h. bei Verwendung der Standard-Einstellung wird jeweils am Sonntag um 01:05h
die Liste aktualisiert. Wer näheres über die verwendete Befehlsyntax erfahren möchte,
sollte über Google nach `man' und `crontab' suchen.
Gültige Werte: Crontab-spezifischer Parametereintrag
Standard-Einstellungen: SMTP_UPDATE_IGNORE_HOSTS_CRON_SCHEDULE='5 1 * * 0'
Über Aliases können Mail-Adressen konfiguriert werden, über welche
Mails lediglich an andere Benutzer oder Benutzergruppen weitergeleitet
werden sollen.
Damit kann ein Benutzer mehrere Mail-Adressen haben. Auch kann damit
eine Weiterleitung eingestellt werden.
-
- SMTP_ALIASES_N / SMTP_ALIASES_x_DOMAIN (ADVANCED-Modus)
- Die Anzahl der Mail-Domains für die Aliases vergeben werden sollen wird
über den Parameter SMTP_ALIASES_N festgelegt. Sollte jemand mehrere
sogenannte virtuelle Domains hosten und abhängig von der Domain
unterschiedliche Alias-Einträge für z.B. gleichlautende User
konfigurieren wollen, so muss dieser Zähler entsprechend erhöht und
über den Parameter SMTP_ALIASES_x_DOMAIN die einzelnen Domains
konfiguriert werden.
Gültige Werte: Zahl bzw. Mail-Domain
Beispiel:
SMTP_ALIASES_N='2'
SMTP_ALIASES_1_DOMAIN='domain1.de'
...
# Mail an support@domain1.de soll an den lokalen
# User 'werner' weitergeleitet werden.
SMTP_ALIASES_1_ALIAS_2='support: werner'
SMTP_ALIASES_2_DOMAIN='domain2.de'
...
# Mail an support@domain2.de soll an den lokalen
# User 'hubert' weitergeleitet werden.
SMTP_ALIASES_2_ALIAS_y='support: hubert'
- SMTP_ALIASES_x_ALIAS_N / SMTP_ALIASES_x_ALIAS_y
- Die Anzahl der Alias- Einträge pro Domain wird über den Parameter
SMTP_ALIASES_x_ALIAS_N angegeben und über den Parameter
SMTP_ALIASES_x_ALIAS_y wird jeweils der y-ten Alias-Eintrag
festgelegt. Angegebene wird die Mail-Adresse von einem lokalen
oder entfernten Anwender an den die Nachricht weitergeleitet
werden soll.
Format von SMTP_ALIASES_x_ALIAS_x:
Zieladresse: Weiterleitung,[Weiterleitung[,Weiterleitung ...]]
Es kann also auch ein Verteiler angegeben werden. Dabei sind die
einzelnen Mail-Adressen oder lokale Benutzer durch ein Komma zu
trennen - ohne Blank!
Beispiel:
`frank: fm@foo.bar' # Mails, die an frank@xxx geschickt werden,
# werden an die Email-Adresse fm@foo.bar
# weitergeleitet.
`info: chef,fm@foo.bar' # Mails, die an info@xxx geschickt werden,
# werden an den lokalen Benutzer chef und
# die entfernte Adresse fm@foo.bar
# weitergeleitet.
Eine Weiterleitung kann auch wieder ein anderer Alias sein, siehe
auch folgendes Beispiel:
`frank: fm' # Mails, die an frank@xxx geschickt werden,
# werden an den lokalen Benutzer fm
# weitergeleitet.
`info: chef,frank' # Mails, die an info@xxx geschickt werden,
# werden an die lokalen Benutzer chef und
# frank weitergeleitet, wobei frank wiederum
# durch den lokalen Benutzer fm ersetzt wird
# (s.o.!)
Es muss auf jeden Fall als erstes ein Alias für den root-User
konfiguriert werden, sodass vom eisfair-Server generierte Mails auch
ans Ziel kommen. Im Beispiel werden alle Mails für den root-User
an den lokalen Anwender `frank' weitergeleitet.
Gültige Werte: Zahl bzw. Text
Beispiel:
SMTP_ALIASES_1_ALIAS_N='1'
SMTP_ALIASES_1_ALIAS_1='root: frank'
Diese Parameter stehen nur zur Verfügung, wenn ein Smarthost
verwendet wird. Ist dies nicht der Fall werden die vorgenommenen
Einstellung ignoriert.
Verwendet man im lokalen Netz z.B. die Domain `lokaledomain.lan'
und möchte alle ausgehende Mail über den Emailserver seines
Providers (Domain: domain.de) versenden, so treten Probleme auf,
da die Domain `lokaledomain.lan' außerhalb des lokalen Netzes
nicht bekannt ist. Ein weiteres Problem stellt sich ein, wenn
der SMTP-Server des Providers eine Authentifizierung verlangt
und hierfür zwingend die eigene Domain `domain.de' abfragt.
-
- SMTP_OUTGOING_ADDRESSES_N / SMTP_OUTGOING_ADDRESSES_x
- Über den Parameter SMTP_OUTGOING_ADDRESSES_N gibt man die Anzahl
der über die Parameter SMTP_OUTGOING_ADDRESSES_x konfigurierten
Adress-Zuordnungen an. Im angegebenen Beispiel wird eine Mail,
welche als Absenderadresse `fm@lokaledomain.lan' enthält mit
der extern bekannten Adresse `frank@domain.de' versehen.
Gültige Werte: Zahl bzw. Text
Standard-Einstellungen: SMTP_OUTGOING_ADDRESSES_N='0'
Beispiel:
SMTP_OUTGOING_ADDRESSES_N='2'
SMTP_OUTGOING_ADDRESSES_1='fm: frank@domain.de'
SMTP_OUTGOING_ADDRESSES_2='tm: tom@domain.de'
Werden zum Beispiel in einem LAN mehrere Mail-Hosts hinter
einem Firewall betrieben, die mit der `Außenwelt' über einen
gemeinsamen Gateway kommunizieren, so muss dieser die Mail-
Adressen umschreiben. Denkbar ist auch die Möglichkeit,
dass der Gateway den lokalen Teil der Anwender beim Versenden
umschreibt.
-
- SMTP_HEADER_REWRITE_N
- Über diesen Parameter wird die Anzahl der konfigurierten
Umschreibregeln angegeben.
Gültige Werte: Zahl
Standard-Einstellungen: SMTP_HEADER_REWRITE_N='0'
- SMTP_HEADER_REWRITE_x_SOURCE
- Über diesen Parameter wird festgelegt, wann die Umschreibregel
greifen soll. Im angegeben Beispiel ist dies der Fall, sobald
Eine Adresse von der Domain `*@eiszeit.domain.de' von dem
SMTP-Server entgegen genommen wird.
Gültige Werte: Text
Beispiel: SMTP_HEADER_REWRITE_1_SOURCE='*@eiszeit.domain.de'
- SMTP_HEADER_REWRITE_x_DESTINATION
- Über diesen Parameter wird festgelegt, in was die Mail-Adresse
umgeschrieben werden soll. Im angegeben Beispiel wird der lokale
Teil der Adresse beibehalten und nur der Domain-Anteil in
`domain.de' geändert.
Gültige Werte: Text
Beispiel: SMTP_HEADER_REWRITE_1_DESTINATION='$1@domain.de'
- SMTP_HEADER_REWRITE_x_FLAGS
- Über diesen Parameter wird festgelegt welche Felder im
Nachrichtenumschlag (Envelope) bzw. Nachtrichtenkopf (Header)
umgeschrieben werden sollen. Eine Nachrichten ist strukturell
wie folgt aufgebaut:
+-nicht sichtbar------------------+
| Nachrichtenumschlag (Envelope) |
| Felder: E, F, T |
| |
| +-sichtbar--------------------+ |
| | Nachrichtenkopf (Header) | |
| | Felder: b, c, f, h, r, s, t | |
| | | |
| | Nachrichttext ... | |
| | | |
| | | |
| +-----------------------------+ |
+---------------------------------+
Es kann eine Kombinationen aus den folgenden Kennzeichnern verwendet werden:
- E
- - alle Felder im Mail-Envelope
- F
- - das From-Feld im Mail-Envelope
- T
- - das To-Feld im Mail-Envelope
- b
- - das Bcc-Feld im Mail-Header
- c
- - das Cc-Feld im Mail-Header
- f
- - das From-Feld im Header
- h
- - alle Felder im Mail-Header
- r
- - das Reply-To-Feld im Header
- s
- - das Sender-Feld im Header
- t
- - das To-Feld im Header
Im angegebenen Beispiel wird die definierte Regel auf das
From-Feld im Mail-Envelope und das Sender-Feld im Mail-Header
angewendet.
Gültige Werte: Text
Beispiel: SMTP_HEADER_REWRITE_1_FLAGS='sF'
Mailinglisten bieten die Möglichkeit, Mails an eine ganze Gruppe
von Benutzern zu schicken. Der Unterschied zu Aliases ist aber,
dass als Reply-Adresse immer die Mail-Adresse der Mailingliste
eingetragen wird. So kann eine Gruppe innerhalb der Mailingliste
über ein bestimmtes Thema (das Thema der Gruppe halt) diskutieren.
-
- SMTP_LIST_N
- Anzahl der Mailinglisten. Ist diese `0', werden alle folgenden
Variablen ignoriert.
Gültige Werte: Zahl
Standard-Einstellung: SMTP_LIST_N='0'
- SMTP_LIST_x_NAME
- Name der Mailingliste. Dies ist dann auch automatisch die
Mailadresse. Anzugeben ist hier nicht die komplette Adresse,
sondern lediglich der Teil vor dem `@'-Zeichen. Die Domain
(also der Teil hinter dem `@'-Zeichen) wird über
SMTP_LIST_DOMAIN eingestellt, s.u.
Gültige Werte: Text
Beispiel: SMTP_LIST_1_NAME='eisfair'
- SMTP_LIST_x_ACTIVE
- Wird dieser Parameter auf den Wert `yes' gesetzt, so wird der
zugehörige Datensatz aktiviert, `no' deaktiviert ihn.
Gültige Werte: yes oder no
Beispiel: SMTP_LIST_1_ACTIVE='no'
- SMTP_LIST_x_USER_N / SMTP_LIST_x_USER_y
- Anzahl der User innerhalb einer Liste und die Aufzählung
der Mitglieder (Members) einer Liste. Hier müssen
vollständige Mail-Adressen eingetragen werden.
Gültige Werte: Zahl bzw. Text
Beispiel:
SMTP_LIST_1_USER_N='2'
SMTP_LIST_1_USER_1='frank@foo.bar'
SMTP_LIST_1_USER_2='joe@bar.foo'
- SMTP_LIST_DOMAIN
- Hier ist die Domain einzutragen. Dies ist der Teil hinter
dem `@'-Zeichen der Listen-Mail-Adresse.
Gültige Werte: Domainname
Beispiel: SMTP_LIST_DOMAIN='domain.de'
Damit wäre dann eine gültige Listen-Mail-Adresse
eisfair@domain.de.
- SMTP_LIST_ERRORS
- Mail-Adresse, an welche Fehlermeldungen bzgl. Mailinglisten
geschickt werden sollen - wie z.B. unzustellbare Mail.
Gültige Werte: Emailadresse
Beispiel: SMTP_LIST_ERRORS='joe@foo.bar'
Das dem Mail-Paket zu Grunde liegende Programm Exim wurde durch
die Zusatzkomponente Exiscan `veredelt'. Hierdurch ist es möglich
die zu verarbeitenden Mails direkt auf eventuell vorhandene Viren
zu prüfen und entsprechende Schritte einzuleiten. Für die Prüfung
wird auf ebenfalls zu installierende Dritt-Software zurückgegriffen.
-
- START_EXISCAN
- Wird dieser Parameter auf `yes' gesetzt, so wird die Überprüfung
auf Mail-Viren aktiviert. Bei gesetztem Wert `no' werden alle
Folgeparameter ignoriert.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: START_EXISCAN='no'
- EXISCAN_CRYPT_SALT
- Exiscan fügt eine verschlüsselte Message-ID in den Nachrichtenkopf ein,
wenn diese erfolgreich geprüft wurde. Diese Message-ID dient der Erkennung
von `sauberen' Nachrichten und ob diese erneut gesendet oder verzögert
werden sollen. Über diesen Parameter wird nun eine zweistellige Zeichenfolge
festgelegt, die bei der Generierung der Message-ID einfliesst. Hierdurch
wird verhindert, dass eine zuvor von einer fremden Exiscan-Implementierung
markierte Nachricht, auf dem eigenen System automatisch als bereits geprüft
erkannt wird. Wurde dieser Parameter nicht gesetzt, so wird er spätestens bei
der Generierung einer neuen Mail-Konfiguration durch eine zufällige Zeichenkette
gefüllt, damit Exiscan nicht seinen Dienst einstellt.
Gültige Werte: Zeichenkette
Beispiel: EXISCAN_CRYPT_SALT='dfgdgekrkasar'
- EXISCAN_DEMIME_ENABLED
- Wird dieser Parameter auf `yes' gesetzt, so werden alle MIME- und
UUENCODE-Container in einer Nachricht für eine Überprüfung entpackt.
Bei gesetztem Parameter `no' werden alle EXISCAN_DEMIME...-Parameter
ignoriert.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: EXISCAN_DEMIME_ENABLED='yes'
- EXISCAN_DEMIME_ACTION
- Über diesen Parameter wird festgelegt wie mit Mails verfahren wird bei
denen ein falsch formatierter MIME-Container oder andere MIME-Exploits
festgestellt wurden. Die folgenden Optionen sind verfügbar:
- reject
- - Die Mail wird abgewiesen und eine Fehlermeldung
wird generiert. Dies führt dazu, dass Fetchmail
einen wiederkehrenden Fehler generiert, weil die
infizierte Mail nicht vom entfernten POP3-Server
abgeholt werden kann.
- freeze
- - Die Mail wird zwar vom entfernten POP3-Server
abgeholt, jedoch nicht dem Empfänger zugestellt.
Statt dessen wird sie in der Mail-Queue als
`freeze' gekennzeichnet, sodass der Mail-
Administrator entsprechende Schritte einleiten
kann.
- discard
- - Die Mail wird vom entfernten POP3-Server abgeholt
und sofort gelöscht.
- redirect <address>
- - Die Mail wird vom entfernten POP3-Server
abgeholt, jedoch wird sie nicht dem
Original-Empfänger zugestellt sondern an
die angegebenen Adresse geschickt.
Achtung: Die Mail-Adresse muss unbedingt eine Domain enthalten!
- pass
- - Die Mail wird vom entfernten POP3-Server abgeholt
und dem Empfänger zugestellt. Zur Kennzeichnung
wird im Mail-Header ein ``X-''-Eintrag hinzugefügt.
Gültige Werte: reject, freeze, discard, redirect incl. Emailadresse, pass
Standard-Einstellung: EXISCAN_DEMIME_ACTION='reject'
- EXISCAN_AV_ENABLED
- Wird dieser Parameter auf `yes' gesetzt, so wird zur Überprüfung
der Mails auf ein externes Programm zurückgegriffen. Bei gesetztem
Parameter `no' werden alle EXISCAN_AV...-Parameter ignoriert.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: EXISCAN_AV_ENABLED='no'
- EXISCAN_AV_ACTION
- Über diesen Parameter wird festgelegt wie mit Mails verfahren wird
bei denen ein Virus festgestellt wurde. Die möglichen Optionen wurden
ausführlich bei dem Parameter EXISCAN_DEMIME_ACTION
beschrieben.
Gültige Werte: reject, freeze, discard, redirect incl. Emailadresse, pass
Standard-Einstellung: EXISCAN_AV_ACTION='reject'
- EXISCAN_AV_SUBJECT_TAG
- Über diesen Parameter kann ein Text definiert werden welcher, bei Festellung
eines Viruses jeder Betreffzeile vorangestellt wird. Dies ist nur dann sinnvoll,
wenn der Parameter EXISCAN_AV_ACTION='pass' gesetzt
wurde und der Mail-Reader das Filtern übernehmen soll. Optional können der
Virusname (%VN), der Hostname (%HN) und/oder ein Datumsstempel eingefügt werden.
Hier werden die vom date-Befehl bekannten Parameter unterstützt, wie z.B.
[%d.%m.%Y] für [14.05.2004].
Beispiel:
EXISCAN_AV_SUBJECT_TAG='*VIRUS*'
EXISCAN_AV_SUBJECT_TAG='*VIRUS [%d.%m.%Y] Name:%VN*'
- EXISCAN_AV_SCANNER
- Über diesen Parameter wird eingestellt welche Art Viren-Scanner
verwendet wird. Zur Auswahl stehen folgende Optionen:
- auto
- - Automatische Konfiguration über /var/run/exiscan-av.cnf Datei
- cmdline
- - Standard Kommandozeilen Scanner
- sophie
- - sophie AV daemon (http://www.vanja.com/tools/sophie/)
- kavdaemon
- - Kapersky AVP Daemon 4.x (http://www.kapersky.com)
- aveserver
- - Kapersky AVP Daemon 5.x (http://www.kapersky.com)
- clamd
- - ClamAV scanner daemon (http://clamav.elektrapro.com)
- drweb
- - DrWeb scanner daemon (http://www.sald.com/)
- fsecure
- - F-Secure scanner daemon (http://www.f-secure.com)
- mksd
- - MKS scanner daemon (http://linux.mks.com.pl/)
Gültige Werte: auto, cmdline, sophie, kavdaemon, aveserver, clamd, drweb, fsecure, mksd
- EXISCAN_AV_PATH
- Diese Option wird nur für den Kommandozeilen Scanner benötigt.
Es muss der komplette Pfad und Name zum Virus Scanner Programm
angegeben werden.
Gültige Werte: Pfad- und Programmname
Beispiel: EXISCAN_AV_PATH='/usr/local/bin/sweep'
- EXISCAN_AV_OPTIONS
- Diese Option wird nur für den Kommandozeilen Scanner benötigt.
Über diesen Parameter legt man die Kommandozeilenparameter
fest die an den Viren-Scanner übergeben werden sollen.
Achtung: Der String muss EIN '%s'-Zeichen enthalten,
welches dann durch den Pfad und Dateinamen der zu prüfenden
Datei ersetzt wird. Die im Beispiel angegebenen Parameter
funktionieren mit Sweep.
Gültige Werte: Text incl. `%s'-Zeichen
Beispiel: EXISCAN_AV_OPTIONS='-all -archive -ss %s'
- EXISCAN_AV_TRIGGER
- Diese Option wird nur für den Kommandozeilen Scanner benötigt.
Die vom Viren-Scanner zurückgegebenen Meldungen werden nach dem
hier angegebenen Regexp-Ausdruck durchsucht um zu erkennen wenn
ein Virus gefunden wurde. Der im Beispiel angegebene Ausdruck
funktionieren mit Sweep.
Gültige Werte: Text
Beispiel: EXISCAN_AV_TRIGGER='found in'
- EXISCAN_AV_DESCRIPTION
- Diese Option wird nur für den Kommandozeilen Scanner benötigt.
Die vom Viren-Scanner zurückgegebenen Meldungen werden nach dem
hier angegebenen Regexp-Ausdruck durchsucht um zu erkennen welcher
Virus gefunden wurde. Der im Beispiel angegebene Ausdruck
funktionieren mit Sweep. Es wird der Ausdruck zwischen zwei
Hochkommata ausgewertet `(.*)' .
Gültige Werte: Text
Beispiel: EXISCAN_AV_DESCRIPTION=\'\(\.\*\)\'
- EXISCAN_AV_SOCKET
- Diese Option wird nur für den entsprechenden Viren-Scanner
benötigt. Sophie, KavDaemon, AveServer, FSecure und ClamAV öffnen jeweils
einen Unix Socket /var/run/sophie, /opt/AVP/AvpCtl, /var/run/aveserver,
/var/run/.fsav bzw. /path/to/clamavsocket im Dateisystem.
Es muss sichergestellt, dass ausreichende Zugriffsrechte für
den Zugriff auf diesen Socket existieren und der User, unter
dem die Programme ausgeführt werden, auf das Exim-Queue-Verzeichnis
zugreifen kann.
Gültige Werte: Pfad- und Programmname
Beispiel:
EXISCAN_AV_SOCKET='/var/run/sophie'
EXISCAN_AV_SOCKET='/opt/AVP/AvpCtl'
EXISCAN_AV_SOCKET='/var/run/aveserve'
EXISCAN_AV_SOCKET='/var/run/.fsav'
EXISCAN_AV_SOCKET='/path/to/clamacvsocket'
- EXISCAN_AV_SKIP_AUTHENTICATED
- Über diesen Parameter wird festgelegt ob Nachrichten von authentifizierten
Anwendern auf Malware geprüft werden sollen oder nicht.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellungen: EXISCAN_AV_SKIP_AUTHENTICATED='no'
- EXISCAN_EXTENSION_ENABLE
- Wird dieser Parameter auf `yes' gesetzt, so werden alle Mails nach
Dateien mit bestimmten Dateierweiterungen durchsucht. Diese Dateien
werden bei Windows-Betriebssystemen sehr oft für die Viren-Verbreitung
genutzt. (vbs,pif,bat,exe,com etc.)
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: EXISCAN_EXTENSION_ENABLED='no'
- EXISCAN_EXTENSION_ACTION
- Über diesen Parameter wird festgelegt wie mit Mails verfahren wird bei denen die
angegebenen Dateierweiterungen festgestellt wurden. Für weitere Informationen
siehe hierzu auch EXISCAN_DEMIME_ACTION.
Gültige Werte: reject, freeze, discard, redirect incl. Emailadresse, pass
Standard-Einstellung: EXISCAN_EXTENSION_ACTION='reject'
- EXISCAN_EXTENSION_DATA
- Über diesen Parameter wird festgelegt, welchen Dateierweiterungen
herausgefiltert werden sollen. Als Trennzeichen wird ein Doppel-
punkt verwendet.
Gültige Werte: Text
Beispiel: EXISCAN_EXTENSION_DATA='exe:com:vbs'
- EXISCAN_REGEX_ENABLED
- Wird dieser Parameter auf `yes' gesetzt, so werden alle Mails nach
einem bestimmten Regexp-Ausdruck durchsucht.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: EXISCAN_REGEX_ENABLED='no'
- EXISCAN_REGEX_ACTION
- Über diesen Parameter wird festgelegt wie mit Mails verfahren
wird bei denen der angegebene Regexp-Ausdruck gefunden wurde.
Die möglichen Optionen wurden ausführlich bei dem Parameter
EXISCAN_DEMIME_ACTION beschrieben.
Gültige Werte: reject, freeze, discard, redirect incl. Emailadresse, pass
Standard-Einstellung: EXISCAN_REGEXP_ACTION='reject'
- EXISCAN_REGEX_DATA
- Über diesen Parameter wird festgelegt, nach welchem Regexp-Ausdruck
gesucht und gefiltert werden soll. Als Trennzeichen wird ein Doppel-
punkt verwendet.
Gültige Werte: Text
Beispiel: EXISCAN_REGEX_DATA='%[Mm]ortage : make money'
- EXISCAN_SPAMD_ENABLED
- Wird dieser Parameter auf `yes' gesetzt, so wird die Anti-Spam-
Unterstützung aktiviert. Voraussetzung ist eine installierte Version
von SpamAssassin (http://www.spamassassin.org)
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellung: EXISCAN_SPAMD_ENABLED='no'
- EXISCAN_SPAMD_ACTION
- Über diesen Parameter wird festgelegt wie mit Mails verfahren
wird bei denen der angegebene Spam-Wert überschritten wurde.
Die möglichen Optionen wurden ausführlich bei dem Parameter
EXISCAN_DEMIME_ACTION beschrieben.
Gültige Werte: reject, freeze, discard, redirect incl. Emailadresse, pass
Standard-Einstellung: EXISCAN_SPAMD_ACTION='redirect spam@domain.de'
- EXISCAN_SPAMD_HEADER_STYLE
- Über diesen Parameter wird festgelegt, wie viel Informationen der
Spam-Daemon zum Email-Header hinzufügen soll. Die folgenden
Möglichkeiten stehen zur Auswahl:
- none
- - Es werden keine Informationen zum Mail-Header hinzugefügt.
- single
- - Es wird der X-Spam-Score-Header hinzugefügt.
- flag
- - Es wird der X-Spam-Score-Header und, wenn der Message-Score-
Schwellwert überschritten wurde, der X-Spam-Flag-Header
hinzugefügt.
- full
- - Es wird der X-Spam-Score-Header und, wenn der Message-Score-
Schwellwert überschritten wurde, der X-Spam-Flag-Header
hinzugefügt. Außerdem wird über den X-Spam-Report-Header
der vollständige Spam-Assasin-Report als mehrzeiliger
Text hinzugefügt.
Standard-Einstellung: EXISCAN_SPAMD_HEADER_STYLE='single'
- EXISCAN_SPAMD_SUBJECT_TAG
- Über diesen Parameter kann ein Text definiert werden welcher, bei
Überschreiten des Message-Score-Schwellwertes jeder Betreffzeile
vorangestellt wird. Dies ist nur dann sinnvoll, wenn der Parameter
EXISCAN_SPAMD_ACTION='pass' gesetzt
wurde und der Mail-Reader das Filtern übernehmen soll. Optional können
die Spam-Wertung (%SC), der Hostname (%HN) und/oder ein Datumsstempel
eingefügt werden. Hier werden die vom date-Befehl bekannten Parameter
unterstützt, wie z.B. [%d.%m.%Y] für [14.05.2004].
Beispiel:
EXISCAN_SPAMD_SUBJECT_TAG='*SPAM*'
EXISCAN_SPAMD_SUBJECT_TAG='*SPAM [%d.%m.%Y] Score:%SC*'
- EXISCAN_SPAMD_THRESHOLD
- Über diesen Parameter wird festgelegt ab welchem Spam-Wert
eine Mail als Spam eingestuft wird. Der hier angegebenen
Wert sollte mit Bedacht gewählt werden, da es sonst zu
ungewollten Filterungen kommen kann.
Gültige Werte: Zahl
Beispiel: EXISCAN_SPAMD_THRESHOLD='5'
- EXISCAN_SPAMD_ADDRESS
- Über diesen Parameter werden eine oder mehrere IP-Adressen, jeweils getrennt
durch einen Doppelpunkt, und gefolgt von der durch ein Leerzeichen getrennten
Port-Nummer angegeben, auf denen ein spamd-Daemon läuft.
Gültige Werte: eine oder mehrere IP-Adressen und eine Portnummer
Standard-instellung: EXISCAN_SPAMD_ADDRESS='127.0.0.1 783'
- EXISCAN_SPAMD_LIMIT
- Über diesen Parameter kann die maximale Größe einer Nachrichten
angegeben werden, die vom Spam-Daemon geprüft werden soll.
Wird dieser Parameter auf `0' gesetzt oder kein Wert angegeben,
so wird die Limitüberprüfung deaktiviert. Der Limitwert kann
zusätzliche eine Einheitenangabe (k-kilo oder m-mega) enthalten,
z.B. 80k für 80 Kilobyte.
Gültige Werte: Zahl
Standard-Einstellung: EXISCAN_SPAMD_LIMIT='0'
- EXISCAN_SPAMD_SKIP_AUTHENTICATED
- Über diesen Parameter wird festgelegt ob Nachrichten von authentifizierten
Anwendern auf Spam geprüft werden sollen oder nicht.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellungen: EXISCAN_SPAMD_SKIP_AUTHENTICATED='no'
-
- MAIL_CERTS_WARNING (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter kann der automatisierte Versand einer Warnmail aktiviert
werden, wenn ein TLS-Zertifikate kurz vor dem Ablauf steht. Wird der Parameter
auf den Wert `no' gesetzt, so wird keine Überprüfung durchgeführt und keine
Warnmail verschickt.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellungen: MAIL_CERTS_WARNING='no'
- MAIL_CERTS_WARNING_SUBJECT (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter wird der Text der Warnmail-Betreffzeile festgelegt.
Optional kann der Hostname (%HN) und/oder ein Datumsstempel eingefügt werden.
Es werden die vom date-Befehl bekannten Parameter unterstützt wie z.B.
[%d.%m.%Y] für [14.05.2004].
Gültige Werte: Text
Standard-Einstellungen: MAIL_CERTS_WARNING_SUBJECT='TLS certificates warning'
- MAIL_CERTS_WARNING_CRON_SCHEDULE (ADVANCED-Modus)
- Hier wird festgelegt zu welchem Zeitpunkt bzw. in welchem Intervall eine Überprüfung
der TLS-Zertifikate durchgeführt werden soll. Eine Vorlauf von 20 Tagen ist hierbei
fest vorgegeben. Die fünf Teilparameter haben dabei folgende Bedeutung:
1 - Minuten, 2 - Stunden, 3 - Tag des Monats, 4 - Monat, 5 - Wochentag.
D.h. bei Verwendung der Standard-Einstellung wird jeweils am 1. und 16. eines
Monats um 01:03h eine Überprüfung durchgeführt und gegebenenfalls eine Warnmail
verschickt. Wer näheres über die verwendete Befehlsyntax erfahren möchte, sollte
über Google nach `man' und `crontab' suchen.
Gültige Werte: Crontab-spezifischer Parametereintrag
Standard-Einstellungen: MAIL_CERTS_WARNING_CRON_SCHEDULE='3 1 1,16 * *'
-
- MAIL_STATISTICS_INFOMAIL (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter kann der automatisierte Versand einer Mail
aktiviert werden, die statistische Informationen über den
Mail-Server enthält. Wird der Parameter auf den Wert `no' gesetzt,
so wird keine Infomail verschickt.
Gültige Werte: yes, no
Standard-Einstellungen: MAIL_STATISTICS_INFOMAIL='no'
- MAIL_STATISTICS_INFOMAIL_SUBJECT (ADVANCED-Modus)
- Über diesen Parameter wird der Text der Infomail-Betreffzeile festgelegt.
Optional kann der Hostname (%HN) und/oder ein Datumsstempel eingefügt werden.i
Es werden die vom date-Befehl bekannten Parameter unterstützt wie z.B.
[%d.%m.%Y] für [14.05.2004]. Dieser Funktion muss zuvor über den Parameter
MAIL_STATISTICS_INFOMAIL aktiviert werden.
Gültige Werte: Text
Standard-Einstellungen: MAIL_STATISTICS_INFOMAIL_SUBJECT='Mail server statistics'
- MAIL_STATISTICS_INFOMAIL_CRON_SCHEDULE (ADVANCED-Modus)
- Hier wird festgelegt zu welchem Zeitpunkt bzw. in welchem Intervall
Mail-Server-Statistiken versandt werden sollen. Über den Parameter
MAIL_STATISTICS_INFOMAIL muss diese
Funktion jedoch zuvor aktiviert werden. Die fünf Teilparameter haben
dabei folgende Bedeutung:
1 - Minuten, 2 - Stunden, 3 - Tag des Monats, 4 - Monat, 5 - Wochentag.
D.h. bei Verwendung der Standard-Einstellung wird täglich um 07:06h eine
Infomail verschickt. Wer näheres über die verwendete Befehlsyntax
erfahren möchte, sollte über Google nach `man' und `crontab' suchen.
Gültige Werte: Crontab-spezifischer Parametereintrag
Standard-Einstellung: MAIL_STATISTICS_INFOMAIL_CRON_SCHEDULE='6 7 * * *'
Das Mail-Paket verwendet LOG-Dateien, um Meldungen über seinen
laufenden Betrieb zu speichern. Um zu verhindern, dass diese
Dateien zu groß und unübersichtlich werden, kann man einstellen
wie das System mit den Dateien umgehen soll.
-
- MAIL_LOG_COUNT
- Über diesen Parameter wird eingestellt, wie viele LOG-Dateien
vorgehalten werden sollen. Wird dieser Wert überschritten, so
wird die älteste LOG-Datei gelöscht.
Gültige Werte: Zahl
Standard-Einstellungen: MAIL_LOG_COUNT='10'
- MAIL_LOG_INTERVAL
- Dieser Parameter bestimmt in welchen Intervallen die LOG-Dateien
archiviert werden sollen. Zur Auswahl stehen die Schlüsselwörter
`daily' - täglich, `weekly' - wöchentlich und `monthly - monatlich.
Gültige Werte: daily, weekly, monthly
Standard-Einstellungen: MAIL_LOG_INTERVALL='weekly'
Über das Programm `vacation' kann man während einer längeren Abwesenheit
automatisierte Antwortnachricht vom Mail-Server versenden lassen.
-
- Abwesenheit beginnen
- Eine Abwesenheitsperiode wird wie folgt eingeleitet:
- 1
- Login auf dem Server mit der User-ID des Users der die
Abwesenheitsmeldung erstellen bzw. aktivieren möchte.
- 2
- Starten des Programms `vacation' ohne Angabe von Parametern
erstellt einen neuen Benachrichtigungstext bzw. ermöglich das
Bearbeiten eines bereits existierenden Textes. Es wird
automatisch eine Datei mit dem Namen `.vacation.msg' im
Home-Verzeichnis des Anwenders angelegt. Falls bereits eine
`.vacation.msg' -Datei im Verzeichnis existierte wird diese in
`.vacation.old' umbenannt.
Der Standardtext sieht wie folgt aus:
Subject: away from my mail
From: smith (via the vacation program)
I will not be reading my mail for a while. Your\
mail regarding ``\$SUBJECT'' will be read when I return.
Die Datei sollte mindestens einen `Subject: '-Eintrag enthalten.
Es sollte kein `To:'- und möglichst auch kein `From: '-Eintrag in
der Datei enthalten sein, da diese automatisch generiert werden.
Wenn die Variable $SUBJECT in der Datei `.vacation.msg' vorkommt,
wird sie durch den Inhalt der Betreffzeile der Originalnachricht
ersetzt.
Es wird keine Nachricht verschickt, wenn in den Feldern `To: ' bzw.
`Cc: ' nicht die Mail-Adresse bzw. eine Alias-Adresse des eigentlichen
Empfängers der Nachricht enthalten ist oder in dem `From'-Feld die
Textfragmente `-request', `postmaster', `uucp', `mailer-daemon',
`mailer' oder `-relay' gefunden werden. Weiterhin dürfen im
Nachrichtenkopf die folgenden Felder nicht existieren:
`Precedence: bulk', `Precedence: junk' oder `Precedence: list'
Auf diese Weise werden Mail-Schleifen und Antworten an Mailinglisten
vermieden.
Zusätzlich wird im Home-Verzeichnis des Anwenders eine Datei `.forward'
angelegt, die folgenden Inhalt hat. Eine bereits existierende Datei wird
in `.forward.old' umbenannt.
Beispiel:
\username, \|/usr/bin/vacation username
- 3
- Eventuell durch Aufruf des Befehls `vacation -I' die Abwesenheit beginnen,
d.h. die Datei `.vacation.db' wird initialisiert und die Datei `.forward'
wird angelegt. (Dies sollte beim Programmaufruf ohne Parameter eigentlich
automatisiert geschehen.
- Abwesenheit beenden
- Eine Abwesenheitsperiode wird wie folgt beendet:
- 1
- Login auf dem Server mit der User-ID des Users der die
Abwesenheitsmeldung erstellen bzw. aktivieren möchte.
- 2
- Im Home-Verzeichnis des Anwenders die Datei `.forward' löschen oder
umbenennen um die Abwesenheit zu beenden.
- 3
- Durch Aufruf des Programms `vaclook' kann dann der Inhalt der Datei
`.vacation.db' angezeigt werden, welche eine Liste aller verschickten
Antwortnachrichten enthält.
Über das Programm `vaclook' kann man sich die Liste der verschickten
Abwesenheitsbenachrichtigungen anzeigen lassen.
- Abwesenheit - Benachrichtigungsliste anzeigen
- Durch ausführen des Programms `vaclook' wird die Datei `.vacation.db' im
Home-Verzeichnis des Anwenders ausgelesen und eine Liste über die verschickten
Benachrichtigungen und deren Zeitstempel angezeigt.
Beispiel:
sender@senders.domain: Sat Nov 20 00:39:51 2002
Will ein Anwender seine eingehende Post an einen anderen Anwender weiterleiten,
so muß er folgende Schritte durchführen um diese Funtion zu aktivieren:
-
- Weiterleitung aktivieren
Eine Weiterleitung wird wie folgt aktiviert:
- 1
- Login auf dem Server mit der User-ID des Users der die Abwesenheitsmeldung
erstellen bzw. aktivieren möchte.
- 2
- Erstellen einer Datei `.forward' im Home-Verzeichnis des Anwenders.
Es wird nur die Mail-Adresse des Anwenders eingegeben, an den die Post
weitergeleitet werden soll.
Beispiel: frank@domain.de
Soll zusätzlich noch eine Kopie der eingegangenen Nachricht im eigenen
Posteingang verbleiben, so stellt man dem Eintrag den eigenen Usernamen
voran.
Beispiel:
\tom, frank@domain.de
- Weiterleitung aufheben
- Eine Weiterleitung wird wie folgt aufgehoben:
- 1
- Login auf dem Server mit der User-ID des Users der die Abwesenheitsmeldung
erstellen bzw. aktivieren möchte.
- 2
- Im Home-Verzeichnis des Anwenders die Datei `.forward' löschen oder
umbenennen um die Abwesenheit zu beenden.
Wird zusätzlich zum mail-Paket ein Antivirus-Paket installiert welches im Verzeichnis
`/var/run' eine Datei mit Namen `exiscan-av.cnf' und adäquaten Parametern ablegt,
so wird beim Generieren einer neuen Konfiguration automatische die Unterstützung für die
Virenprüfung (EXISCAN_AV_...) aktiviert. Kommentarzeilen
müssen mit einem `#'-Zeichen beginnen. Die Datei kann hierbei z.B. folgende Parameter
enthalten, die automatisch in die neue Konfiguration übernommen werden:
Gültige Parameter: AV_SCANNER, AV_SOCKET, AV_PATH, AV_OPTIONS,
AV_TRIGGER, AV_DESCRIPTION
Beispiel (Sophie):
# Sophie configuration
AV_SCANNER='sophie'
AV_SOCKET='/var/run/sophie'
Beispiel (Sophos):
# Sophos configuration
AV_SCANNER='cmdline'
AV_PATH='/usr/local/bin/sweep'
AV_OPTIONS='-all -archive -tnef %s'
AV_TRIGGER='found in'
AV_DESCRIPTION="'(.*)'"
-
- Debug-Ausgaben aktivieren
- Falls man bei der Fehleranalyse absolut nicht weiterkommt, kann man die Variable
MAIL_DO_DEBUG='yes' zur Datei /etc/config.d/mail hinzufügen und dann mittels
`/e