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2014-07-24

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Vorbemerkungen

Jeder hätte gerne einen Brenner, braucht ihn aber dann doch relativ selten. Außerdem sind die hochwertigen Brenner auch nicht besonders billig und die Produktzyklen fordern hier ebenfalls ihren Tribut. Daher ist es attraktiv an einer zentralen Stelle im LAN (hier natürlich der Eisfair Server) eine Brennfunktion mit allem Schnick und Schnack bereitszustellen.

 

Mit webCDwriter, basierend auf webCDwriter von Jörg Häger, stellt die Eisfair Community ein Packet bereit, dass (fast) alle Wünsche in Hinsicht auf Brennen im LAN befriedigt.

 

Die Konfiguration hat allerdings einige kleinere Besonderheiten, weshalb es dieses Mini-HOWTO gibt.

 

Ich habe dieses HOWTO aus den Hilfen, die mir Marcus Röckrath in der Newsgroup spline.eisfair gegeben hat, erstellt. Ich konnte natürlich nicht alle Hardwarekombinationen testen (tatsächlich habe ich nur einen Rechner getestet), aber die NG ist eine gute Hilfe-Quelle.

 

Wie üblich übernehme ich keine Verantwortung für Probleme, die sich aus dem Drehen am System ergeben könnten.

 

Nach meinem Verständnis dient ein HOWTO in erster Linie unerfahrenen und neuen Usern oder ausgeprägten Autodidakten als Anleitung; daher die ausführlichen Erläuterungen.

Ausgangslage

Das ganze beginnt mit einem frisch aufgesetzen Eisfair Server, auf dem die folgenden Packete installiert sind.

Ausgangskonfiguration(Beispiel)

  • 1. base 1.1.5 2005/11/09
  • 2. cron 1.0.0 2002/06/26
  • 3. eiskernel 1.0.13 2004/10/24
  • 4. inet 1.5.4 2005/06/04
  • 5. libiconv-gettext 1.0.0 2005/03/18
  • 6. libpam 1.2.3 2005/10/19
  • 7. libssl 1.0.0 2005/08/01
  • 8. libwrap7-6 1.0.0 2005/05/07
  • 9. libz 1.1.0 2005/07/27
  • 10. mini_httpd 1.9.4 2004/02/16
  • 11. netdate 1.14.8 2005/05/24
  • 12. packagestatus 0.0.3 2004/07/23
  • 13. timesync 1.0.1 2004/05/26
  • 14. unimount 0.2.5 2004/10/08

Als Hardware dient ein Scenic Pro C6 (PII 333MHz, IDE-HDD, IDE CD-Brenner 32x/12x/48x, 3Com59x). Der Server hat weder Tatstatur noch Maus noch Monitor und ist mit dem LAN verbunden. Alle Bedienungen erfolgen via SSH, Client Putty auf Windows 2000 Rechner Der gleiche Ablauf hat auch bei meinem „richtigen“ EIS funktioniert. Das frische System wurde aufgesetzt um sicher zu stellen, dass alle Abhängigkeiten sauber aufgelöst werden.

Installation des Brenn-Servers

Die Installation des Brennservers geschieht in 3 Schritten:

 

Installation von CdRecord;

Anpassen des Systems (für CdRecord);

Installation des webCDwriters.

 

Anmelden am Server Putty starten, IP bei „Host Name (or IP address)“ eingeben open Server meldet sich „login as:“ eis und Password eingeben.

 

2. CDRecord installieren Das Tool CDRecord ist die Basis des webCDwriters. Die beschriebenen Manipulationen gelten diesem Bestandteil. Zunächst muss das Paket cdrecord installiert werden und in einem zweiten Schritt die Konfiguration des Paketes manuell korrigiert werden, da das cdrecord Paket veraltet ist. Also beginnen wir die Installation über:

 

2. Package administration

 

5: Search packages with Pack-Eis dann cdrecord eingeben und den Anweisungen folgen.

 

CDRecord konfigurieren

 

3. Service administration

 

x: CDRecord

 

2: edit and apply config hier muss nur die Variable CDREC_SCSI_EMU_N='1' (gibt die Anzahl der zu emulierenden Laufwerke an) und CDREC_SCSI_EMU_DRV_1='hdc' gesetzt werden. Das Beispiel ist ok wenn der IDE Brenner als Master am 2. IDE-Kanal hängt. Ansonsten muss die Bezeichnung gemäß den Linux-Konventionen angepasst werden. (Master am 1. IDE = hda; Slave am 1. IDE-Kanal=hdb; usw.). Sind mehrere IDE Brenner oder ROM-Laufwerke vorhanden, müssen alle in obigen Konfigurationsvariablen definiert werden.

 

Hier sollte der Server rebootet werden. (Hinweis für Anfänger: Ich logge mich meist als root ein und starte dann über den Befehl „setup“ das normale Menue. Dann kann ich nachdem ich die normalen Arbeiten beendet habe via „reboot“ den Server neu starten.)

 

Das war der erste Schritt zu LAN-Brennen.

 

CDRecord manuell nachbearbeiten

Anmelden per putty als root.

joe /etc/init.d/cdrecord

direkt vor der Zeile, die

case "$1"

enthält muss eingefügt werden

exit 0

 

Damit wird dieses Skript vorzeitig beendet und beim nächsten Boot keine veralteten Module geladen. Nun sorgen wir dafür, dass aktuelle Module gestartet werden. Daher bearbeiten wir die Base-Konfiguration wie folgt:

 

setup

 

1: System administration

1: Base configuration

1: Edit base configuration

 

ganz unten

 

MODULE_N='6' MODULE_1='scsi_mod' MODULE_1_OPTION='' MODULE_2='sg' MODULE_2_OPTION='' MODULE_3='sd_mod' MODULE_3_OPTION='' MODULE_4='ide-scsi' MODULE_4_OPTION='' MODULE_5='cdrom' MODULE_5_OPTION='' MODULE_6='sr_mod' MODULE_6_OPTION=''

 

Falls dort bereits Module eingetragen sind, ist natürlich die Anzahl der Module um 6 zu erhöhen und die Module zusätzlich einzutragen.

 

Hier wird vom System ein reboot empfohlen, den wir uns noch sparen können.

 

webCDwriter mag SCSI, daher müssen wir noch ein paar SCSI Laufwerke erzeugen. Anmelden per Putty als root

 

cd /dev mknod -m 0644 scd0 b 11 0 mknod -m 0644 scd1 b 11 1 mknod -m 0644 scd2 b 11 2 mknod -m 0644 scd3 b 11 3 mknod -m 0644 scd4 b 11 4 mknod -m 0644 scd5 b 11 5

 

usw - bis

 

mknod -m 0644 scd15 b 11 15

 

Jetzt muss nur noch der Begriff cdrom auf das richtige Device verlinkt werden

 

cd /dev rm cdrom ln -s sr0 cdrom

 

Nun machen wir einen reboot.

 

Und ... es klappt, heisst, es sollten beim Boot keine Fehlermeldungen erscheinen und ein cdrecord -scanbus auf der Konsole (oder der entsprechende Befehl aus dem Menü) sollte den Brenner anzeigen, der dann auch ausgewählt werden muss.

 

Dies war der zweite Schritt zum LAN-Brennen.

 

5. webCDwriter Packet installieren

 

2. Package administration

 

2. Install new package

 

12. Pack-eis uploaded user-packages

 

6. misc dort liegt das webCDwriter Paket. Die Nummer kann sich natürlich ändern (und damit der Pfad zum Paket)

 

Jetzt werden eine Menge Tools und Libraries installiert und natürlich jedesmal nachgefragt. Folgende Packete werden installiert:

  • cdrdao 0.0.4 2005/08/21
  • lame 0.7.0 2005/10/11
  • libao 0.1.1 2005/10/24
  • libcares 1.4.0 2005/10/09
  • libcurl 1.4.2 2005/11/26
  • libflac 0.1.0 2005/10/27
  • libmad 0.7.1 2005/10/11
  • libogg 0.1.3 2005/11/04
  • libstdcpp-libc6-2-2 1.0.0 2005/07/01
  • libvorbis 0.1.3 2005/11/04
  • mpg123 0.0.2 2005/12/05
  • sox 0.1.0 2005/08/06
  • vorbis_tools 0.1.1 2005/11/04
  • webCDwriter 0.8.3 2005/11/30

Am Ende erscheint die Meldung, dass der webCDwriter läuft, und unter dem Port 12411 zu erreichen ist.

 

Wenn der webCDwriter per Browser angesprochen wird sollte keine Fehlermeldung das

 

Bild trüben. Der (oder die) eingebaute(n) Brenner werden erkannt und mit

 

Typenbezeichnung angezeigt.

 

6. CDWserver konfigurieren Wieder per Browser auf den Port 12411 gehen und in der Sidebar den Knopf „CDWserver Konfiguration“ betätigen.

 

Es wird unterstellt, dass Musik in komprimierter Form gesammelt wird. Dann möchte man

 

vielleicht auch mal von dieser Sammlung eine AudioCD erstellen. Dazu benötigt man

 

verschiedene Tools, welche die Dekompression erledigen. Für das MP3 Format ist dies

 

mpg123 (bereits installiert), für das OGG_Vorbis Format ist dies ogg123

Installation der Clients

Jetzt steht ein Server zur Verfügung, der nur darauf wartet Brennaufträge zu erfüllen. Wenn man ihn per Browser unter dem Port 12411 anspricht bietet er ein Java Programm als Client an. Damit dieses Programm funktioniert, muss ein Java Runtime Environment installiert sein. Dies bekommt man (umsonst) unter der URL www.java.com/de/. Entgegen der Empfehlung von webCDwriter habe ich das Java Programm webCDcreator im Programme-Ordner gespeichert und einen Link auf den Desktop gelegt. So brauche ich keinen Browser zu starten um mit dem webCDwriter zu kommunizieren.

 

Und nun viel Spaß, möge es genützt haben! Ulrich Grünewald